Mieke Bal, University of Amsterdam
09.06.12

Die niederländische Kulturtheoretikerin, -kritikerin und Videokünstlerin Mieke Bal (geb. 1946) war Gründungsdirektorin der Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA) und lehrt heute Kulturtheorie an der Universität Amsterdam. Ihre Forschungsschwerpunkte beinhalten klassisches Altertum, zeitgenössische Kunst, moderne Literatur, (inter-) kulturelle Theorie sowie den Bezug zwischen verbaler und visueller Kunst, Migration und Wahnsinn. Seit Veröffentlichung ihres Werks "The Practise of Cultural Analysis: Exposing Interdisciplinary Interpretation" (1999) gilt sie als Verfechterin einer Reformierung der Geisteswissenschaften zugunsten einer interdisziplinären Methodik der Kulturanalyse. Mieke Bal arbeitet zudem als freie Kuratorin und Videokünstlerin sowie im Bereich experimenteller Dokumentation zum Themenfeld Migration ("State of Suspension", (2009). 
www.miekebal.org

Harald Bodenschatz, Technische Universität Berlin (emer.)
10.06.12, 14:30 Uhr

Harald Bodenschatz (geb. 1946 in München) ist Sozialwissenschaftler, Städteplaner und ehemaliger Leiter des Fachgebiets Architektursoziologie an der Technischen Universität Berlin. Er lehrte zudem an der RWTH Aachen und hatte Gastprofessuren in Rio de Janeiro, Brasilien, und Lima, Peru, inne. Seit 1980 arbeitet er zudem als Stadtplaner (Spezialgebiet Erhaltung historischer Stadtkerne); seine Forschungsschwerpunkte sind Stadtbaugeschichte, Stadtumbau und –erhaltung der postindustriellen Gesellschaft, Städtebau im suburbanen Raum sowie Städtebau und Diktatur. Zu diesen Themen publizierte er und kuratierte zahlreiche Ausstellungen, wie etwa „Stadterneuerung Moskau - vom Arbat nach Tjoplui Stan“ (1991), „Berlin auf der Suche nach dem verlorenen Zentrum“ (1995) sowie „Städtebau im Schatten Stalins. Die internationale Suche nach der sozialistischen Stadt in der Sowjetunion 1929-1935“ (2003).

Sabine Brantl, Haus der Kunst, München
10.06.12, 10:10 Uhr

Sabine Brantl (geb. 1969 in München) studierte Geschichte und Literaturgeschichte in München und Wien. Sie war freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Fernsehen und am Jüdischen Museum München sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste, München. 2004 erarbeitete sie für das Haus der Kunst ein Konzept für den Aufbau des Historischen Archivs, das sie seit 2005 leitet. Sie war Mitkuratorin der Ausstellung „Ein Blick für das Volk. Die Kunst für Alle“, die 2006 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst und Demokratie“ im Haus der Kunst gezeigt wurde. 2007 wurde ihre Monografie „Haus der Kunst, München. Ein Ort und seine Geschichte im Nationalsozialismus“ veröffentlicht, die sich mit der ebenso belasteten wie lange Zeit verdrängten Geschichte des Haus der Kunst auseinandersetzt. Gemeinsam mit Ulrich Wilmes hat sie die Ausstellung „Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955“ kuratiert. 

Benjamin H.D. Buchloh, Harvard University, Cambridge MA
10.06.12, 10:30 Uhr
Foto: T.J. Kirkpatrick, Harvard News Office

Benjamin H.D. Buchloh (geb. 1941 in Köln) ist Publizist, Ausstellungskurator und Professor für Kunstgeschichte an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Zuvor lehrte er u.a. an der Kunstakademie Düsseldorf, am Barnard College, New York, und war Direktor für kritische und kuratorische Studien im „Whitney Independent Study Program“ des Whitney Museum of American Art in New York. In seinen Schriften befasst sich Buchloh insbesondere mit den historischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts, die er in Bezug setzt zu den Neo-Avantgarden der Nachkriegszeit, sowie mit der Interaktion transatlantischer künstlerischer Praktiken. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt auf dem Einsatz neuer medialer Techniken und den damit einhergehenden Veränderungen in den Künsten. Buchloh war Herausgeber der Zeitschrift „Interfunktionen“ und veröffentlichte zahlreiche Monografien, u.a. zu Andy Warhol, Gerhard Richter und Dan Graham. 2007 erhielt er den erstmals für einen herausragenden Kunsthistoriker vergebenen „Goldenen Löwen“ der Biennale von Venedig.

