Pressemitteilung
Am 20. und 21. März lädt das Haus der zu den „Für Kinder. Studientagen“ ein. Das zweitägige, kostenfreie Programm vereint lokale und globale Perspektiven und geht den zentralen Fragen der Ausstellung nach: Wie hat die zunehmende Konzentration auf partizipative Praktiken das Schaffen von Künstler*innen beeinflusst? In welchem Maße haben sie die Arbeit und das Selbstverständnis von Kunstinstitutionen weltweit geprägt? Und welche Rollen spielen Künstler*innen und Institutionen heute bei der Gestaltung neuer Orte und Gemeinschaften?
Die „Studientage“ erweitern den konzeptuellen Ansatz der Ausstellung, in der Bildung und Teilhabe selbst als Bestandteil und generationsübergreifender, kollektiver Prozess verstanden werden. Die Veranstaltung lädt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Akteur*innen zum offenen Austausch über Perspektiven, Erfahrungen und Arbeitsmethoden ein, die im Zusammenhang mit den sich wandelnden künstlerischen Praktiken stehen, die Kinder und Jugendliche einbeziehen. Die überwiegend in englischer Sprache gehaltene Veranstaltung umfasst Vorträge, Podiumsdiskussionen, Performances und Workshops und bietet Einblicke in die aktuelle akademische Forschung sowie in künstlerische und institutionelle Praktiken.
Der Fokus richtet sich zu Beginn auf die späten 1960er-Jahre und untersucht historische sowie aktuelle Beispiele für partizipative und kollaborative künstlerische Praktiken. Dabei kommen die Künstler*innen immer wieder selbst zu Wort: Tarek Atoui und Eva Koťátková geben Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen und rahmen das Programm mit performativen Aktivierungen ihrer Werke. Gerd Grüneisl, ehemaliges Mitglied der Münchner Aktionsgruppe KEKS, und Anna Faroqhi, Tochter von Harun Farocki, sprechen über ihre Erinnerungen und Erfahrungen aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die ihr Schaffen bis heute prägen: über die Zusammenarbeit mit Kindern und darüber, als Kind selbst mit Künstler*innen gearbeitet zu haben. Auch die Wissenschaftlerinnen Heike Roms und Gabriela Burkhalter untersuchen die generationenübergreifenden künstlerischen Praktiken dieser historischen Jahrzehnte. Das weitere Programm widmet sich zeitgenössischen Projekten und theoretischen Perspektiven, die das Thema der Ausstellung erweitern: Rangoato Hlasane und Rahima Gambo sprechen über Beispiele kuratorischer und künstlerischer Praxis des afrikanischen Kontinents. Kathryn Bond Stockton spricht über das queere Kind. Ana Maria Maia und Lars Bang Larsen werden diskutieren, wie partizipative Praktiken institutionelle Programme weltweit geprägt haben. Die „Studientage“ enden am Samstag mit einer Präsentation von Projekten und Programmen lokaler Protagonist*innen aus München – Asmir Šabić, Angela Stiegler und Miriam Worek, die „Dritte Orte“ in der Stadt etablieren.
Im Rahmen der „Studientage“ feiert das Haus der Kunst auch den Book Launch des umfangreichen Katalogs zur Ausstellung „Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968“ – in Anwesenheit der Herausgeber*innen und Autor*innen.
Mit „Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968“ (18.7.25 – 31.5.26) widmet sich das Haus der Kunst der wachsenden Aufmerksamkeit, die Kindern als Teilnehmer*innen und Mitgestalter*innen künstlerischer Praxis zuteilwird. In den letzten Jahren sind Kinder zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Rolle von Kunstinstitutionen gerückt. Dieser Wandel spiegelt sich im starken Interesse internationaler Kulturschaffender und kultureller Institutionen wider, die sich mit dem Haus der Kunst vernetzen und sich für den partizipativen Ansatz der Ausstellung interessieren. Auch die starke Resonanz des Publikums unterstreicht die Bedeutung der Ausstellung: Mehr als 115.000 Besucher*innen, ein vielfältiges, generationsübergreifendes Publikum, darunter zahlreiche Schulklassen sowie Gruppen- und Familienbesuche, belegen den großen Zuspruch. Aufgrund dessen wurde die Ausstellung bis zum 31. Mai 2026 verlängert und wird im Anschluss in der Pinacoteca do Estado de São Paulo, Brasilien zu sehen sein. Zuletzt wurde die Ausstellung für den „Art Magazin Kuratorenpreis 2025“ als beste Ausstellung nominiert.
Mit „Für Kinder“ setzt das Haus der Kunst seine Transformation zu einer offenen und global vernetzten Institution und einem Ort der Begegnung und des Austauschs fort.
Anwesende Gäste sind: Tarek Atoui, Gabriela Burkhalter, Anna Faroqhi, Gerd Grüneisl, Rangoato Hlasane, Eva Koťátková, Ana Maria Maia, Heike Roms, Asmir Šabić, Angela Stiegler, und Miriam Worek.
Die „Studientage“ werden von Lydia Korndoerfer mit Andrea Lissoni und Emma Enderby, in Zusammenarbeit mit Lars Bang Larsen, Kabelo Malatsie und Kefiloe Siwisa kuratiert.
Ausstellungszeitraum
20. & 21.3.26
Downloads
Pressemitteilung (DE)
Pressemitteilung (EN)
Programm (DE)
Programm (EN)
Credit
Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
Ernesto Neto
Uni Verso Bebé II Lab, 2007/2025
Ausstellungsansicht
Haus der Kunst München, 2025
Foto: David Levene
Credit
Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
Agus Nur Amal PMTOH
Goodness and Disaster, 2025
Ausstellungsansicht
Haus der Kunst München, 2025
Foto: David Levene
Credit
Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
KOO JEONG A
HAUS DER MAGNET, 2025
Ausstellungsansicht
Haus der Kunst München, 2025
Foto: Agostino Osio
Credit
Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
Yto Barrada
Lyautey Unit Blocks (Play), 2010
Ausstellungsansicht
Haus der Kunst München, 2025
Foto: Agostino Osio
Credit
Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
Ei Arakawa-Nash
Mega Please Draw Freely, 2025
Ausstellungsansicht
Haus der Kunst München, 2025
Foto: Agostino Osio