Dauer

31.7.26, 16:00 - 22:00

Ort

Gemeinschaftsgarten

Sprache

Deutsch

Eintritt

Frei

Info

zwischen den wegen beginnt mit der Recherche zu den Biografien der Kinder Schwarzer US-amerikanischer Soldaten und deutscher Frauen, die nach dem Sieg der Alliierten in Westdeutschland nach 1945 geboren wurden. Diese Geschichten widersprechen der Erzählung von einem gesellschaftlichen Neuanfang nach dem Ende des Nationalsozialismus. Durch drei Keramikbänke, auf denen Textfragmente von May Ayim und Ika Hügel-Marshall abgebildet sind, entsteht ein öffentlicher Ort, der dazu einlädt zu erinnern, zu verweilen und sich auszutauschen. Die Texte verweisen auf Leerstellen in der gängigen Geschichtsschreibung und so entsteht eine Schnittstelle und ein Berührungspunkt mit einem tabuisierten Teil deutscher Geschichte. Teil des Projekts ist eine Publikation mit Beiträgen der Historikerinnen Dr. Silke Hackenesch und Dr. Azziza B. Malanda und Texten von May Ayim und Ika Hügel-Marshall.

zwischen den wegen war erstmalig im Rahmen der Munich Public Art Annuale 2025 im Rosengarten zu sehen.

Um 18 Uhr findet im Gemeinschaftsgarten Ostwiese eine Einführung in die Installation zwischen den wegen mit dem may kollektiv und Dr. Silke Hackenesch statt.

Das may kollektiv wurde 2024 von Janis Strobl, Rebekka Feicht und Nils Peisker in München gegründet. Wie beeinflussen individuelle Erfahrungen, die Art wie wir uns in einem gegebenen Raum begegnen? Wie können wir uns unser spezifische Wissen gegenseitig zugänglich machen? Kann diese Form des empathischen Lernens die Grundlage für Organisation sein? Wie können wir gemeinschaftlich mit strukturellen Problemen in Institutionen des Kunstbetriebs umgehen?

Janis Strobl ist eine in München lebende Künstlerin. Ihre Praxis umfasst Skulptur, Installation und performative Ansätze und basiert auf einer materialorientierten Auseinandersetzung mit sozio-politischen Kontexten. Ausgehend von Recherchen zu kolonialen Kontinuitäten, verdrängten Geschichten und Machtstrukturen übersetzt sie historisches und wissenschaftliches Wissen in räumliche und haptische Formen.

Nils Peisker arbeitet als Bildhauer und studiert an der AdBK München. Recherche und künstlerische Forschung zu bildhauerischen Motiven, Designobjekten oder Gebäuden und deren Situierung im historischen und gesellschaftlichen Kontext bilden den Kern seiner Praxis. Geprägt von seiner handwerklichen Ausbildung verhandelt er in Skulptur und Text bildhauerische und handwerkliche Traditionen. Dabei stellen sich Fragen nach (Un-)Sichtbarkeit und Repräsentation von gesellschaftlichen Klassen.

Rebekka Maria Feicht (*1996) lebt und arbeitet in München. In ihrer künstlerischen Praxis beobachtet und interpretiert sie Begegnungen, ihr soziales Umfeld sowie widerständige Lebensformen. Sie sucht nach Wegen, die Veränderbarkeit gesellschaftlicher Strukturen erfahrbar zu machen. In ihren Installationen greift sie alltägliche Materialien auf, kombiniert Skulpturen mit Textfragmenten und erprobt fortlaufend kollektive Arbeitsweisen.

Die Veranstaltung findet im Gemeinschaftsgarten Ostwiese statt, der sich zwischen dem Haus der Kunst und der Eisbachwelle befindet.

mai kollektive. Foto: Alex Jeskulke.


Für mehr Informationen kannst du dich sehr gerne an Mako Sangmongkhon wenden: sangmongkhon@hausderkunst.de
Gefördert durch die Beisheim Stiftung.

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