Dauer
12.9.26, 17:00 - 19:00
Ort
Auditorium
Eintritt
Freier Eintritt
Info
Freitag, 11.9., 20 Uhr
TUNE. Florian Hecker präsentiert Natural Selection live
Samstag, 12.9. 17 – 19 Uhr
TUNE. Roundtable mit Florian Hecker, Maya B. Kronic, Vincent Lostanlin und Michael Newman (Freier Einritt)
Samstag, 12.9. 20 Uhr
TUNE. Listening Session FAVN
Florian Hecker (1975, Augsburg) beschäftigt sich in seinen Installationen und Performances mit synthetischem Klang, dem Hörprozess und der Hörerfahrung des Publikums. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie Klang vom hörenden Körper aufgenommen, verarbeitet und transformiert wird. Dabei lädt er das Publikum ein, sich auf komplexe Klangumgebungen einzulassen, die das Wesen der Wahrnehmung und des Hörens selbst hinterfragen.
Im Rahmen von TUNE präsentiert Hecker FAVN, ein 13-Kanal-Klangstück in der Westgalerie vom 4.9. bis 14.9.2026, eine Live-Performance am Freitag, den 11.9., sowie eine Podiumsdiskussion am Samstag, den 12.9., um die vielfältigen Ideen zu erörtern, die sein Werk erforscht und hervorbringt, gefolgt von einer Listening Session von FAVN.
Maya B. Kronic wird die Diskussion moderieren. Kronic schreibt über Philosophie, Kunst, Technologie und Kultur. Als Gründer*in und Herausgeber*in des unabhängigen britischen Verlags Urbanomic und hat Kronic mit Hecker an Projekten wie „Speculative Solution“ (Urbanomic/Éditions Mego, 2011), „Formulations“ (MMK Frankfurt und Koenig Books, 2016) und zuletzt „RESYNTHESE FAVN“ (Blank Forms, 2024) zusammengearbeitet. Vincent Lostanlen forscht im Bereich Computermusik und ist bekannt für seine Arbeit zur Zeit-Frequenz-Streuung, einer mathematischen Technik, die modelliert, wie der auditive Kortex Klangstrukturen über Zeit und Frequenz hinweg verarbeitet. Michael Newman ist Kunsthistoriker und Professor für Kunstkritik am Goldsmiths College der University of London. Er verfasste den Beitrag „Sensation and the Measure of Timbre: Florian Heckers Resynthese FAVN: Revisiting Mallarmés Scene“ in Florian Hecker: Halluzination, Perspektive, Synthese (Sternberg Press).

Florian Hecker beschäftigt sich mit synthetischem Klang, dem Hörprozess und der Hörerfahrung des Publikums. Zu seinen jüngsten Ausstellungen und Performances zählen „FAVN“, Terraforma EXO, Mailand, 2025; „TEMPLEXTURES“, Galerie Neu, Berlin, Deutschland; „FAVN“, Roy and Edna Disney CalArts Theater, Los Angeles, CA, USA; „Formulations As Texture — Horizontal and Vertical Crossings“, Simian, Kopenhagen, Dänemark (alle 2022) sowie „Resynthesizers“, Equitable Vitrines, Los Angeles, CA, USA (2021). Darüber hinaus verfügt Hecker über eine umfangreiche Diskografie, darunter: Natural Selection (PAN, 2026); NORMIFICATION (Diagonal, 2025); Resynthese FAVN (Blank Forms, New York, 2024) und viele mehr. Seit 2024 ist Hecker Professor für „Klang und Experiment“ an der Akademie der Bildenden Künste München (Bayerisches Spitzenprofessurenprogramm).

Maya B. Kronic (sie/ihr) ist Autorin, Übersetzerin und Lektorin. Maya schreibt über Philosophie, Kunst, Technologie und Kultur, ist Gründerin und Herausgeberin des unabhängigen britischen Verlags Urbanomic und hat mit einer Reihe von Künstler*innen an interdisziplinären Projekten gearbeitet sowie unzählige Essays und verschiedene Buchwerke der französischen Philosophie von Autor*innen wie Alain Badiou, Quentin Meillassoux, Éric Alliez und François Laruelle übersetzt. Zusammen mit Amy Ireland ist sie Mitautorin von „Cute Accelerationism“ (2023). Zu ihren Forschungsinteressen zählen: Akzelerationismus, die Ethik der Intensität, Subjektivität und die Erde, das Niedliche und das Übernatürliche, Deleuze und Mathematik sowie Transphorie.

Vincent Lostanlen ist seit 2020 Wissenschaftler am CNRS, dem französischen nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung. Im Jahr 2015 entwickelte er als Doktorand an der École normale supérieure unter der Betreuung von Stéphane Mallat einen Algorithmus zur Klanganalyse und -synthese, der als „Zeit-Frequenz-Streuung“ bekannt ist. Dieser Algorithmus kam in Florian Heckers FAVN sowie in anderen Computermusikstücken und Klanginstallationen zum Einsatz.

Michael Newman ist Autor und Kurator und hat einen Lehrstuhl für Kunstkritik am Goldsmiths College der University of London inne. Er hat zahlreiche Essays über moderne und zeitgenössische Künstler*innen sowie thematische Essays veröffentlicht, in denen er Philosophie und Kunstgeschichte miteinander verbindet und sich dabei mit Themen wie der Wunde, dem Horizont, der Kontingenz, der Erinnerung, dem Nonsens, dem Anti-Porträt und der Langeweile auseinandersetzt. Zu seinen Katalogbeiträgen gehören „Sensation and the Measure of Timbre: Florian Heckers ‚Resynthese FAVN: Revisiting Mallarmés Szene‘“ in Florian Hecker: Halluzination, Perspektive, Synthese (Sternberg Press und Kunsthalle Wien, 2019).
TUNE 2026 wird unterstützt von der Unitel Musikstiftung.
