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maison martin margiela
'20' die ausstellung
20 mar 09 > 01 jun 09

„jeder ist beeinflusst von comme des garçons und martin margiela. jeder, der sich bewusst ist, was es bedeutet, in der heutigen welt zu leben, ist von ihm beeinflusst" marc jacobs, women's wear daily
das modelabel „maison martin margiela“ (mmm) wurde vor 20 jahren in paris gegründet – anlass für eine ungewöhnliche ausstellung: in verschiedene sektionen unterteilt, gibt die präsentation einblick in die stilmittel und entwürfe der mmm, die wie einst coco chanel und yves saint laurent die mode neu definiert hat. doch maison martin margiela macht nicht nur mode: ihre kreationen und défilés sind stets als kritische, zum teil radikale kommentare zur welt der mode zu lesen. sie sind eine rebellion gegen die zwänge einer branche, in der perfektion und image, narzissmus und fetischisierung eine zentrale rolle spielen. margielas antwort darauf, seine methode, sind für die modewelt ebenso ungewöhnlich wie kompromisslos: statt einen starkult um den modeschöpfer zu treiben, tritt mmm ausschließlich als team auf; margiela selbst gibt weder interviews, noch präsentiert er sich der öffentlichkeit. nicht der modeschöpfer steht damit im rampenlicht, sondern seine kreationen. auch bei défilés lenkt mmm die aufmerksamkeit ausschließlich auf das produkt: die models werden durch künstlich lange ponys, strumpfhosenmasken oder große sonnenbrillen gleichsam unsichtbar und führen die kreationen „inkognito“ vor. die präsentationen selbst finden nicht an glamourösen orten statt, sondern in zugwaggons, auf der rasenfläche eines fußballstadions oder in einer bar, in der gleichzeitig auch das sonstige publikum verkehrt. charakteristisch für die kreationen martin margielas ist das prinzip der dekonstruktion: mmm demaskiert die glatte perfektion der mode und bringt ihre geheimnisse ans licht. die spuren der planung und anfertigung, die tricks des schneiders werden offengelegt; schulterkissen und futter, säume und steppnähte bleiben nicht verborgen, sondern bilden die schauseite des kleidungsstücks. secondhand-materialien, die auf der werteskala der „haute couture“ ganz unten stehen, arrangiert mmm in aufwändiger handarbeit zu unverwechselbaren einzelstücken: eine damenweste aus porzellanscherben, t-shirts aus plastiktüten oder ein top aus gebrauchten weißen lederhandschuhen. die kreationen martin margielas tragen häufig spuren von vergänglichkeit und zerstörbarkeit und bewegen sich damit nicht selten zwischen müll und märchen.

ausstellung initiiert von
momu, modemuseum, provinz antwerpen
maison martin margiela

gefördert durch
die regierung von flandern

veranstaltung
impressum


 

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  Martin Margiela
Icône 1 recto
Photo: Marina Faust
 

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Martin Margiela
Autumn / Winter 2008-2009
Photo: Giovanni Giannoni

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Martin Margiela
4 points blanc
Photo: Julien Oppenheim

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Martin Margiela
Autumn / Winter 2000–2001
Photo: Jacques Habbah

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Martin Margiela
Icône 1
Photo: Marina Faust