Die nie gesehenen Meisterwerke der Barnes Collection — Von Cézanne bis Picasso

AUSSTELLUNG 23.06 – 22.10.95

Die Ausstellung zeigt die legendäre Sammlung moderner Kunst, die Alfred C. Barnes (1872 — 1951) zusammengetragen hat und in seinem Privatmuseum in Merion/Pennsylvania bewahrte: Gemälde von Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse — berühmte Schlüsselwerke der rund 2000 Werke umfassenden Sammlung. 
Über Auguste Renoir, fand Barnes einst den Einstieg in das Sammeln von Kunst. Zu seinen ersten Erwerbungen gehörten das frühe, auf dem Höhepunkt des Impressionismus gemalte Gruppenbild "Am Ausgang des Konservatoriums" (1877), das Bildnis "Die Familie des Künstlers" (1896) und das wunderbar duftig gemalte "Déjeuner" (1879). Renoirs erotisch pralles Spätwerk ist mit mehreren großen Akten vertreten. Dem Realismus in Edouard Manets Bild der "Kalfaterer" am Strand (1873) setzt Claude Monet mit dem "Atelierboot" (1876) die Poesie des Malens in freier Natur entgegen. 
Rund 70 Werke würdigen Paul Cézanne als "Vater der Moderne". Hier finden sich Hauptwerke wie der "Knabe mit roter Weste" (1880-90), die "Kartenspieler" (1890-92) und die "Badenden" (1900-05) mit ihren dunkel-melancholischen Farben und lang gezogenen Figuren. Eine Reihe großartiger Porträts, Stillleben und Landschaften rundet die Werkgruppe von Cézanne ab und macht sie – quasi als Ausstellung in der Ausstellung – zu einer der bedeutendsten Präsentationen, die seit langer Zeit in Deutschland zu sehen waren. Vincent van Gogh ist neben vier weiteren Gemälden mit "Joseph-Etienne Roulin" (1889) vertreten, einer besonders schönen Version der Porträtserie des Postmeisters von Arles. Henri de Toulouse-Lautrec fällt mit einem intimen Porträt seiner rothaarigen Geliebten "Rosa la Rouge" (1887) auf, während Paul Gauguin mit einem bretonischen Kinderbildnis (1890) und einem farbenfrohen Tahiti-Motiv (1892) beeindruckt. 
Eine stattliche Werkgruppe stammt vom Zöllner Rousseau, dem naiven Außenseiter der École de Paris — im Mittelpunkt die monumentale "Böse Überraschung II" (1901) mit ihrer witzig-exotischen Ikonografie. Bedeutend ist die Präsenz von Pablo Picassos Frühwerk in der Barnes Collection mit Hauptwerken aus der Blauen Periode (Der Asket, 1903) und der Rosa Periode (Akrobat und junger Harlekin, 1905). Der Übergang zum Kubismus zeigt sich in Picassos "Kopf einer Frau" (1907) und markiert zugleich mit Amedeo Modiglianis stilisierten Frauenbildnissen, bzw. dem spektakulären "Liegenden Rückenakt" (1917) den chronologischen Endpunkt der von Alfred Barnes geschaffenen Sammlung. 
Das Oeuvre von Henri Matisse bildet schließlich neben Renoir und Cézanne den dritten Schwerpunkt der Sammlung. Die imposante Reihe seiner Werke beginnt mit "Le bonheur de vivre" (1906), dem legendären Schlüsselwerk der Geschichte der Malerei unseres Jahrhunderts und endet in einer geschlossenen Gruppe von Werken aus der Reifezeit des Künstlers. Sie macht die Bedeutung nachvollziehbar, die Matisse's Fauvismus an der Entwicklung der Moderne hatte. 

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AUSSTELLUNG

Pierrot — Melancholie und Maske.

15.09 – 03.12.95

Die melancholische Komödiantenfigur des Pierrot fasziniert seit rund 400 Jahren die Künstler. Als facettenreiche Figur steht sie im Mittelpunkt dieser Ausstellung und belegt ihre bis heute anhaltende Aktualität. MEHR


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Kunst über Grenzen

07.03 – 30.05.99

Die Ausstellung charakterisiert die Sammlung des Schweizers Josef Müller, die zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt gehörte. MEHR


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Cardiff & Miller — Werke aus der Sammlung Goetz

13.04 – 08.07.12

Die Ausstellung zeigt acht Arbeiten des kanadischen Künstler-Duos Janet Cardiff und George Bures Miller, die durch die Kombination von Bild, Ton und nachgebildeten Räumen möglichst viele Sinne des Betrachters ansprechen, um das Geschehen so real wie möglich erscheinen zu lassen. 2012 nahmen Cardiff/Miller an der dOCUMENTA (13) in Kassel teil. MEHR


