ECM — Eine kulturelle Archäologie
Ausstellung 23.11.12 – 10.02.13
Das Label ECM (Edition of Contemporary Music) wurde 1969 von Manfred Eicher in München gegründet, um improvisierte und Avantgarde-Musik einzuspielen, zu produzieren und zu veröffentlichen. Als eines der ersten von Musikern geführten Plattenlabels in Europa achtete ECM auf Werktreue statt auf kommerzielle Trends und setzte mit seinen kristallklaren Aufnahmen neue Maßstäbe, was Detailtreue, Transparenz und Tiefe von Plattenproduktion angeht.
Zu den Künstlern zählen unter anderem Paul Bley, Keith Jarrett, Chick Corea und Jan Garbarek: Wegbereiter des neuen Jazz. In den 1970er-Jahren erweiterte Manfred Eicher das Programm der Plattenfirma um Aufnahmen von zeitgenössischer komponierter Musik und arbeitete früh mit Jahrhundertkünstlern wie Steve Reich und John Adams zusammen. Anlässlich der Veröffentlichung von Arvo Pärts "Tabula Rasa" wurde 1984 die Reihe ECM New Series ins Leben gerufen. Deren Repertoire reicht von der Musik von Perotin und Machaut bis zu der zeitgenössischer Komponisten wie György Kurtág, Heinz Holliger, Valentin Silvestrov, Tigran Mansurian, Heiner Goebbels und vieler anderer. Manfred Eicher hat zudem eng mit Filmemachern wie Godard oder Angelopolous zusammengearbeitet, und einige der dabei entstandenen Soundtracks sind bei ECM erschienen. Obwohl die frühe Arbeit des Labels in amerikanischen und europäischen Formen verwurzelt war, reicht das Spektrum über diese Traditionen hinaus und ist zutiefst transkulturell.
Bei ihrem Streifzug durch die Geschichte von ECM zeigt die Ausstellung visuelles Material, Archivalien und Tonaufnahmen und umfasst eine große Spannbreite von Formaten – Geräusch, Musik, Film, Editionen u.a. Weiterhin sind Fotografien zu sehen von Deborah Feingold, Roberto Masotti u.v.a. sowie Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Stan Douglas und Anri Sala, deren Erkundungen von Bild und Ton neue Einblicke gewähren und Parallelen zur Arbeit von ECM aufweisen. Die Otolith Group entwickelte im Auftrag des Haus der Kunst einen Videoessay über das Verhältnis von Film und Sound, der in der Ausstellung gezeigt wird und inspiriert ist von Archivmaterial zu den drei Alben von Codona, die zwischen 1978 und 1982 mit ECM aufgenommen wurden. Live Konzerte sowie exklusive Kooperationen mit Künstlern, Musikern und Filmemachern ergänzen die Ausstellung.
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ECM — Eine kulturelle Archäologie
Ausstellungskatalog
Mit einem Vorwort von Okwui Enwezor und Essays von Diedrich Diederichsen, Okwui Enwezor, Kodwo Eshun, Renée Green, Markus Müller, Wolfgang Sandner und Jürg Stenzl MEHR

ECM Hörbeispiele
Konzertreihe, Konzert
Die Ausstellung "ECM – Eine kulturelle Archäologie" wird über ihre gesamte Laufzeit von einer Konzertreihe begleitet. Hier finden Sie Hörbeispiele von Musikern und Ensembles, die live im Haus der Kunst zu sehen sein werden. MEHR

Konzertreihe zur Ausstellung "ECM — Eine kulturelle Archäologie"
Konzertreihe
Die erste große Ausstellung über das renommierte Münchner Plattenlabel ECM wird über ihre gesamte Laufzeit von einer Konzertreihe in namhafter Besetzung begleitet. MEHR

ECM — Eine kulturelle Archäologie: Roundtable-Gespräch
Diskussion
Im Vorfeld zur Ausstellung fand ein Roundtable-Gespräch statt, das sich u.a. der Geschichte des Musiklabels ECM widmet MEHR

ECM — Eine kulturelle Archäologie
Presseecho
Zur Ausstellung sind in Rundfunk, Presse und Onlinemedien zahlreiche Berichte erschienen. MEHR

ECM — Eine kulturelle Archäologie: Essay von Okwui Enwezor
Essay
Essay "Great Big Ears" von Okwui Enwezor, Dirkektor und Kurator der Ausstellung "ECM - Eine kulturelle Archäologie" MEHR

Filmreihe zur Ausstellung "ECM – Eine kulturelle Archäologie"
Film Screening
Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Musik von ECM zu einer eindrucksvollen Ressource für zeitgenössische Filme etabliert. Manfred Eicher, Gründer von ECM, hat sich intensiv mit Film auseinandergesetzt und mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Theo Angelopoulos zusammengearbeitet. MEHR
Neu-Klang: Kinder gestalten Instrumente
Presseecho
Der Bayerische Rundfunk begleitete Schulkinder bei einem Workshop zur Ausstellung "ECM - Eine kulturelle Archäologie". Die Kinder ließen sich von der Musik des Labels inspirieren und gestalteten selbst Instrumente." MEHR








