Ends of the Earth – Land Art bis 1974
Ausstellung 11.10.12 – 20.01.13
Als erste große Museumsausstellung über Land Art liefert "Ends of the Earth" den bisher umfassendsten Überblick über die Kunstbewegung, die die Erde als Material benutzte und das Land als Medium. Die Ausstellung zeigt rund 200 Arbeiten von über 100 Künstlern weltweit, die außerhalb der vertrauten Handlungsräume des Kunstsystems entstanden.
Anfang der 1960er-Jahre begannen Künstler an verschiedensten Orten der Welt, mit Erde als Material zu arbeiten und sich mit der Beschaffenheit der Erde als Planet auseinanderzusetzen. Yves Klein fragte sich etwa, wie die Erde vom Weltraum aussehe. Seine Vision, dass aus dieser Perspektive die vorherrschende Farbe Blau wäre, und dass mit Blau sämtliche vom Menschen geschaffenen Grenzen überwunden werden könnten, setzte er 1961 mit seiner Serie der "Planetary Reliefs" um.
Oft operierten die Künstler der Land Art direkt unter freiem Himmel. Dass die freie Natur andere Bedingungen für die Lebensdauer eines Werkes vorgab als geschlossene Räume, nutzten die Künstler produktiv. Manche Werke existierten nur für die kurze Zeit ihrer Ausführung, wie z.B. Judy Chicagos ephemere Arbeiten mit farbigen Flammen und Rauch. Für zehn Wochen verhüllten Christo und Jeanne-Claude die Küstenfelsen in Little Bay, Sydney, mit Kunststoff und Seilen: "Wrapped Coast – One Million Square Feet" hatte - wie andere Werke der Land Art auch - gewaltige Ausmaße. Ein weiteres berühmtes Werk von ähnlicher Ausdehnung ist "Spiral Jetty", eine spiralförmige Landzunge, die Robert Smithson am Great Salt Lake in Utah, USA, aus dort gefundenem Material baute.
Die Künstler der Land Art waren von abgelegenen Orten wie z.B. Wüsten fasziniert oder übertrugen die Beschaffenheit bestimmter Orte in den Ausstellungsraum: So brachten die japanischen Künstler der Gruppe "i" vier Lkw-Ladungen Schotter per Fließband in den Ausstellungsraum, und Alice Aycock füllte ein minimalistisches Raster mit feuchtem Lehm. Mit "Hog Pasture: Survival Piece #1" hält neben einer grünen Weidewiese auch ein lebendiges Hausschwein Einzug ins Museum, das von Zeit zu Zeit auf der Wiese grast.
Bei der Entstehung und Entwicklung der Land Art spielten Sprache, Film und Fotografie eine zentrale Rolle. Magazine und Fernsehsender gaben künstlerische Arbeiten in Auftrag, veröffentlichten sie als Erste und leisteten so einen wichtigen Beitrag zur Distribution der Werke.
Der Schweizer Jean Tinguely etwa wurde vom Fernsehsender NBC mit einer Arbeit beauftragt und schuf gemeinsam mit Niki de Saint-Phalle eine große kinetische Skulptur aus Abfall, die für choreografierte Explosionen verwendet wurde, inszeniert südwestlich von Las Vegas in der Nähe eines nuklearen Testgeländes.
Zahlreiche Künstler der Land Art beschäftigen sich mit den Wunden und Narben, die der Mensch dem Planeten Erde zufügt, sei es durch Kriegsmaschinerie (Robert Barry, Isamu Noguchi), Diktaturen (Artur Barrio), Atomtests (Heinz Mack, Jean Tinguely, Adrian Piper) oder Besiedelung (Yitzhak Danziger); sie forderten ein verstärktes Bewusstsein für die Bedingungen von Produktion, Präsentation und Verbreitung von Kunst und verliehen in ihren Werken den technologischen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen der Zeit Ausdruck.
Der zeitliche Rahmen von "Ends of the Earth" erstreckt sich von den 1960er-Jahren bis 1974, als sich im Kontext von Land Art Strömungen wie Konzeptkunst, Minimal Art, Happening, Performancekunst und Arte povera stärker herausbildeten und auseinander bewegten.
Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles (MOCA)
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Ends of the Earth – Land Art bis 1974
Ausstellungskatalog
Mit einem Vorwort von Okwui Enwezor und Jeffrey Deitch (The Museum of Contemporary Art, Los Angeles). MEHR

Ends of the Earth – SPIEGEL Interview
Presseecho
SPIEGEL Interview mit dem Kurator der Ausstellung Philipp Kaiser MEHR