Klaus Bußmann, Kunsthistoriker und Kurator, Paris
10.06.12, 17:15 Uhr
© muensterschezeitung.de

Klaus Bußmann (geb. 1941 in Aachen) ist Kunsthistoriker, Kurator, Begründer und Kurator der Ausstellung „Skulptur Projekte Münster“. In Ausstellungen und Publikationen befasst er sich mit den Möglichkeiten zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Soziologie und Geschichte in Münster, Berlin, Basel und Paris war er Referent am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Nach seiner Professur für Kunstgeschichte an der Fachhochschule Münster wurde er Direktor des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Zudem stand er dem  Kunstbeirat der Bundesregierung bis 2004 vor. Durch sein Wirken als Biennale-Kommissar 1991 und 1993 wurden Hilla Becher und Reinhard Mucha, sowie Nam June Paik und Hans Haacke, als Künstler für den Deutschen Pavillon eingeladen und erhielten beide Male die Auszeichnung des „Goldenen Löwen“. Er wurde u.a. mit dem Preis des deutschen Kritikerverbandes (1988), der Paulus-Plakette der Stadt Münster (1993) und des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2005) ausgezeichnet.

Chris Dercon, Tate Modern, London
10.06.12, 11:45 Uhr

Chris Dercon (geb. 1958 in Lier, Belgien) ist Kurator, Autor und Kunstkritiker für zeitgenössische Kunst. Bevor er 2011 die Leitung der Tate Modern in London übernahm, war er Direktor im Haus der Kunst. Dort setzte er Akzente mit der Erschließung des Historischen Archivs und dem Kritischen Rückbau, in dessen Rahmen Rem Koolhaas und Herzog & de Meuron eingeladen waren, Vorschläge zur Zukunft des Haus der Kunst zu diskutieren; Dercons Ausstellungsprogramm war interdisziplinär ausgerichtet und umfasste Architektur, Design, Mode, Fotografie und Film. Von 2003-2011 realisierte er Ausstellungen u.a. von Paul McCarthy, Andreas Gursky, Maison Martin Margiela, Ai Weiwei oder Carlo Mollino sowie Veranstaltungen mit Alexander Kluge, Christoph Schlingensief u.v.a. Vor seiner Zeit im Haus der Kunst war Dercon Direktor des Institute for Contemporary Art P.S.1, New York, des Witte de With, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Rotterdam, und des Museums Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. Er hat zahlreiche Publikationen und Beiträge für Zeitungen, Magazine und Ausstellungskataloge veröffentlicht.

Georges Didi-Huberman, L'École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris
09.06.12, 12 Uhr

Der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman (geb. 1953, Saint-Etienne) lehrt an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er hat zahlreiche Bücher zur Geschichte und Theorie der Bilder veröffentlicht. Sein Buch "L'images malgré tout" (2003) löste in Frankreich eine intellektuelle Debatte aus. In seinen kritischen Schriften zur Kunstgeschichte setzt sich Didi-Huberman mit kunsthistorischer Methodologie auseinander. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geschichte und Theorie der Bilder, Probleme der wissenschaftlichen Ikonografie im 19. Jahrhundert und deren Gebrauch in den Künsten des 20. Jahrhunderts, Anthropologie und Psychoanalyse. Er zählt mit zahlreichen Veröffentlichungen wie "Was wir sehen, blickt uns an. Zur Metapsychologie des Bildes" (1999) oder "Devant l'image" (1990) zu den profiliertesten Köpfen der heutigen Bildwissenschaft.

