Meisterwerke des Kaiser-Friedrich-Museums Berlin

AUSSTELLUNG 13.06.1948 — 15.08.1948

Auch für die Bestände des Kaiser-Friedrich-Museums in Berlin (heute Bode-Museum) wurden im Krieg zu ihrem Schutz aufwendige Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Wie Herbert S. Leonard als Leiter der Monuments, Fine Arts and Archives Section, in seinem englischen Geleitwort zur Ausstellungsbroschüre schildert, verbrachten die amerikanischen Truppen die Kunstschätze aus dem Zwischenlager in der Salzmine von Merkers in Thüringen über den Collecting Point in Wiesbaden in die National Gallery in Washington D. C. Aufgrund der Erklärung des Präsidenten der Vereinigten Staaten vom 26.09.1945 wurde nunmehr die Rückführung der insgesamt 202 Bilder nach Deutschland veranlasst. Der erste Teil, rund 40 Objekte von "höchster Qualität und Bedeutung", wurde in der von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verantworteten Ausstellung im Haus der Kunst erstmals nach acht Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eberhard Hanfstaengl wertete dies in seinem Vorwort als bedeutungsvolles Anzeichen für die Anwendung der Grundregeln des Völkerrechts und als Anerkennung "der ideellen und materiellen Integrität der Kunstwerke, die geistiges Eigentum der ganzen Welt sind".
Die Reihe der Werke von kunsthistorischem Weltrang aus der Renaissance wird eröffnet mit Künstlern aus Italien: Sie reicht von Giotto ("Tod Mariae", um 1315–20), Massaccio ("Vier Heilige für einen Altar der Kirche del Carmine in Pisa", 1426) und Fra Filippo Lippi ("Maria, das Kind verehrend", um 1435) über Sandro Botticelli ("Maria mit dem Kind und singenden Engeln", um 1476) bis zu Raffaels ikonischem, um 1500 geschaffenen Frühwerk "Maria mit dem Kind und dem kleinen Johannes", der berühmten Madonna Diotalevi. Deutschland ist vertreten durch Albrecht Altdorfer, Hans Holbein und Albrecht Dürer ("Madonna mit dem Zeisig", 1506). Unter den Niederländern stehen die Werke von Jan van Eyck ("Maria mit dem Kinde", um 1420/25), Hiernonimus Bosch, Rogier van der Weyden ("Enthauptung Johannes d. Täufers", um 1455) und Pieter Brueghel d. Ä. den Gemälden von Rembrandt ("Bildnis Saskia", 1634) und Peter Paul Rubens ("Bildnis Frau Isabella Brant", um 1620) gegenüber.

In der Ausstellung vertretene Künstler:
Albrecht Altdorfer, Fra Angelico, Antonello da Messina, Hans Baldung, Hieronimus Bosch, Sandro Botticelli, Pieter Brueghel d. Ä., Robert Campin, Petrus Christus, Domenico Veneziano, Albrecht Dürer, Adam Elsheimer, Jan van Eyck, Giotto, Jan Gossart, Hans Holbein, Lucas Leyden, Fra Filippo Lippi, Pietro Lorenzetti, Andrea Mantegna, Simon Marmion, Masaccio, Meister der Darmstädter Passion, Aelbert van Ouwater, Giacomo Palma, gen. Palma Vecchio, Piero di Cosimo, Pollaiuolo, Raffaello Santi, Rembrandt, Peter Paul Rubens, Luca Signorelli, Andrea del Verrocchio, Roger van der Weyden

Die kleine Broschüre im DIN A5-Format (Bruckmann Verlag) umfasst 16 Seiten. Sie wird von Herbert S. Leonard, dem Chef der Monuments, Fine Arts and Archives Section mit einem englischen Vorwort und von Eberhard Hanfstaengl mit einem deutschen Vorwort eingeleitet. Die alphabetische Liste der Künstler und ihrer Werke umfasst 39 Objekte. Sie ist durch 8 s/w -Abbildungen illustriert.

Rembrandt van Rijn, Bildnis von Saskia, 1634, Detail, Kaiser-Friedrich-Museum Berlin

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