Flux, 1977
Ein-Kanal-Video, Schwarzweiß, Ton, 8:11 Minuten
Mit freundlicher Genehmigung des Zentrum für Kunst und Medien

In Flux verbindet Steina Aufnahmen von fließendem Wasser mit Videorauschen und einem dröhnenden elektronischen Soundtrack. Das Werk ist Teil ihrer frühen Auseinandersetzung mit den räumlichen und richtungsbezogenen Eigenschaften der elektronischen Bildverarbeitung. Umschalten, Scannen und Signalstörungen fungieren dabei als kompositorische Elemente. Unter Verwendung von George Browns Field Flip/Flop Switcher konstruiert Steina Sequenzen durch raschen Wechsel zwischen verschiedenen Videoquellen. Der Rhythmus entsteht also durch elektronisches Umschalten statt durch den linearen Schnitt.

In späteren Passagen greift sie direkt in die Wiedergabe ein, indem sie die Bandspule manuell bewegt und so Veränderungen in Geschwindigkeit, Richtung und Stabilität herbeiführt. Das Werk entfaltet sich durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Bild- und Rauschfelder, wodurch horizontale und vertikale Abtastmuster zueinander in Beziehung gesetzt werden. Die Manipulation des Bandes und die Signalverarbeitung sind für die Betrachter*innen unmittelbar nachvollziehbar, womit die technischen Verfahren, die das Bild generieren, sichtbar bleiben.

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