Die Harfenistin und Komponistin Miriam Adefris interessiert sich besonders für Klangtexturen und die Beziehung zwischen Klang und seiner Umgebung. Sie verfügt über einen klassischen Hintergrund und ist fest in Londons lebendiger Experimental- und Jazzszene verwurzelt, wobei sie mit dem Klang der analogen Harfe und elektronischer Klangbearbeitung arbeitet. Neben ihren Soloarbeiten hat sie mit einer Reihe von Künstler zusammengearbeitet, darunter der Musiker Floating Points, die Sängerin Ganavya und der Multi-Instrumentalist Shabaka Hutchings.
Für die Auftragsarbeit im Terassensaal im Haus der Kunst lässt sie sich von Gefühlen der Weite und Intimität inspirieren und davon, wie diese im selben Zeit- und Raumgefüge koexistieren können. Durch Klang erforscht sie, wie es in der Weite Intimität und Detailreichtum geben kann und wie diese gegensätzlichen Zustände in uns ähnliche Gefühle hervorrufen können, wie Angst, Verletzlichkeit, Gelassenheit, Erhabenheit und Verbundenheit.
Künstler*innen-Info
Miriam Adefris
Miriam Adefris ist Harfenistin und Komponistin und lebt in London. Sie kombiniert den analogen Klang der Harfe mit elektronischer Klangbearbeitung und interessiert sich dabei besonders für Klangtexturen sowie die Wechselwirkung zwischen Klang und Umgebung. Ihre Soloauftritte, die sowohl in der Improvisation als auch in komponierten Strukturen verwurzelt sind, zielen darauf ab, das Publikum in ein Hörerlebnis einzutauchen und alternative Wege der Verbindung zu schaffen. Sie vereint vielfältige musikalische Einflüsse, darunter ihr Harfenstudium in Wien und ihre Einbindung in die reichhaltige Londoner Experimental- und Jazzszene. Neben dem Spielen ihrer eigenen Musik stehen die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen sowie die Schaffung von Klanginstallationen und Musik für visuelle Medien im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Seit 2023 erlangte Miriam Adefris über die Grenzen Großbritanniens hinaus Aufmerksamkeit durch ihre Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Musiker Floating Points, der Sängerin Ganayva, dem Multi-Instrumentalisten Shabaka Hutchings und anderen. Sie tourte um die ganze Welt und trat bei einer Vielzahl von Festivals und an Veranstaltungsorten wie dem Sydney Opera House (AUS), dem Knockdown Center in New York (US), dem Primavera in Barcelona (ES), dem London Jazz Festival (UK), dem Xjazz! Festival Berlin (GER), dem Popfest Wien (AT), Transmissions Ravenna (IT), dem C2C Festival Turin (IT) und vielen anderen. Miriams neues Projekt Flur, bestehend aus ihr, Isaac Robertson und Dillon Harrison, veröffentlichte im September 2025 sein „fesselndes Debüt“ (Pitchfork) beim Pariser Label Latency und erntete damit breite Anerkennung bei den Kritikern.