|
ed ruscha 50 jahre malerei 12 feb 10 > 02 mai 10 der amerikanische künstler ed ruscha (*1937) arbeitet in einer vielzahl künstlerischer medien: er ist maler, filmemacher und fotograf, er ist buchkünstler und grafiker. im mittelpunkt seiner großen retrospektive im haus der kunst stehen die gemälde des künstlers von ende der 1950er jahre bis heute; sie präsentiert damit sein malerisches werk erstmals im überblick. charakteristisch für die malerei ed ruschas ist die kombination von unterschiedlichen medien im einzelnen werk: in seine gemälde integriert er beispielsweise grafische elemente, ganze wortlandschaften oder komponenten, die der ästhetik des films entlehnt sind. für die künstlerische entwicklung ed ruschas war neben der begegnung mit dem abstrakten expressionismus vor allem die amerikanische lebenswelt der 1950er und 1960er jahre prägend: die route 66, der mythos vom highway; los angeles und hollywood; die phänomene der massenkultur, deren banalität ed ruscha in seinen bildern jedoch nicht anklagt, sondern in ihren vielfältigen erscheinungsformen zeigt. schriftzüge von reklametafeln, vergessenes und weggeworfenes werden zu bestandteilen seiner bilder; wie realitätssplitter stürzen einzelne worte und steile diagonalen auf den betrachter zu. neben der internationalen anerkennung, die ed ruscha sehr früh zuteil wurde, wurde er für die kunstszene von los angeles, wo er bis heute lebt, zu einem vorbild. ed ruscha gilt als einer der wegweisenden künstler der letzten 50 jahre. in kooperation mit hayward gallery, london unterstützt von dr. karl wamsler foundation, münchen gesellschaft der freunde haus der kunst
weniger ist mehr bilder, objekte, konzepte aus sammlung und archiv von herman und nicole daled. 1966–1978 30 apr 10 > 25 jul 10 „je déteste le decor." (herman daled) die brüsseler sammler herman und nicole daled weigern sich, kunst als dekoration wahrzunehmen und zu instrumentalisieren. sie nähern sich der kunst in einer fundamental anderen weise: grundlage ihrer aktivitäten ist die persönliche beziehung und der diskurs mit den künstlern. ganz im sinne der konzeptkunst, die den intellektuellen gehalt eines werks über dessen materielle umsetzung stellt, verstehen sie sich nicht als sammler, sondern als kommunikatoren und produzenten: sie geben künstlern die möglichkeit, ihre arbeit auch jenseits der gängigen mechanismen des marktes zu verwirklichen. von ihrer intensiven auseinandersetzung mit der konzeptkunst, einer der wichtigsten strömungen der jüngeren kunstgeschichte, zeugen nicht nur die werke, sondern auch die akribisch archivierten dokumente, in denen die aktionen und ereignisse festgehalten sind. die wichtigste bezugsperson von herman und nicole daled war marcel broodthaers; er ist mit über 80 werken in der sammlung vertreten. darüber hinaus enthält sie werkgruppen von daniel buren, dan graham, on kawara, sol lewitt, niele toroni, lawrence weiner, cy twombly u.v.a. die ausstellung im haus der kunst konzentriert sich auf die jahre 1966 bis 1978 und zeichnet dabei ein lebendiges bild der progressiven, internationalen kunstszene dieser zeit.
michael schmidt grau als farbe. fotografien bis 2009 21 mai 10 > 22 aug 10 mit den arbeiten des berliner künstlers michael schmidt (*1945) zeigt das haus der kunst eine weitere stilbildende position der zeitgenössischen fotografie. michael schmidt fotografiert ausschließlich in schwarzweiß, was seiner ansicht nach die farbige welt neutralisiert und sie auf ein breites spektrum an grauwerten reduziert. so ist schmidt mehr noch als ein schwarzweißfotograf ein fotograf der grautöne: „grau ist meine farbe. es gibt ja tausend abstufungen von grau. schwarz und weiß sind bei mir immer das dunkelste grau und das hellste grau." den bildern von michael schmidt fehlt dabei jede oberflächliche attraktion; sie sind ohne ereignis und denkbar weit vom fotografischen konzept des „entscheidenden moments" entfernt. bis in die 1990er jahre fotografierte schmidt fast ausschließlich in seiner heimatstadt berlin. die mauer, die das leben in der geteilten stadt prägte, wird 1987 mit „waffenruhe“ thema seiner fotografischen arbeit. in „ein-heit“ (1991–1994) verquickt schmidt individuelle mit kollektiven erinnerungen, vermischt bilder aus ost- mit bildern aus westberlin. „ein-heit“ handelt auf einer allgemeingültigen ebene die zeichensprache politischer systeme ab und untersucht zugleich die scheinbar schicksalhaft vorgegebenen rollen von agierenden individuen. 1996 wird michael schmidt durch eine einzelausstellung im new yorker moma international bekannt. seit den 1990er jahren hat der künstler den radius seines künstlerischen schaffens stetig erweitert: auf reisen durch die deutsche provinz entstand die serie „irgendwo“, und seine neuesten arbeiten zeigen ebenso zurückhaltende wie poetische sichten auf das meer. unterstützt von