Michael Diers, Humboldt-Universität zu Berlin
09.06.12, 10:15 Uhr

Michael Diers (geb. 1950 Werl, Westfalen) ist Kunsthistoriker und Professor für Kunst- und Bildgeschichte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Kunst der Renaissance, der Moderne und Gegenwart, Kunst- und Medientheorie, politische Ikonografie und Wissenschaftsgeschichte. Er ist Mitherausgeber der Studienausgabe der Gesammelten Schriften Aby Warburgs, war langjähriger Herausgeber der Taschenbuchreihe „kunststück“ und der Reihe „Fundus-Bücher“ und hat zahlreiche Aufsatz- und Buchveröffentlichungen zu den genannten Themenfeldern verfasst, darunter „Warburg aus Briefen“ (1991), „Schlagbilder“ (1997), „Hans Haacke, ‘Der Bevölkerung’“ (2000, Mithrsg.), „Fotografie Film Video. Beiträge zu einer kritischen Theorie des Bildes“ (2006). Darüber hinaus arbeitet Michael Diers als freier Autor für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung.

Karen Fiss, California College of the Arts, San Francisco
10.06.12, 15:30 Uhr

Karen Fiss promovierte 1995 an der Yale University und ist Associate Professor für Bildwissenschaft, Architektur und Design am California College of the Arts in San Francisco. Sie forscht über die Geschichte des "Nation Branding" in der Entwicklung der visuellen Kultur - von der Entstehung des Nationalstaates bis zu seiner heutigen Rolle als Modell für die gesellschaftliche, künstlerische und gebaute Umwelt in Schwellenländern. Ihr Buch "Grand Illusion: The Third Reich, the Paris Exposition, and the Cultural Seduction of France" (2009) zeigt, wie der kulturelle Austausch zwischen Frankreich und Deutschland in den 1930er-Jahren den Boden für die spätere Kollaboration der Franzosen mit den deutschen Besatzern vorzubereiten half. Fiss war Mitherausgeberin einer Sonderausgabe der Zeitschrift "Design Issues" zum Thema Globalisierung, Postkolonialismus und Design (2009), veröffentlichte zahlreiche Essays in wissenschaftlichen Publikationen und ist Kuratorin für Film für die Ausstellung „Encounters with the 1930s“, die im Oktober 2012 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, eröffnet.

Monika Flacke, Deutsches Historisches Museum, Berlin
10.06.12, 11:45 Uhr

Monika Flacke ist Kunsthistorikerin, Historikerin und arbeitet als Sammlungsleiterin beim Deutschen Historischen Museum, Berlin. Ihre Fachgebiete sind Bildgeschichte, Ausstellungstheorie und Museologie, mit Spezialisierung auf Bild- und Textzusammenhänge und Realisierung der Ausstellung im Raum. Die von ihr kuratierten Ausstellungen beziehen sich zumeist auf geschichtliche und kulturhistorische Konzepte und visuelle Medien. Flacke hat in zahlreichen Aufsätzen und Monografien zu diesen Themen veröffentlicht, wie etwa „Mythen der Nationen. Der Islam“ (2007), „Künstler zwischen Klassenkampf, Widerstand und Anpassung. Von der Weimarer Republik zur DDR“ (CD-Rom, 2007) oder „Geschichtsausstellungen - Zur Konstruktion von Wirklichkeit“ (2007). In ihren Forschungsvorhaben befasst sie sich zudem u.a. mit der NS-Bildpolitik und der Geschichts- und Erinnerungskonstruktion in Krisenzeiten.

Walter Grasskamp, Akademie der Bildenden Künste München
10.06.12, 15:30 Uhr
© Akademie der Bildenden Künste, München

Prof. Dr. Walter Grasskamp (geb. 1950 in Kapellen) ist Kunsthistoriker, Kunstkritiker und Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste München. Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Literaturgeschichte und Soziologie in Köln, Konstanz und Aachen, arbeitete er zunächst als Kritiker für Rundfunk, Zeitungen und Fachzeitschriften. Er lehrte als Professor an der FH Münster und wechselte 1995 an die Akademie der Bildenden Künste München, wo er bis 2003 auch stellvertretender Rektor war. Er veröffentlichte u.a. zur Kunst im öffentlichen Raum („Der lange Marsch durch die Illusionen. Über Kunst und Politik“, 1995), zur Theorie der Moderne („Die unbewältigte Moderne. Kunst und Öffentlichkeit“, 1989) sowie zu Museumsgeschichte, Konsumtheorie und Popkultur.

