Berlin — Hauptstadt der Republik

AUSSTELLUNG 24.04 – 12.07.98

Kurz nach dem Bau der Mauer im Jahr 1961 verlegte der 22-jährige Fotograf Bernard Larsson, der in Hamburg und Stockholm aufgewachsen war, seinen Wohnsitz von Paris nach Ostberlin. Dort lebte er bis 1968 und arbeitete, ausgestattet mit schwedischem Pass, als "Mauerspringer" für westliche Fernsehsender und Magazine, u. a. für den "Stern". Zugleich dokumentierte er in jenen entscheidenden Jahren von 1961 bis 1968 die Auswirkungen der deutschen Teilung sowohl auf westlicher wie auf östlicher Seite.
Das besondere Interesse Bernard Larssons gilt naturgemäß der Mauer, vor der sich zu beiden Seiten verzweifelte Menschen einfinden, um einander, auf Leitern stehend, ein letztes Mal zuzuwinken ("Sonntag an der Mauer"). Neben Porträts von Adenauer und Ulbricht, von Wolf Biermann und Anna Seghers, schildert er die Konfrontation zwischen amerikanischen und sowjetischen Panzern am "Checkpoint Charlie". Unter dem Titel "Getrennte Welten" stellt er der westlichen Wirtschaftswunderwelt zwischen Mercedes, Modenschau und Kudamm die kalte Pracht der östlichen Plattenbauten gegenüber. Wo die Studentenrevolte im Westen und die Auflehnung gegen Autorität, Aufrüstung und Notstandsgesetze im Tod Benno Ohnesorgs kulminiert, erinnert Larsson auf der anderen Seite an die an der Mauer erschossenen Flüchtlinge.
Larssons Aufnahmen fangen das Lebensgefühl in der geteilten Stadt in einem Zeitraum ein, als sich der Zustand der Republik im Ost-West-Konflikt auf der Insel Berlin wie in einem Brennspiegel zeigte. Der Fotograf erkannte die historisch einzigartige Situation als Schauplatz der Geschichte und nutzte sie als Künstler, Weltbürger und kritisch-intellektueller Zeitzeuge.
Seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen halten das Gleichgewicht zwischen der Dokumentation der Wirklichkeit und der Zeitlosigkeit klassischer Kunstfotografie, zwischen persönlich-emotionaler Betroffenheit und objektivierend abstrakter Darstellung. 

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AUSSTELLUNG

Meisterwerke des Kaiser-Friedrich-Museums Berlin

Auch für die Bestände des Kaiser-Friedrich-Museums in Berlin (heute Bode-Museum) wurden im Krieg zu ihrem Schutz aufwendige Sicherheitsmaßnahmen getroffen. MEHR


Essay

Die Bedingungen der Spektralität und des Sehens in den Fotografien von Thomas Ruff

Aufsatz von Okwui Enwezor MEHR


AUSSTELLUNG

Andreas Gursky

17.02 – 13.05.07

Die Bilder des international renommierten Fotografen Andreas Gursky sind keine Darstellungen der Wirklichkeit; sie sind künstlerisch begründete Ideale – von der Zeit losgelöste Momente. MEHR


Video, Gespräch

Thomas Ruff im Interview mit Thomas Weski

16.02.12

Das Werk Thomas Ruffs ist hinsichtlich seiner Vielschichtigkeit und Komplexität in der Geschichte der künstlerischen Fotografie einzigartig. Kurator Thomas Weski befragte den Künstler MEHR


AUSSTELLUNG

Albert Renger-Patzsch — Retrospektive

01.02 – 13.04.98

Neben August Sander und Karl Blossfeld zählt Albert Renger-Patzsch (1897-1966) zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie in Deutschland. MEHR


AUSSTELLUNG

Bernd und Hilla Becher

16.06 – 19.09.04

Die Ausstellung in München wurde im Vergleich zum ersten Tourneeort Düsseldorf um ein Viertel erweitert und ist mit über 80 Typologien, der Dokumentation der Zeche Zollern 2 und mit über 50 Aufnahmen von Industrielandschaften die bislang größte Ausstellung des Künstlerpaars zu diesem Thema. MEHR