thomas mayfried ephemera grafik design etc. 21 mai 10 > 22 aug 10 2003 wurden neben der bildenden kunst auch architektur, design, mode, film und fotografie zu programmatischen schwerpunkten des haus der kunst. dem erweiterten programm folgte ein neues erscheinungsbild von thomas mayfried, das mit assoziationen zu kino, bühne und zirkus jonglierte und auch auf das gebäude selbst bezug nahm. das haus der kunst ist eines der ersten architektonischen propagandaprojekte des ns-regimes. die historische innenarchitektur sowie die originalbeschriftung in versalien sind zum großteil noch vorhanden. thomas mayfrieds entwurf führte nun das gegenteil ein: kleinschreibung und asymmetrie; um die idee von kino, bühne und zirkus zu illustrieren, wählte er eine punktschrift, die sich mit der neuen hausschrift, der wenig prätentiösen, weltweit verbreiteten helvetica, optimal kombinieren ließ. bis 2003 waren immer wieder abstraktionen der fassade als logo verwendet worden. da aber 2003 der offene umgang mit der geschichte des hauses teil des künstlerischen programms wurde, führte mayfried die wortmarke „hausderkunst" ein. die präsentation ermöglicht einen blick in das studio des designers und den prozess des entwerfens; sie zeigt einflüsse und favourites: arbeiten von william klein, alexander rodtschenko, dan graham, massimo vignelli u.a. gleichzeitig eröffnet sie die diskussion über kommunikationsdesign für kunstmuseen, indem stilbildende designs vorgestellt werden, wie z.b. arbeiten von wim crouwel für das stedelijk museum amsterdam, von mevis & van deursen für das museum boijmans van beuningen oder etwa von spin für die whitechapel gallery london.
gustav metzger strampelde bäumf außeninstallation auf der nordterrasse des haus der kunst sommer 2010
zukunft der tradition – tradition der zukunft 100 jahre nach der ausstellung „meisterwerke muhammedanischer kunst“ in münchen 17 sep 10 > 09 jan 11 1910 fand in münchen die mit über 3600 exponaten in 80 räumen bis heute größte ausstellung des arabo-islamischen kulturkreises statt. durch ihr puristisches konzept und ihren wissenschaftlichen katalog trugen die „meisterwerke muhammedanischer kunst“ zur rezeption der aus verschiedenen epochen und regionen stammenden werke im kunstkontext bei. genau einhundert jahre später erinnert nun die ausstellung im haus der kunst an diese epochale schau und vollzieht einen wichtigen blickwechsel: sie bezieht nicht nur die zeitgenössische kunst, design, fotografie, architektur und mode mit ein, sondern bietet den künstlern und institutionen aus der region die möglichkeit, mit ihren eigenen konzepten an der ausstellung teilzunehmen. im mittelpunkt steht die neuinstallation von etwa 30 der berühmtesten „islamischen" kunstobjekte aus der ausstellung von 1910; die umliegenden räume werden von den eingeladenen künstlern und institutionen bespielt. „zukunft der tradition – tradition der zukunft“ findet im rahmen der ausstellungs- und veranstaltungsreihe „changing views“ statt. ausstellung gefördert durch

schörghuber unternehmensgruppe unterstützt von goethe-institut ägypten
marlene dumas – „tronies" 29 okt 10 > 06 feb 11 der „mann mit dem goldhelm" oder das „mädchen mit dem perlenohrring" zählen zu den bekanntesten beispielen von „tronies" – einer bildform, der sich niederländische maler wie rembrandt, vermeer, rubens und van dyck gerne gewidmet haben. solche „charakterköpfe" wurden nicht selten mit „porträts" individueller persönlichkeiten verwechselt. doch ihre funktionen sind gänzlich andere: „tronies" zeichnen sich durch einen starken ausdrucksgehalt und eine besonders virtuose handhabung der künstlerischen mittel aus. sie loten das spektrum menschlicher physiognomie und gefühlsäußerung aus und spiegeln charakterologische vorstellungen, die der frühgeschichte der psychologie angehören. um die artikulation von affekten geht es auf einer reflektierten ebene auch bei marlene dumas (*1953). die arbeiten der südafrikanischen künstlerin, die seit 1976 in amsterdam lebt, entstehen – anders als bei den „tronies" – nicht nach der natur, sondern auf der basis fotografischer reproduktionen aus büchern und printmedien. nach ihren großen retrospektiven in japan, südafrika und nordamerika präsentiert das haus der kunst ausgewählte gemälde und zeichnungen, darunter auch neue und nie gezeigte, im dialog mit glanzlichtern der niederländischen malerei.
zu gast
münchener künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868 malerei, grafik & skulptur 08 mai 10 > 06 jun 10
freie münchner und deutsche künstlerschaft kunstsalon herbst 2010 zeitgenössische malerei, grafik & skulptur 18 jun 10 > 18 jul 10
große kunstausstellung 2010 11 aug 10 > 03 okt 10 die „große kunstausstellung" wird von der „ausstellungsleitung große kunstausstellung im haus der kunst" ausgerichtet, die von der „neuen münchner künstlergenossenschaft", der „neuen gruppe" und der „münchener secession" getragen wird. die „große kunstausstellung 2010" präsentiert werke aus allen künstlerischen medien. information ausstellungsleitung große kunstausstellung im haus der kunst münchen e.v. tel +49 89 222 655 www.grossekunstausstellungmuenchen.de
impressum
|
|