Hans Haacke, Künstler, New York
10.06.12, 17:15 Uhr

Hans Haacke, geboren 1936 in Köln, lebt seit 1965 in New York. Von 1967 bis 2002 lehrte er an der Cooper Union, New York. Er nahm an der Documenta in Kassel teil sowie an den Biennalen von Venedig, Gwangju, Johannesburg, São Paulo, Sharja, Sydney, Tokio und der Whitney Biennale in New York. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in europäischen und amerikanischen Museen gezeigt. Hans Haacke publizierte u.a. mit Pierre Bourdieu „Libre Échange,“ Paris 1994 (deutsch: „Freier Austausch“ 1995) und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Goldenen Löwen für den deutschen Pavillon der Biennale von Venedig (1993, mit Nam June Paik).

Maria Hlavajova, Kuratorin, Amsterdam
09.06.12, 14:30 Uhr
Foto: Irma Bulkens

Maria Hlavajova, geboren 1971 in der Slowakei, lebt und arbeitet als Kuratorin in Amsterdam und Utrecht. Sie war Mitbegründerin der Ausstellungsplattform basis voor actuele kunst (BAK) in Utrecht, deren Künstlerische Leiterin sie bis heute ist. Sie war Initiatorin und künstlerische Leiterin des Projekts "Former West" und Mitbegründerin des "tranzit"-Netzwerks. In ihren Arbeiten bezieht Hlavajova stets einen kritischen Standpunkt, der zum einen den Zusammenhang zwischen Kunst und Wissen erkundet, und zum anderen aktuelle kulturelle und politische Fragen aufgreift. Hlavajova kuratierte und organisierte zahlreiche Ausstellungen und Projekte, darunter den Pavillon der Roma bei der 54. Biennale und den niederländischen Pavillon bei der 52. Biennale in Venedig (2011, 2007) sowie die Manifesta 3 in Ljubljana (2000). Regelmäßig ist sie als Herausgeberin und Autorin für zahlreiche kritische Sammelbände, Kataloge und Zeitschriften weltweit tätig.

Tom Holert, Kulturwissenschaftler und Kritiker, Berlin
09.06.12, 14:30 Uhr
Foto: Bernhard Kahrmann

Tom Holert (geb. 1962, Hamburg) ist Kulturwissenschaftler und Kritiker. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kunst als Wissensproduktion, Medientheorie, Visualität und Subjektivität, Bildpolitik und Migration. Holert war Redakteur von "Texte zur Kunst", Mitherausgeber von "Spex" und Mitgründer des Institute for Studies in Visual Culture, das die Entwicklungen der visuellen Kultur der Gegenwart dokumentiert. Neben Publikationen wie "Entsichert. Krieg als Massenkultur des 21. Jahrhunderts" (2002, mit Mark Terkessidis) oder "Regieren im Bildraum" (2008) hat Holert zahlreiche Beiträge in Zeitschriften, Sammelbänden und Katalogen veröffentlicht, unter anderem zu Harun Farocki und Omer Fast, die in der Ausstellung BILD-GEGEN-BILD vertreten sind.

Alfredo Jaar, Künstler, New York
09.06.12, 16:15 Uhr

Der Künstler, Architekt und Filmemacher Alfredo Jaar wurde in Santiago de Chile geboren; er lebt und arbeitet in New York. Seine Werke sind weltweit ausgestellt worden, u.a. bei den Biennalen in Venedig (1986, 2007, 2009) und São Paulo (1987, 1989, 2010) sowie bei der documenta in Kassel (1987, 2002). Wichtige Einzelausstellungen wurden im New Museum of Contemporary Art, New York, in der Whitechapel Gallery, London, im Museum of Contemporary Art, Chicago, im Museum of Contemporary Art, Rom, und im Moderna Museet, Stockholm, gezeigt. Bisher realisierte Jaar über sechzig öffentliche Interventionen auf der ganzen Welt. Zwei zentrale Arbeiten hat er vor kurzem fertiggestellt: „The Geometry of Conscience“, eine Gedenkstätte, die sich in unmittelbarer Nähe zum neu eröffneten Museo de la Memoria y los Derechos Humanos in Santiago de Chile befindet, und „Park of the Laments“, ein Gedächtnispark inmitten des Park nahe dem Indianapolis Museum of Art. Zurzeit entwickelt Jaar eine temporäre Gedenkstätte anlässlich des 75. Jahrestages des Luftangriffs auf Gernika/Guernica in Spanien 2012 sowie eine neue öffentliche Intervention in Guimaraes in Portugal, der Kulturhauptstadt Europas 2012. Eine große Retrospektive seiner Werke eröffnet 2012 in drei Berliner Institutionen, der Berlinischen Galerie, der Alten Nationalgalerie und der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst e.V. Bisher sind mehr als dreißig Monografien über Jaars Arbeit erschienen. Seit 1985 ist er Guggenheim Fellow, seit 2000 MacArthur Fellow, 2006 wurde er mit dem spanischen Premio Extremadura a la Creación ausgezeichnet.

