Haus der Kunst Symposium

Symposium 09.06 – 10.06.12

Das Symposium findet im Rahmen des Programms zum 75-jährigen Bestehen des Haus der Kunst statt und begleitet zwei große Ausstellungen, die am 09. Juni im Haus der Kunst eröffnen: "BILD-GEGEN-BILD" und "Geschichten im Konflikt". Der erste Tag des Symposiums widmet sich der Themenausstellung "BILD–GEGEN-BILD", in deren Mittelpunkt die kritische Untersuchung von Medienbildern aus kriegerischen Auseinandersetzungen steht. Der zweite Tag nimmt Bezug auf "Geschichten im Konflikt: Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955" – eine Ausstellung, die die Geschichte des Haus der Kunst im internationalen Kontext beleuchtet.

Symposium / Teil 1
Der Zweite Golfkrieg 1990-91 markiert eine Veränderung im visuellen Vokabular, mittels dessen Konflikte und Kriege dargestellt werden, und dient als historischer Bezugspunkt für den ersten Tag des Symposiums. Die Berichterstattung vor allem in den westlichen Medien kreierte das Bild eines "sauberen Krieges", eines "Krieges zwischen Maschinen"; die "Fadenkreuz-Ästhetik" verhieß Sicherheit und Distanz. Das änderte sich dramatisch mit den Bildern des Terroranschlags vom 11. September 2001, die weltweit live übertragen wurden und uns die eigene – globale – Verletzbarkeit vor Augen führten. In den letzten Jahren sind mit den Sozialen Medien neue Kommunikationskanäle entstanden, die einerseits schwer zu kontrollieren sind, andererseits als neue, alternative Nachrichtenquellen weltweit genutzt werden. 
Es wird daher zunehmend wichtiger, Medienbilder zu analysieren und ihre Komplexität und Wechselwirkungen zu begreifen. Welche politischen Absichten stehen hinter der Bildproduktion? Welche Themen und Ereignisse werden als Bilder dargestellt und welche nicht? Wie werden Bilder durch andere konterkariert, in welchem Verhältnis steht Bild zu Bild? Und wie können wir kritisch Stellung beziehen? 

Das Symposium / Teil 2 
richtet den Blick auf die internationale Dimension der Geschichte des Haus der Kunst in den Jahren von 1933/37 bis 1955. So standen sich 1937 bei der Pariser Weltausstellung die monumentalen Architekturen des sowjetischen Pavillons und des "Deutschen Hauses" (in dem das Modell des "Hauses der Deutschen Kunst" prominent ausgestellt war) gegenüber - während Picassos "Guernica" im spanischen Pavillon eine vergebliche Mahnung zum Frieden zeigte. 18 Jahre später, im Herbst 1955, wurde diese Ikone antifaschistischer und moderner Kunst im Rahmen der Picasso-Retrospektive im Haus der Kunst deutschlandweit zum ersten Mal ausgestellt. 
Im Fokus des Symposiums steht die Architektur im Kontext von Macht und Ideologie sowie die Ausstellungspolitik der Nachkriegszeit mit Blick auf die politische und gesellschaftliche Demokratisierung der Bundesrepublik Deutschland.

Tickets
1 Tag 30/10 €
2 Tage 50/20 €
inkl. Eintritt in die Ausstellungen und Teilnahme an der Eröffnung
Online buchen

Information & Anmeldung
events (at) hausderkunst.de 

Weitere Informationen

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Geschichten im Konflikt

Presseecho

Zur Ausstellung sind in Rundfunk, Presse und Onlinemedien zahlreiche Berichte erschienen. MEHR


Begleitheft "Geschichten im Konflikt"

Booklet

Der bebilderte Online-Parcours führt in sechs Stationen durch die Ausstellung „Geschichten im Konflikt“, die sich kritisch mit dem historischen Erbe des Haus der Kunst auseinandersetzt. MEHR


Kunst im "Dritten Reich": Hitlers Pinselführer

Essay

SPIEGEL-Artikel zu Adolf Ziegler, Maler und Präsident der Reichskunstkammer, dessen Akt „Die vier Elemente“ in der Ausstellung „Geschichten im Konflikt“ gezeigt wurde MEHR


Geschichten im Konflikt

Ausstellung 10.06.12 – 13.01.13

2012 jährte sich die Eröffnung des Haus der Kunst zum 75. Mal; gleichzeitig blickte das Haus auf sein 20-jähriges Bestehen als Stiftung Haus der Kunst GmbH zurück. MEHR


Beschlagnahme der "Entarteten Kunst" 1937/1938

Online-Datenbank zu allen 1937/38 aus deutschen Museen beschlagnahmten Werken "entarteter Kunst" - ein Projekt der FU Berlin MEHR


Sanierung des Haus der Kunst

Am 03. Juli 2012 wurde grünes Licht für die Sanierung des Haus der Kunst gegeben. MEHR

Bildergalerie

Bildergalerie


Thomson & Craighead

Film, Booklet

Double culpability / double subjectivity: Booklet zur Arbeit "A Short Film about War" von Thomson & Craighead MEHR


Filmreihe zur Ausstellung "ECM – Eine kulturelle Archäologie"

Film Screening

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Musik von ECM zu einer eindrucksvollen Ressource für zeitgenössische Filme etabliert. Manfred Eicher, Gründer von ECM, hat sich intensiv mit Film auseinandergesetzt und mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Theo Angelopoulos zusammengearbeitet. MEHR


Luc Tuymans

Ausstellung 02.03 – 12.05.08

Die Gemälde des belgischen Künstlers Luc Tuymans sind einzigartig in ihrer Ungreifbarkeit, ihrer Rätselhaftigkeit und Stille. Die Ausstellung vereint Gemälde des Künstlers aus den letzten 30 Jahren und zeigt darüber hinaus eine Wandzeichnung, die eigens für die Ausstellung entstanden ist. MEHR


Amar Kanwar

Ausstellung 08.10 – 09.11.08

In dem 19-teiligen Filmessay "The Torn First Pages" befasst sich der indische Künstler Amar Kanwar auf direkte, elliptische und metaphorische Weise mit dem Kampf um eine demokratische Gesellschaftsordnung, mit politischem Exil, Erinnerung und Entfremdung. MEHR


Apichatpong Weerasethakul

Ausstellung 20.02 – 17.05.09

Die Geschichten des mehrfach ausgezeichneten thailändischen Filmemachers Apichatpong Weerasethakul (*1970) beruhen auf Mythen und Erinnerungen. Sein Projekt "Primitive", das in der Mittelhalle im Haus der Kunst gezeigt wird, ist ein mehrteiliges Projekt, das von Reinkarnation und Transformation handelt. MEHR