Per Kirkeby — Vorahnung Nordpol.

AUSSTELLUNG 16.11.94 – 15.01.95

Unter den Gegenwartskünstlern beeindruckt der 1938 in Kopenhagen geborene Per Kirkeby durch seine Vielseitigkeit. Nachdem er erkannt hatte, er "sehe die Welt als Maler", widmete sich der studierte Geologe der Malerei, der Zeichnung, der Grafik und der Skulptur und trat als Bildhauer, Filmemacher und Schriftsteller in Erscheinung. Die Ausstellung im Haus der Kunst unter dem Titel "Vorahnung Nordpol" entstand in Kooperation mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung, das in seiner alljährlichen Novemberausgabe "Nummer 46" den eigens dafür geschaffenen Zyklus nach Art eines mit Pastellkreide gezeichneten Bildromans präsentierte.
Das Haus der Kunst nahm dieses Projekt zum Anlass, einen selten gezeigten Komplex aus dem zeichnerischen Oeuvre des dänischen Künstlers auszustellen. Dieser besteht aus 15 Kohlezeichnungen auf Papier im Format von ca. 2,30 m Höhe, die der Künstler zwischen 1977 und 1994 schuf, ergänzt durch Masonitarbeiten, kleine Plastiken und Radierungen. Mit Bezug auf den Titel "Vorahnung Nordpol" geben die großformatigen Bilder die Eindrücke seiner Expeditionen nach Grönland, Mittelamerika, aber auch in die Südsee wieder und wecken mit Darstellungen von Palmen, Farnen, Tieren und Felsen Assoziationen an botanische Zeichnungen. Im Laufe der Jahre ist eine Abstraktion der Landschaftsmotive zu beobachten, der Charakter des Ausschnitthaften, Offenen, Flüchtigen wird verstärkt. Der prozessuale Vorgang der künstlerischen Arbeit verläuft analog zum Naturprozess und begleitet das metaphorische Nachdenken über die Lebensreise des Menschen. Die künstlerische Arbeit kann jedoch immer nur eine Annäherung an das Ziel sein, denn, so Kirkeby, "am Ende hat man immer nur Nebel in der Hand".

Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi
Per Kirkeby – Vorahnung Nordpol, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1995, Foto Wilfried Petzi

Stretch your view


Stretch your view


AUSSTELLUNG

Scharf im Schauen — Aktuelle Kunst in München

10.09 – 30.10.94

Unter dem Titel "Scharf im Schauen" – einem Zitat aus Lion Feuchtwangers Roman "Erfolg" – widmete sich das Haus der Kunst der "aktuellen Kunst in München". MEHR


AUSSTELLUNG

Tivadar Kosztka Csontváry 1853–1919

18.11.94 – 29.01.95

Tivadar Kosztka Csontváry (1853–1919) gilt als einer der bedeutendsten Künstler Ungarns und als einer der eigenwilligsten Maler seiner Zeit. MEHR


AUSSTELLUNG

Widerstand — Denkbilder für die Zukunft

11.12.93 – 20.02.94

In Zeiten zunehmender nationalistischer Tendenzen sahen sich die Staatsgalerie Moderner Kunst und das Haus der Kunst zur Stellungnahme herausgefordert. MEHR


AUSSTELLUNG

Elan Vital oder Das Auge des Eros.

20.05 – 14.08.94

Entsprechend der Vorstellung vom Leben als einheitlichem, aber verzweigten Strom verfolgt die Ausstellung das Phänomen der organischen Abstraktion bei Kandinsky, Klee, Arp, Miró und Calder zwischen 1920 und 1945. MEHR


AUSSTELLUNG

Roy Lichtenstein — Die Retrospektive.

14.10.94 – 08.01.95

Roy Lichtenstein gilt neben Andy Warhol als Begründer der Pop Art, die von Robert Rauschenberg und Jasper Johns vorbereitet worden war. MEHR


AUSSTELLUNG

Jenny Holzer. Da wo Frauen sterben bin ich hellwach.

16.11 – 12.12.93

Die Ausstellung zeigt Blätter zu dem Zyklus der amerikanischen Konzeptkünstlerin, den sie unter dem Titel "Da wo Frauen sterben, bin ich hellwach" für die Ausgabe "No. 46" des SZ-Magazins schuf. MEHR


AUSSTELLUNG

Sigmar Polke — Remix. Kugelsichere Ferien

17.11.95 – 21.01.96

Parallel zum Heft Nr. 46 des Magazins der Süddeutschen Zeitung präsentierte das Haus der Kunst die Originalblätter aus dem "Bilderalbum", ergänzt durch aktuelle Arbeiten auf Papier. MEHR


AUSSTELLUNG

Richard Prince

15.11.96 – 06.01.97

Richard Prince erzielte erste Erfolge mit "refotografierten" Bildern aus den Medien, die, wie etwa die "Cowboys", Motive der Konsumwelt aufgreifen und zu Mythen stilisieren. MEHR