Internationale Jugendbuchausstellung

AUSSTELLUNG Juni 1946 —  August 1946

Auf Initiative der amerikanischen Militärregierung im Haus der Kunst fand hier kurz nach Kriegsende als erstes großes kulturelles Ereignis die Internationale Jugendbuchausstellung statt. Die Organisation übertrug man der Journalistin Jella Lepman, die soeben aus der Emigration zurückgekehrt war und wenige Jahre später die Internationale Jugendbibliothek in München gründen sollte. In der Förderung der Kinder- und Jugendliteratur sah sie ein wichtiges Instrument für den Wiederaufbau Deutschlands, verbunden mit der Überzeugung, dass dieser nur mit dem Blick auf die künftigen Generationen gelingen könne und dass Bücher das beste Mittel seien, die Kinder zu Weltoffenheit, Toleranz und Friedensliebe zu erziehen. Das Haus der Kunst war für sie nicht trotz, sondern wegen seiner belasteten Vergangenheit der ideale Ort, um über 4000 Jugendbücher aus 14 Ländern zu zeigen. Dekorativ ergänzt durch zahlreiche Kinderzeichnungen präsentierten Verleger, Autoren und Maler ihre Werke und trugen dazu bei, die Kinder- und Jugendbuchliteratur aufzuwerten und ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Vielzahl erwachsener und kindlicher Ausstellungsbesucher bestätigte die Zielsetzung im künftigen Umgang mit dem historischen Gebäude, "sich von der düsteren Vergangenheit durch Zuversicht, Weltoffenheit und neue demokratische Leitwerte zu befreien" (Sabine Brantl, Haus der Kunst, München, 2007).

Junge Besucherin in der Ausstellung "Das Jugendbuch", 1946, Internationale Jugendbibliothek

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