Architektur

Das Haus der Kunst hat eine wechselvolle, und ebenso bewegte wie belastete Geschichte. Als erster repräsentativer Monumentalbau des "Dritten Reiches" 1937 eröffnet, wurde das "Haus der Deutschen Kunst" zum Propagandainstrument des Nationalsozialismus, zu einem Modell für die Fortschreibung der Moderne unter totalitären Vorzeichen. Nach dem Krieg zog hier das Casino der amerikanischen Militärregierung ein, und seit Ende der 1940er-Jahre entwickelte sich das Haus der Kunst zum international renommierten Ausstellungsinstitut. 

Nach der Sanierung des Hauses Anfang der 1990er-Jahre nutzten und diskutierten die Direktoren Christoph Vitali (ab 1993) und Chris Dercon (ab 2003) die Architektur des Gebäudes auf unterschiedliche Weise. Seit Oktober 2011 ist nun Okwui Enwezor Direktor des Hauses. Seine Herangehensweise an das Gebäude beschreibt er so: "In der Architektur und Geschichte des Haus der Kunst gibt es ein Potenzial, das wir – wie einen bisher nicht geborgenen Schatz – heben können: Die Innenarchitektur hat eine einladende Offenheit, die wir sichtbar machen und beleben wollen." (Okwui Enwezor)

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