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william eggleston. democratic camera
fotografie & video 1961–2008
20 feb 09 > 17 mai 09

„i had this notion of what i called a democratic way of looking around: that nothing was more important or less important." william eggleston
der amerikanische künstler william eggleston (*1939, memphis, usa) gilt als einer der stilbildenden fotografen des 20. jahrhunderts. die umfangreiche retrospektive folgt seiner künstlerischen entwicklung von den frühen schwarzweiß-bildern und dem bahnbrechenden übergang zur farbfotografie bis hin zur gegenwart. die frühen aufnahmen william egglestons entstanden in schwarz-weiß – raue, skizzenartige fotografien, die den eindruck erwecken, als lege der künstler den bildausschnitt nur grob fest und beziehe das unkalkulierbare und zufällige bewusst in seine bildfindung ein. alles, was sich vor der kamera abspielt, ist für ihn bildwürdig – sei es scheinbar noch so nebensächlich oder banal. seine motive findet eggleston im alltag: supermärkte, bars oder tankstellen, ein poliertes auto oder das gefüllte fach einer gefriertruhe – der fotograf richtet seine „democratic camera" auf alles; nichts ist ihm „mehr oder weniger wichtig". mitte der 1960er jahre begann eggleston, konsequent in farbe zu fotografieren und läutete damit – nahezu im alleingang – die ära der künstlerischen farbfotografie ein. berühmt wurde er 1976 mit einer einzelausstellung im museum of modern art, new york. zwar wirkte seine schnappschuss-ästhetik und der subjektive einsatz von farbe für das publikum so ungewohnt, dass die ausstellung als „the most hated show of the year" bezeichnet wurde. doch entwickelte sich eggleston in den darauffolgenden jahren zum pionier der farbfotografie und beeinflusste mit seinen bildern eine jüngere generation von fotografen; auch unter filmregisseuren genießt er heute international kultstatus. einige seiner aufnahmen wurden zu ikonen der zeitgenössischen fotografie: etwa „greenwood, mississippi" (1973), eine blutrote zimmerdecke mit glühbirne, das wie viele von egglestons bildern aus einer ungewöhnlichen perspektive fotografiert ist. durch seine nachträgliche bearbeitung und die damit verbundene intensivierung der farbe entfaltet das bild eine starke, suggestive wirkung, entzieht sich dabei aber einer eindeutigen interpretation – wie die meisten von egglestons aufnahmen, die viele assoziationen zulassen. in ergänzung zu den etwa 180 fotografien des künstlers zeigt die ausstellung „stranded in canton" – das videoporträt einer subkultur, das 1973–74 in fragmenten entstand und für die ausstellung von filmemacher robert gordon in eine narrative struktur gebracht wurde.

die ausstellung wurde organisiert von
whitney museum of american art, new york
in kooperation mit haus der kunst münchen


william eggleston – fotograf
ein film von reiner holzemer
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impressum



 

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5  
 

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  william eggleston
greenwood, mississippi (detail), 1973
whitney museum of american art, new york
gift of anne and joel ehrenkranz
 

2

william eggleston
untitled, 1965–68 and 1972–74, from Los Alamos, 2003
private collection

3

william eggleston
memphis, c. 1969–71, from william eggleston’s guide, 1976
collection of john cheim

4

william eggleston
memphis, c. 1969–70, from william eggleston’s guide, 1976
corcoran gallery of art, washington, d.c.
gift of mr. morris r. garfinkle

5

william eggleston
untitled, 1976, from election eve, 1976

alle bilder: © eggleston artistic trust. courtesy cheim & read, new york