Iris Lauterbach, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
10.06.12, 11:45 Uhr

Iris Lauterbach ist Kunsthistorikerin. Nach dem Studium in Mainz, Pavia und Paris und den Stationen Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz), Universität Freiburg i.Br. und Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut), Rom, ist sie seit 1991 Forschungsreferentin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München. Sie hat einen Lehrauftrag der Technischen Universität München. 2003 war sie Mitbegründerin des Internationalen Netzwerks für Kunstgeschichte. In ihren Veröffentlichungen widmet sich Lauterbach u.a. der Architektur des Nationalsozialismus und der Kulturpolitik der Nachkriegszeit (siehe "Bürokratie und Kult", 1995, und „Das Parteizentrum der NSDAP in München“, 2009, mit Ulrike Grammbitter). Sie war an dem Projekt GDK Research (www.gdk-research.de) beteiligt.

W.J.T. Mitchell, University of Chicago
09.06.12, 10:15 Uhr
Foto: Domenico Aronica

W.J.T. Mitchell (geb. 1942) ist Professor für Kunstgeschichte und Englisch an der University of Chicago und Herausgeber der interdisziplinären vierteljährlichen Zeitschrift „Critical Inquiry“, die sich der kritischen Theorie in der Kunst und den Geisteswissenschaften widmet. Mitchells Spezialgebiet gewinnt zunehmend an Bedeutung: Er befasst sich wissenschaftlich und theoretisch mit visueller Kultur und Ikonologie – insbesondere mit der Untersuchung von Bildern in den Medien. Bekannt ist Mitchell für seine Studien zum Verhältnis zwischen visueller und verbaler Repräsentation im Kontext sozialer und politischer Fragen, wie seine Veröffentlichungen „Picture Theory“ (1994), „What Do Pictures Want?“ (2005), „Critical Terms in Media Studies” (2010) und seine neuesten Bücher "Seeing Through Race" (2010) und „Cloning Terror: The War of Images, September 11 to Abu Ghraib” (2011) belegen.

Christian Philipp Müller, Künstler, Berlin
10.06.12, 11:45 Uhr

Christian Philipp Müller (geb. 1957 in Biel, Schweiz) ist Künstler und Rektor der Kunsthochschule Kassel. Er lebt und arbeitet in Berlin und Kassel. Er arbeitete u.a. für die Skulptur Projekte Münster und war Teilnehmer mehrerer Großausstellungen wie der Biennale in Venedig (1993), der documenta (1997), der Manifesta (2008) und wurde zur diesjährigen dOCUMENTA (13) eingeladen. Neben zahlreichen Einzelausstellungen wurde dem Künstler 2007 im Kunstmuseum Basel eine Retrospektive gewidmet. Christian Philipp Müller hat auf Einladung des Haus der Kunst die Dramaturgie der Ausstellung "Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955" entwickelt.

