Okkyung Lee. Künstler*innengespräch

Tune,


Informationen

Sprache
Tune auf Englisch
Laufzeit
Eintritt
frei

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Okkyong Lee hat als Cellistin, Komponistin und improvisierende Musikerin Pionierarbeit in ihrem Feld geleistet. Sie bewegt sich mühelos zwischen den einzelnen künstlerischen Disziplinen und Genres, arbeitet sowohl als Solokünsterlin als auch in Gemeinschaftsprojekten. Ihr Schaffen ist durch

Noise, improvisierte Musik, Jazz, westliche klassische Musik sowie die traditionelle und populäre Musik ihres Geburtslandes Korea beeinflusst. All diese Einflüsse tragen zur Einzigartigkeit ihres Werkes bei, das von einem unerschrockenen Drang zum Experimentieren angetrieben wird. Sie arbeitete zusammen mit Künstler*innen wie Laurie Anderson, David Behrman, Arca, Jim O’Rourke und John Zorn und wirkte an mehr als 30 Albumproduktionen mit. Erst kürzlich legte sie das eindringlich-schöne Soloalbum 나를 (Na-Reul) (2021) vor. 2020 folgte Teum (The Silvery Slit), ein erdiges Sound Environment reich an vielfältigen Texturen.

Lee ist für ihre improvisationsbasierte Arbeitsweise bekannt, bei der sie gewissermaßen „aus dem Bauch heraus” neuartige Klänge sucht. Ortsspezifische Kompositionen, die auf die umgebende Architektur und Objekte sowie das anwesende Publikum eingehen, sind Teil von Lees künstlerischer Praxis. Dadurch ergeben sich immersive Erfahrungen, welche die Hierarchien traditioneller Konzertsituationen kritisch hinterfragen.

Für „Tune” wird Lee am ersten Abend in der Westgalerie ein lyrisches, nahezu greifbares Klanggeflecht erzeugen, das auf jene Einflüsse zurückgeht, die sie bereits in 나를 (Na-Reul) erkundet hat. Am zweiten Abend wird Lee in einer ortsspezifischen Arbeit für das Auditorium des Haus der Kunst, die sie während ihres Aufenthaltes entwickelt hat, die Verbindungen zwischen Raum, Publikum und Performerin erforschen.

Die Teilnahme an dem Künstler*innengespräch ist kostenfrei möglich.