Tomás Saraceno (geb. 1973, San Miguel de Tucumán, Argentinien) verbindet Kunst, Archi­tektur und Wissenschaft miteinander, um mögliche ökosoziale Zukunftsvisionen zu entwerfen. Die Aus­stellung präsentiert seine zentralen Forschungsprojekte Aerocene und Arach­no­philia sowie eine neue Auftragsarbeit, die gemeinsam mit Indigenen Ge­mein­schaften aus Las Salinas Grandes im Norden Argentiniens entwickelt worden ist. Deren fortwährender Kampf gegen den Lithiumabbau und die damit verbundene Beein­träch­tigung der lebenswichtigen Was­serkreisläufe in der Region bilden den Aus­gangs­punkt für ein Kunstwerk, das sich über die Grenzen des Ausstellungsraums hinaus er­streckt.

Im Haus der Kunst materialisieren sich diese Ideen in Gestalt von Luft-Skulpturen, Habitaten für verschiedenste Spezies und Environments, die neue Arten von Auf­merk­sam­keit erfordern. Gemeinsam bieten die Arbeiten eine Plattform, um die Formen der Koexistenz von Menschen und nicht-menschlichen Wesen neu zu überdenken. Sie ge­ben zugleich Anstoß für einen breiteren Dialog über die ökologischen und die sozialen Kräfte, welche die globale Energiewende prägen.

Unter Beteiligung zahlreicher Mitwirkender, die die Installationen und das Pro­gramm gestalten, verwandelt die Ausstellung das Gebäude in einen Raum für pla­ne­ta­rische Resonanz. Sie lädt dazu ein, das Haus auf eine andere Art zu erleben. Im Dialog mit weiteren Programmen zeigt sie neue Wege auf, wie wir die verflochtenen Systeme, die uns erhalten, wahrnehmen, uns vorstellen und in ihnen leben können. 

Kuratiert von Sarah Johanna Theurer und Andrea Lissoni

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erfahren Sie mehr über aktuelle Veranstaltungen und bevorstehende Ausstellungen. Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!