Triton ist ein medienübergreifendes Projekt von Invernomuto, das Skulptur, Klang und Narration kombiniert und sich durch Kooperationen, Performances und eine Hörplattform weiterentwickelt. Triton wurde als sensitives und tragbares Gerät konzipiert, das Daten aus einem lebenden Ökosystem in Klang und Licht umwandelt und so eine sich ständig weiterentwickelnde Komposition schafft.
Triton orientiert sich an einer echten Kolonie von Amphibien, Salamander, die in zwei alten Felsbecken in Pietra Perduca in Norditalien leben. Das Gerät beobachtet ihre Umgebung, verfolgt den Wasserstand, die Lichtverhältnisse und die Bewegungen der Tiere – und übersetzt diese Signale in Klang- und Lichtmuster. Triton fungiert sowohl als Instrument als auch als Organismus und ermöglicht eine neue Art und Weise, nicht-menschlichen Welten zu zuhören. Das Werk entwickelt sich kontinuierlich weiter und erzeugt eine Komposition, die sich mit dem Leben um sie herum verändert. In dieser Phase kann sich jede*r unter triton.invernomuto.info mit einem eigenen Handy- oder Computersound an dem Projekt beteiligen. Regemäßig sendet Triton im Gegenzug per SMS Audiodateien. Jede Datei ist einzigartig und vergänglich: Die Zuhörer*innen können sie in ihrem persönlichen Archiv speichern oder vernichten, sodass sie für immer verschwindet. Durch Zuhören, Auswählen und Reagieren entsteht eine persönliche Beziehung zu Triton, die das Online- und Offline-Ökosystem formt und die zukünftige Interaktionen vor der öffentlichen Veröffentlichung des Geräts im Jahr 2026 beeinflusst.
Als plattformübergreifendes und sich weiterentwickelndes Projekt umfasst Triton auch eine Reihe von Listening Sessions und Sound Environments, welche die Klangdimension und seine Erzählung erweitern.
Ein Projekt von Invernomuto
Programmierung und Hardwarekomponenten:
ATELIER-E, Constantin Engelmann, Lukas Esser
Musiksoftware-Programmierung und Sounddesign: Luca Mucci
Visuelle Identität, Strategie und Webentwicklung: To New Entities, Darius Ou, OKOK Services
Objekt-Shell: 6AM Künstlerassistent: Boris Cassanmagnago Beiträge von Flora Yin-Wong, Lamin Fofana, Kareem Lotfy, Hexorcismos, Florian Hecker
Kuratiert von Sarah Johanna Theurer
Im Auftrag des Haus der Kunst München und mit Unterstützung des Italian Council (2024), gefördert durch die Generaldirektion für zeitgenössische Kreativität des italienischen Kulturministeriums, mit Unterstützung von PAN und Partnern wie dem Singapore Art Museum, EPFL (Lausanne), MAO (Turin), Museion (Bozen) und La Becque (La Tour-de-Peilz).