Marguerite Duras: Kurzfilmprogramm

Filmscreening 05.06.13

Césarée
Les mains négatives [Die negativen Hände]
Aurélia Steiner – Vancouver
Aurélia Steiner – Melbourne

In "Césarée" umfährt die Kamera in steter Bewegung mehrere Statuen von Maillol im Jardin des Tuileries. Dazu spricht Duras einen Text über die Stadt Cesarea, von der nur noch der Name geblieben ist, und über die Königin der Juden, Bérénice. Die "Aurélia Steiner"-Filme sind Ausdruck von Duras' Beschäftigung mit dem Holocaust: Sie beschwört mit ihrer Stimme die (un)mögliche Existenz der Aurélia Steiner, dieser aus vielen Verschwundenen zusammengesetzten Figur, ihre Abwesenheit und ihren letzten Blick. Es sind Gedichte in Bewegung, eine zurückgenommene und doch immense Klage ohne Anfang und Ende, die das Begehren und die Liebe nicht vergisst. "Aurélia Steiner – Vancouver" beginnt mit dem Bild eines Risses in einem Stein. Der Film spielt am Meer: Der Horizont. Klippen und Bunker verschmelzen mit dem Geröll. Das Licht. "Ich liebe Sie, jenseits meiner Kräfte. Ich kenne Sie nicht." Im Schwarzweißfilm spricht Duras über die Farbe. Und im Farbfilm "Aurélia Steiner – Melbourne" folgt die Sprache dem Lauf der Seine durch die Stadt ins Totenreich. "Les mains négatives" ist eine Fahrt durch das frühmorgendliche Paris während der Ferienzeit: wenige Autos, wenige Passanten, und die Müllmänner – Immigranten. Duras' Stimme beschwört die prähistorischen Höhlen aus Magdalenien mit den "negativen", ummalten Händen und den Schrei der Liebe seit dreißigtausend Jahren.

Frankreich 1979
Buch und Regie: Marguerite Duras
Kamera: Pierre Lhomme
Musik: Amy Flammer
Insgesamt 112 min, Original mit englischen Untertiteln

Filmreihe zur Installation von Haegue Yang im Rahmen der Serie "Der Öffentlichkeit"
In Kooperation mit dem Filmmuseum München 
Mit freundlicher Unterstützung des Institut français

Der Öffentlichkeit, Installation von Haegue Yang, Haus der Kunst, 2012, Foto Jens Weber

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Filmscreening

Retrospektive der Filme Marguerite Duras'

26.04 – 26.06.13

Filmreihe zur Installation von Haegue Yang in der Mittelhalle im Haus der Kunst. MEHR


Presseecho

Der Öffentlichkeit: SZ-Artikel zur Kunst im öffentlichen Raum

Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung "Klipp-Klapp, Ritsch-Ratsch" von Evelyn Vogel beschäftigt sich mit der Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum und rückt die Arbeit von Haegue Yang für die Mittelhalle im Haus der Kunst in den Fokus. MEHR

Bildergalerie


Filmscreening

Filmreihe zur Ausstellung "ECM – Eine kulturelle Archäologie"

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Musik von ECM zu einer eindrucksvollen Ressource für zeitgenössische Filme etabliert. Manfred Eicher, Gründer von ECM, hat sich intensiv mit Film auseinandergesetzt und mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Theo Angelopoulos zusammengearbeitet. MEHR


Künstlerische Auftragsarbeit

Der Öffentlichkeit — Von den Freunden Haus der Kunst

Künstlerische Auftragsarbeit für die Mittelhalle im Haus der Kunst MEHR


Video

Video zum Ausstellungsprogramm

Video mit kurzen Beiträgen zu den laufenden Ausstellungen MEHR