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Edvard Munch

Mit einer umfangreichen Retrospektive ehrten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie in Oslo den großen norwegischen Maler Edvard Munch (1863–1944). MEHR


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Internationale Plakate 1871–1971

09.10.71 – 02.01.72

Hundert Jahre nach dem Plakat Fred Walkers "Woman in White" (1871) und in einer Zeit, in der sich Andy Warhol im Rahmen der Pop Art die Darstellung von Konsumprodukten zu eigen machte, machte sich die Ausstellung daran, die Kunstgeschichte des Plakats nachzuzeichnen. MEHR


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Die Münchner Schule 1850–1914

28.07 – 07.10.79

Die von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen organisierte Ausstellung widmete sich einer umfassenden Darstellung der Münchner Malerei zwischen 1850 und 1914. MEHR


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Wege zur Abstraktion

12.08 – 09.10.88

Anstelle der wiederholten Präsentation berühmter Werke der Alten Kunst konzentrierte man sich in der Ausstellung auf "80 Meisterwerke" der Klassischen Moderne aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza, um an ihnen die "Wege zur Abstraktion" exemplarisch nachzuvollziehen. MEHR


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Elan Vital oder Das Auge des Eros.

20.05 – 14.08.94

Entsprechend der Vorstellung vom Leben als einheitlichem, aber verzweigten Strom verfolgt die Ausstellung das Phänomen der organischen Abstraktion bei Kandinsky, Klee, Arp, Miró und Calder zwischen 1920 und 1945. MEHR


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Brassai — Vom Surrealismus zum Informel.

21.01 – 26.03.95

Die Fotografien von Gyula Halász, der sich Brassai nannte, führen ins Paris der 1930er-Jahre, wo er zunächst als Journalist arbeitete und dann autodidaktisch zur künstlerischen Fotografie fand. MEHR


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Eine Reise ins Ungewisse

06.02 – 03.05.98

München ist der Ort, an dem die Fäden der Künstlerbiografien und die Linien der Werkentwicklung von Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico und Max Ernst zusammenlaufen. MEHR


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Paul Klee — In der Maske des Mythos

01.10.99 – 09.01.00

Die Ausstellung präsentiert das Gesamtwerk Paul Klees im Überblick und bietet eine neue Sicht auf Klees Methode, mythologische Wesen darzustellen und sich zugleich selbst dahinter zu verbergen – wie hinter einer Maske. MEHR


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Tanz in der Moderne — Von Matisse bis Schlemmer

07.02 – 27.04.97

Die Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts waren begeisterte Besucher von Varietés und exotischen Tanzdarbietungen und empfingen aus der Begegnung mit dem Tanz wichtige Impulse. MEHR


AUSSTELLUNG

Picasso 1900–1955

Die Ausstellung vollzog die künstlerische Entwicklung Pablo Picassos anhand von insgesamt 256 Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und Keramiken nach. MEHR


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Michail Wrubel

08.05 – 20.07.97

Michail Wrubel gilt als Schlüsselfigur des russischen Symbolismus, dessen Ringen mit sich und dem eigenen Werk ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließ. MEHR


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Kurt Schwitters

09.03 – 27.05.01

Die Ausstellung ist eine umfangreiche Retrospektive des Künstlers und Antikünstlers, des Revolutionärs und Traditionalisten, des Bürgerschrecks und Kleinbürgers Kurt Schwitters. MEHR


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Blast!

16.11.96 – 26.01.97

1914 bildete sich in England eine Gruppe von Künstlern und Schriftstellern, die mit modernen Thesen gegen das Establishment und die im viktorianischen Geist befangene Kunst aufbegehrten. MEHR


AUSSTELLUNG

Moderne Französische Malerei

Zwei Jahre nach dem Krieg bot die vom französischen Kultusministerium zusammengestellte Ausstellung im Haus der Kunst den Deutschen Gelegenheit, ihre von Hitler geschürten Ressentiments gegen den ehemaligen Feind aufzugeben. MEHR


Video

Video zur Ausstellung "So Much I Want to Say"

Einführung in die Ausstellung "So Much I Want to Say: Von Annemiek bis Mutter Courage — Sammlung Goetz im Haus der Kunst" von Kuratorin Patrizia Dander. MEHR


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Wunden der Erinnerung — Beate Passow und Andreas v. Weizsäcker.

06.05 – 28.05.95

Mit der Ausstellung wollte das Haus der Kunst anlässlich der 50. Wiederkehr des Tages der Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur das Augenmerk auf die schreckliche Alltäglichkeit des Krieges. MEHR


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Sigmar Polke — Remix. Kugelsichere Ferien

17.11.95 – 21.01.96

Parallel zum Heft Nr. 46 des Magazins der Süddeutschen Zeitung präsentierte das Haus der Kunst die Originalblätter aus dem "Bilderalbum", ergänzt durch aktuelle Arbeiten auf Papier. MEHR