Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik.

AUSSTELLUNG 25.04 – 20.07.97

Carl Philipp Fohr (1795-1818 ) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der deutschen Romantik. Er ertrank mit nur 22 Jahren beim Baden im Tiber und gilt heute als Inbegriff des "frühvollendeten" Künstlers. Die Ausstellung zeigt seine schönsten Aquarelle und Federzeichnungen sowie drei der sieben bekannten Gemälde von seiner Hand. Mit seinen Spannungen und Gegensätzen erscheint Fohrs kurzes, tragisches Leben geradezu als Sinnbild für den stürmischen Aufbruch und die geistige Spannbreite jener Generation deutscher Romantiker.
In seiner Heimatstadt Heidelberg prägten ihn neben einer malerischen Ausbildung bei Friedrich Rottmann insbesondere der Umgang mit den politisch aktiven Freunden an der Universität und deren antinapoleonische, radikaldemokratische Ideen. Im Kontrast dazu standen die höfische Atmosphäre und die fürstlichen Auftragsbedingungen, die der Künstler ab 1811 in Darmstadt bei der hessischen Erbprinzessin Wilhelmine vorfand, die ihm ein stattliches Jahresgehalt zur Verfügung stellte. Dies ermöglichte ihm den Besuch der Münchner Akademie, wo ihn die Landschaftsmalerei von Joseph Anton Koch begeisterte und zur intensiven Beschäftigung mit dieser Gattung anregte. Nach dem Abbruch des Studiums gelangte Fohr zu Fuß nach Rom, wo er das Atelier mit Koch teilte und sich vorübergehend dem Kreis der Nazarener um Peter Cornelius und Friedrich Overbeck anschloss, bevor er seinen eigenen künstlerischen Stil fand.
In den Werken Carl Philipp Fohrs haben die verschiedenen Lebensstationen ihren Niederschlag gefunden. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Zeichnungen und Aquarelle mit Ansichten der Burgen im Odenwald und am Neckar, darunter die "Burg Ehrenberg am Neckar" (um 1815/16) und "Das Heidelberger Schloss von Osten mit der weißen Kuh" (um 1813). Neben Landschafts-Impressionen des Schwarzwaldes um Baden-Baden, wohin Fohr seine Darmstädter Gönnerin 1814 begleitete, finden sich auch frühe Genredarstellungen, "altdeutsche" und zeitgenössische Historiendarstellungen sowie die in München entstandenen Illustrationen. Er stellt sich selbst idealisierend als "Fohr im Kreise von Studenten" (1816) dar und widmet zahlreiche Zeichnungen der Italienreise und seinem Hund Grünsei. Die römischen Motive, die in den letzten beiden Lebensjahren entstanden, runden das Werk des "Frühvollendeten" ab. 

Carl Philipp Fohr, Das Heidelberger Schloß von Osten mit der Kuh, um 1813, Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Carl Philipp Fohr, Das Heidelberger Schloß von Osten mit der Kuh, um 1813, Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Carl Philipp Fohr, Burg Ehrenberg am Neckar, um 1815/16, Privatbesitz
Carl Philipp Fohr, Burg Ehrenberg am Neckar, um 1815/16, Privatbesitz
Carl Philipp Fohr, Doctor Meyer's Wohnung in Baden, Erinnerungen an den Sommer 1814, 1814/15, Privatsammlung, Foto Engelbert Seehuber, München
Carl Philipp Fohr, Doctor Meyer's Wohnung in Baden, Erinnerungen an den Sommer 1814, 1814/15, Privatsammlung, Foto Engelbert Seehuber, München
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Carl Philipp Fohr. Ein frühvollendeter Meister der Romantik, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi

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