Marlene Dumas: Edition "Frau und Hund", 2010

Edition 2010

Die Ausstellung zeigte neben Marlene Dumas' Gemälden und Zeichnungen "Tronies", eine Bildform, der sich niederländische Maler wie Rembrandt oder Rubens gerne gewidmet haben – die bekannteste Tronie mag aber Jan Vermeers "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" sein. Anders als Porträts, die zwar auch nach dem lebenden Modell entstehen, fokussieren Tronies nicht auf die Darstellung einer bestimmten Person, sondern loten das Spektrum menschlicher Physiognomie und Gefühlsäußerung aus: Vor neutralem Hintergrund ist eine Halbfigur zu sehen, deren Gesicht ebenso realistisch wie ausdrucksstark dargestellt ist. Um die sichtbare Äußerung von Affekten geht es auch in den Gemälden und Zeichnungen der südafrikanisch-niederländischen Künstlerin Marlene Dumas' (geb. 1953). Ihr Duktus ist von Bild zu Bild verschieden: Mal arbeitet sie mit dem Pinsel, mal spritzt sie Farbe gegen die Leinwand, lässt wässrige Tusche über Papier laufen, schmiert, wischt oder setzt freie Flächen in Kontrast zu dick aufgetragener Farbe. Dumas' Themen sind die menschlichen "basic drives": Geburt, Liebe, Sex, Leiden, Tod.

"Nach der Niederlage bei Stalingrad soll er [Hitler] gesagt haben, es seien ihm nur zwei Freunde geblieben, Eva Braun und sein Schäferhund Blondi." (Ernst Piper, Die unentdeckte Rolle der Eva Braun, in: Der Tagesspiegel, 22.02.2010)

Marlene Dumas
"Frau und Hund", 2010

Zwei Motive auf Papier, Piezografie
72 x 51 cm
Auflage: 40 (+ 10 AP)
Signiert, datiert und nummeriert, nicht gerahmt
3.000 € (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)

Edition bestellen 

Marlene Dumas: Edition "Frau und Hund", 2010

Stretch your view


Stretch your View


Edition

Ellsworth Kelly: "Black Curves", 2011

MEHR


Edition

Luc Tuymans: Edition "Wenn der Frühling kommt", 2007

MEHR


Edition

Lawrence Weiner, Rows of Cabbage, 2007

Die Edition bildet den Text von Weiners Sprachskulptur an der Fassade des Haus der Kunst vor der Silhouette des Gebäudes als Siebdruck auf Eisen ab. MEHR


Edition

Sarah Sze — Point for Point, 2017

MEHR


Edition

Gilbert & George: "Fingers of Fate" / "Hearts of Plane", 2007

MEHR


Edition

Mel Bochner: Edition "Blah, Blah, Blah + Background Noise", 2013

MEHR


Edition

Thomas Ruff: Edition "ma.r.s.15", 2011/12

MEHR


Edition

Robin Rhode, Walk Off, 2007

Beim Baseball verlässt das Team unmittelbar nach dem "walk off home run" das Spielfeld. Für Robin Rhode ist der "walk off" das letzte Bild einer Serie oder der letzte Strich einer Zeichnung, die den Ton der gesamten Arbeit angibt. MEHR

Edition


Edition

James Casebere — Blue House, 2016

James Caseberes farbige Arbeiten der letzten Jahre, zu der auch die eigens für die Ausstellung entstandene Edition "Blue House" gehört, spüren den Wirkungen jüngster gesellschaftlicher Ereignisse in den USA nach. MEHR


Edition

Matt Mullican: Edition "Untitled (Chart)", 2011

MEHR


Edition

Thomas Schütte: Edition "Fucking Flowers", 2009

MEHR


Edition

Gideon Mendel: "A bus stop on the corner of Cavenshish and Rockey Street 1986", 2013

MEHR


Edition

Lorna Simpson: The Read Heads

MEHR


Edition

Georg Baselitz — Willem raucht nicht mehr

MEHR


Werkserie

Sarah Sze — Point for Point, 2017

MEHR


Edition

Kendell Geers: Edition "FF.V.II.", 2013

MEHR


Edition

Anish Kapoor: Svayambh, 2007

Mit der Edition bezieht sich der Künstler auf die für die Ausstellung geschaffenen, gleichnamige Skulptur sowie den damit vebundenen Schaffensprozess. Der Titel "Svayambh", der sich von Sanskrit "Svayambhu(v)" herleitet, bedeutet soviel wie "selbst erzeugt" oder "aus sich selbst geboren". MEHR


Edition

Thomas Struth

MEHR


Ausstellungskatalog

Made in Munich. Editionen von 1968 bis 2008

Mit einem Essay von Julienne Lorz und einem Interview von Chris Dercon mit Laszlo Glozer; Werkliste und Kurzbiografien aller Editoren; Installationsaufnahmen von Wilfried Petzi und Objekt-Fotografien von Jann Averwerser. MEHR