Katalin Ladik. Ooooooooo-pus

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„Ooooooooo-pus“ ist Katalin Ladiks erste Überblicksausstellung in Deutschland. Sie widmet sich ihrem künstlerischen Schaffen in den Bereichen Poesie, Performance und Sound. Geistig und konzeptuell verwurzelt ist das Werk der wegweisenden Künstlerin (geb. 1942, Novi Sad) in den multiethnischen und feministischen Avantgarden des ehemaligen Jugoslawiens. Ladik greift folkloristische, mythologische und religiöse Motive auf, um Geschlechterrollen und weibliche Archetypen in Frage zu stellen. Oft setzt sie dabei ihren Körper und ihre Stimme als Instrument und Medium ein.

Für Ladik ist der Körper eine Quelle der Poesie und ein Ort der Selbstdarstellung, den sie seit den 1960er Jahren in ihren Performances immer wieder erforscht hat. Ihre visuellen Gedichte — Collagen aus Schnittmustern, Notenblättern und Objekten wie Platinen von Radios und Küchengeräten — fungieren als musikalische Partituren. Sie erforschen die Verbindung von Stimme und Bild und erweitern Sprache durch lautmalerische Experimente. Ladiks künstlerische Karriere verläuft parallel zu ihren Erfolgen auf der Bühne und im Film. Als Schauspielerin verkörperte sie „das Weibliche“ in futuristischen, mythologischen oder Grenzen überschreitenden Rollen und schaffte dadurch immer wieder Raum für verschiedene Artikulationen einer feministischen Praxis.

„Ooooooooo-pus“ führt Ladiks vielseitiges Werk in einer Ausstellung zusammen, die man nicht nur sehen, sondern auch hören soll. Klang ist zentral für das Programm des Haus der Kunst in 2023. „Ooooooooo-pus“ sowie auch „Meredith Monk: Calling“ demonstrieren ein neues Ausstellungmodell, das auf die Installation wegweisender Praktiken, die auf Klang basieren, ausgerichtet ist.

Kuratiert von Hendrik Folkerts und Sarah Johanna Theurer mit Manuela Hillmann.