Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum ̶ Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo

AUSSTELLUNG 13.05 – 30.07.00

"Geheimster Wohnsitz" ist der Titel eines um 1810 entstandenen Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe, es handelt von einem imaginären Bauwerk in Italien, das der geistigen Erziehung dienen soll. Der Ausstellungstitel spielt auf Goethes Idee an, in der Provinz Weimar eine solche Bildungsstätte zu errichten und sie den Menschen anhand einer Sammlung italienischer Kunst zugänglich zu machen. Für den Dichter nämlich verbanden sich in der italienischen Kunst die antiken Ideale mit den großen Themen des Christentums und damit jene vorbildhafte Welt, die er in seinen Schriften zur Kunst wie auch in seinem dichterischen Werk vielfach als Inbegriff bürgerlicher Bildung beschwor.
1797 erhielt Goethe die Gelegenheit, seine Idee in die Realität umzusetzen. Ihm wurde die Oberaufsicht über die Weimarer Bibliothek anvertraut, in der sich auch die herzoglichen Kunstschätze befanden. Goethes Absicht war es, diese Sammlung um die italienische Malerei der Renaissance zu erweitern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aus finanziellen Gründen verlegte er sich auf das "Disegno", originale Handzeichnungen der herausragenden italienischen Künstler. Über drei Jahrzehnte hinweg trug Goethe ein beachtliches Konvolut von Handzeichnungen zusammen und begleitete die Weimarer Sammlungen als ihr wichtigster Anreger und Vermittler. Auch nach Goethes Tod im Jahre 1832 wurde gezielt weitergesammelt, so dass die Kunstsammlungen zu Weimar heute einen erstklassigen Ruf genießen. 
Die Ausstellung vereint eine Auswahl von rund 130 kostbaren italienischen Altmeisterzeichnungen, die zu den wertvollsten Stücken ihrer Art in Europa gehören, darunter Blätter von Leonardo da Vinci, Raffael, den Carracci, Primaticcio, Pietro da Cortona, Guido Reni, Canaletto und der Tiepolo-Familie. Ergänzt wird die Ausstellung durch seltene Antikenwerke aus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, etwa den Katalog der Antiken aus der Sammlung William Hamilton von 1767. Als Kopien gelangten auch einige Exemplare der berühmtesten antiken Skulpturen in die Ausstellung, wie zum Beispiel die Ildefonso-Gruppe, die um 1800 so beliebt war, dass auch Goethe selbst eine Fassung in seinem Haus aufstellte.

In Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen zu Weimar.

Bartolomeo Pinelli, Nächtliche Bestattung an der Cestiuspyramide, 1831, Kunstsammlung Weimar
Bartolomeo Pinelli, Nächtliche Bestattung an der Cestiuspyramide, 1831, Kunstsammlung Weimar
Antonio Zucchi, Architekturcapriccio mit antiken Triumphbogen und Figurenstaffage, Kunstsammlung Weimar
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Girolamo, Francesco Maria Mazzola, gen. Il Parmigianino, Anbetung der Hirten, Kunstsammlung Weimar
Girolamo, Francesco Maria Mazzola, gen. Il Parmigianino, Anbetung der Hirten, Kunstsammlung Weimar
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi
Geheimster Wohnsitz: Goethes italienisches Museum – Meisterzeichnungen von Leonardo da Vinci bis Tiepolo, Installationsansicht, Haus der Kunst, 2000, Foto Wilfried Petzi

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