Ends of the Earth and Back
Essay
Essay der Kuratoren Philipp Kaiser und Miwon Kwon: "Ends of the Earth and Back" MEHR
Hand-Arbeit
Ausstellung 02.12.00 – 18.03.01
Unter dem mehrdeutigen Titel "Hand-Arbeit“ rückt die Ausstellung den Anteil der Hand an Malerei und Bildhauerei in den Mittelpunkt der Kunstbetrachtung. Hier geht es um das Hand-Werk des Künstlers und seine Abgrenzung vom Kunsthandwerk, aber auch um die häufig als Basteln abgewertete Handarbeit sowie die kindlichen und weiblichen Rollenmuster im kreativen Prozess. MEHR
Beauty now
Ausstellung 10.02 – 01.05.00
Lange Zeit war das Schöne keine Kategorie der modernen Kunst – Mode, Werbung und Massenmedien hatten es für sich beansprucht. Seit einigen Jahren jedoch zeichnet sich die Rückkehr der Schönheit in die Kunst der Gegenwart ab. MEHR
Stories
Ausstellung 28.03 – 23.06.02
Der Mensch lernt durch Geschichten, definiert sich über Geschichten und denkt in Geschichten. So war das Erzählen in Bildern über Jahrhunderte hinweg eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst. MEHR
Michel François. La plante en nous / die pflanze in uns
Ausstellung 15.12.00 – 04.03.01
Der 1956 geborene belgische Künstler Michel François spielt mit dem von Carlos Castaneda entlehnten Ausstellungstitel "La plante en nous – Die Pflanze in uns" auf dessen Erfahrungen mit bewusstseinserweiternden Halluzinogenen an. MEHR
Jana Sterbak
Ausstellung 21.06 – 22.09.02
Die Objekte Jana Sterbaks bewegen sich im Grenzbereich von Installation, Performance, Video und Film. Das Haus der Kunst zeigt in Kooperation mit der Malmö Konsthall, Schweden, eine Retrospektive der Arbeiten Jana Sterbaks aus den Jahren 1974-2001. MEHR

Robert Adams
Ausstellung 29.06 – 25.09.05
Robert Adams, geboren 1937 in New Jersey, USA, gehört zu den stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seit nunmehr vier Jahrzehnten dokumentiert er die stete Veränderung des noch immer mythosbeladenen Amerikanischen Westens von einer Natur- zu einer Kulturlandschaft. MEHR

Christoph Schlingensief - 18 Bilder pro Sekunde
Booklet
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Matt Mullican
Ausstellung 10.06 – 11.09.11
Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit Matt Mullicans stehen der Sinn des Lebens und die Ordnung der Welt, die der Künstler in seinen raumgreifenden Installationen zu erfassen und sichtbar zu machen versucht. MEHR

Yayoi Kusama
Ausstellung 09.02 – 06.05.07
Die Arbeiten der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama sind Besessenheit pur. Ihr Markenzeichen: Netzstrukturen, Kugeln, Spiegel – und vor allem Punkte, die so genannten "Polka Dots", mit denen sie ihre Welt überzieht. Mit "Dots Obsession" hat sie eine neue Installation für die zentrale Mittelhalle im Haus der Kunst entwickelt. MEHR

Rupprecht Geiger
Ausstellung 25.01 – 08.05.08
Das Haus der Kunst ehrt den Münchner Künstler Rupprecht Geiger zu seinem 100. Geburtstag mit einer Installation in der zentralen Mittelhalle. Neben zwei großen Farbsegeln ist die berühmte "Rote Trombe" zu sehen: ein riesiges, zeltartiges Objekt, in dem die Besucher für ein paar Minuten "Rot tanken" können. MEHR
Shift II: Links of a Broken Chain
Ausstellung 29.05 – 20.06.99
Eine Installation von Christoph Brech MEHR

Nic Hess
Ausstellung 26.03 – 06.06.04
Die Ehrenhalle, ein Raum von über 500m², ist die zentrale Halle im Haus der Kunst und wurde erstmals mit nur einer einzigen Installation bespielt. Ein Raum von solchen Ausmaßen war für Nic Hess eine große Herausforderung. MEHR

Paul McCarthy
Ausstellung 12.06 – 28.08.05
1945 in Salt Lake City, USA, geboren, gilt Paul McCarthy als einer der international anerkanntesten und zugleich einflussreichsten Künstler der Gegenwart. "Lala Land Parodie Paradies" präsentiert zwei neue, raumgreifende Installationen, an denen der Künstler mehrere Jahre arbeitete und die jetzt erstmals öffentlich zu sehen sind. MEHR
Mike Kelley — Katholische Vorlieben.
Ausstellung 11.02 – 17.04.95
Mike Kelley hat mit seinen Installationen und Performances der amerikanischen Gegenwartskunst einen Stachel ins Fleisch getrieben. MEHR

Cardiff & Miller — Werke aus der Sammlung Goetz
Ausstellung 13.04 – 08.07.12
Die Ausstellung zeigt acht Arbeiten des kanadischen Künstler-Duos Janet Cardiff und George Bures Miller, die durch die Kombination von Bild, Ton und nachgebildeten Räumen möglichst viele Sinne des Betrachters ansprechen, um das Geschehen so real wie möglich erscheinen zu lassen. 2012 nahmen Cardiff/Miller an der dOCUMENTA (13) in Kassel teil. MEHR
Shift I: Der Traum vom Ich
Ausstellung 30.04 – 24.05.99
Eine Installation von Sabrina Hohmann MEHR

