Trevor Paglen, New York
09.06.12, 14:30 Uhr
Foto: Dale Higgins

Der amerikanische Künstler Trevor Paglen (geb. 1974) lebt und arbeitet in New York. In seinen Werken verwischen die Grenzen zwischen Wissenschaft, zeitgenössischer Kunst und Journalismus, so dass ungewöhnliche Sichtweisen und Interpretationen der uns umgebenden Welt entstehen. Paglen hat mehrere Studiengänge absolviert und ist Affiliate Researcher für Geografie an der University of California, Berkeley. Seine Arbeiten wurden u.a. im Metropolitan Museum of Art, in der Tate Modern, im San Francisco Museum of Modern Art sowie bei den Biennalen in Taipei und Istanbul gezeigt. Er publizierte Werke und Essays u.a. in der „New York Times“, in „Wired“ und „Artforum“ und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. vom Smithsonian oder dem San Francisco Museum of Modern Art. 2008 bezeichnete die Zeitschrift „Utne Reader“ Paglen als einen von fünfzig herausragenden „Visionären“. 2011 nannte ihn „Art Review“ einen „Großen der Zukunft“.

Roy Samaha, Beirut
09.06.12, 14:30 Uhr

Der libanesische Videokünstler und Fotograf Roy Samaha wurde 1978 in Beirut geboren, wo er noch heute lebt und arbeitet. Er studierte Film an der Heilig-Geist-Universität Kaslik (USEK) und arbeitete bis 2008 als Reporter für diverse Nachrichten- und Fernsehsender. Seit 2001 wurden seine Videos bei zahlreichen Film- und Kunstfestivals gezeigt, u. a. beim Middle Eastern Experimental Film Festival: La Cinematheque in Paris (2004), beim Lebanese Film Festival (2007 und 2008), beim Arab Film Festival in Aberdeen (2011, „Breaking Point“) sowie bei der dritten Thessaloniki Biennale (2011, „Roaming Images“). Derzeit gibt er Seminare über alternative Videopraktiken an verschiedenen Universitäten in Beirut und ist mit einer aktuellen Arbeit in der Ausstellung BILD-GEGEN-BILD vertreten. Samaha verarbeitet darin seine Eindrücke von der ägyptischen Revolution in Form einer persönlichen Erzählung

Mark Wigley, Columbia University, New York
10.06.12, 11:45 Uhr

Der aus Neuseeland stammende Architekt, Architekturtheoretiker und -kritiker Mark Wigley ist Dean der Graduate School of Architecture, Planning and Preservation der Columbia University in New York. Nach seiner Promotion an der University of Auckland 1986 ging er in die USA, wo er bis 1999 an der Princeton University lehrte und später Direktor der dortigen Graduate School for Architecture wurde. Bekannt wurde er mit seinen Forschungen und Veröffentlichungen zur Dekonstruktion in der Architektur. Zusammen mit Rem Koolhaas und Ole Bouman gründete er die Zeitschrift "Volume" und publizierte zu Theorie und Praxis der Architektur, etwa "The Architecture of Deconstruction: Derrida's Haunt" (1993) oder "Constant's New Babylon: The Hyper-Architecture of Desire" (1998). Er war u.a. Gastkurator im Museum of Modern Art, New York, im Canadian Centre for Architecture in Montreal und im Witte de With Museum, Rotterdam. Wigley wurde unter anderem mit dem Triennial Award for Architectural Criticism (1990) und dem Graham Foundation Grant (1997) ausgezeichnet.

Ulrich Wilmes, Haus der Kunst, München
10.06.12, 17:15 Uhr
Foto: Marion Vogel

Ulrich Wilmes (geb. 1953 in Essen) studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Ruhruniversität Bochum und promovierte mit einer Dissertation über „Rosso Fiorentino und der Manierismus“. Nach Stationen am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und den Skulptur Projekten in Münster arbeitete er von 1988-91 als Kurator am Portikus, Frankfurt am Main. Von 1991 bis 2000 war er Sammlungsleiter für Gegenwartskunst an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München und ab 1995 stellvertretender Direktor. 2000 wechselte er als stellvertretender Direktor an das Museum Ludwig, Köln. Seit April 2008 ist Ulrich Wilmes Hauptkurator am Haus der Kunst München. 

Er verantwortete zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zur internationalen zeitgenössischen Kunst, u.a. Dan Graham, Jörg Immendorff, On Kawara, Ellsworth Kelly, Per Kirkeby, Matt Mullican, Gerhard Richter, Ulrich Rückriem, Ed Ruscha, Lawrence Weiner.



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