AUSSTELLUNG

Parrworld

07.05 – 17.08.08

Seit mehr als 30 Jahren dokumentiert der britische Fotograf Martin Parr gesellschaftliches Leben und Alltagskultur vorwiegend in seiner Heimat Großbritannien, darüber hinaus globale Phänomene wie Massentourismus, Konsumverhalten oder Freizeitgestaltung. MEHR


AUSSTELLUNG

William Eggleston

20.02 – 17.05.09

Die umfangreiche Retrospektive des amerikanischen Künstlers folgt seiner künstlerischen Entwicklung von den frühen Schwarz-Weiß-Bildern und dem bahnbrechenden Übergang zur Farbfotografie bis hin zur Gegenwart. MEHR


AUSSTELLUNG

Michael Schmidt

21.05 – 22.08.10

Mit den Arbeiten des Berliner Künstlers Michael Schmidt zeigt das Haus der Kunst eine weitere stilbildende Position der zeitgenössischen Fotografie. "Grau als Farbe" ist die bislang umfangreichste Einzelausstellung des Künstlers. MEHR


Essay

Withholding Images [Über das Zurückhalten von Bildern]

Withholding Images [Über das Zurückhalten von Bildern] MEHR


AUSSTELLUNG

Brassai — Vom Surrealismus zum Informel.

21.01 – 26.03.95

Die Fotografien von Gyula Halász, der sich Brassai nannte, führen ins Paris der 1930er-Jahre, wo er zunächst als Journalist arbeitete und dann autodidaktisch zur künstlerischen Fotografie fand. MEHR


AUSSTELLUNG

Germaine Krull

22.01 – 12.03.00

Germaine Krull profilierte sich als große Fotografin vor dem Hintergrund einer kosmopolitischen Biografie. Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in Italien, Frankreich und der Schweiz, begann sie 1915 ihre Fotografie-Ausbildung in München. MEHR


AUSSTELLUNG

Herlinde Koelbl

16.03 – 14.05.00

Wie verändern sich Menschen, die Minister, Bundeskanzler oder Leiter eines großen Unternehmens werden, unter dem Druck der Verantwortung und der öffentlichen Aufmerksamkeit? MEHR


AUSSTELLUNG

Sammlung Herzog

06.04 – 12.06.05

"Wichtiger als ein berühmter Autorenname ist der Bildinhalt." (Ruth Herzog) Das Haus der Kunst zeigte ausgewählte Werke der Sammlung Ruth und Peter Herzog aus Basel. MEHR


AUSSTELLUNG

Robert Adams

29.06 – 25.09.05

Robert Adams gehört zu den stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seit nunmehr vier Jahrzehnten dokumentiert er die stete Veränderung des noch immer mythosbeladenen Amerikanischen Westens von einer Natur- zu einer Kulturlandschaft. MEHR


AUSSTELLUNG

Lee Friedlander

16.11.05 – 12.02.06

Lee Friedlander gilt als einer der stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts und als Erfinder eines neuen Sehens in der Fotografie. Seine umfangreichen Bildserien der 1960er-Jahre setzen sich mit der "social landscape" Amerikas auseinander. MEHR


AUSSTELLUNG

Click Doubleclick

08.02 – 23.04.06

Die Ausstellung stellt aktuelle Werke von Künstlerinnen und Künstlern vor, bei denen es sich weniger um direkte Darstellungen der Wirklichkeit handelt, als vielmehr um eine künstlerisch begründete, subjektive Vorstellung von Welt. MEHR


AUSSTELLUNG

Umbo

24.05 – 28.07.96

Otto Umbehr, genannt Umbo, gilt neben Laszlo Moholy-Nagy als einer der großen Fotografen des Weimarer Bauhauses. MEHR


AUSSTELLUNG

Richard Prince

15.11.96 – 06.01.97

Richard Prince erzielte erste Erfolge mit "refotografierten" Bildern aus den Medien, die, wie etwa die "Cowboys", Motive der Konsumwelt aufgreifen und zu Mythen stilisieren. MEHR


AUSSTELLUNG

Thomas Ruff

17.02 – 20.05.12

Die Ausstellung im Haus der Kunst ist die erste umfassende Präsentation der Werke Thomas Ruffs seit über zehn Jahren und vollzieht in chronologischer Reihenfolge seine künstlerische Entwicklung nach. MEHR