Umbo — Vom Bauhaus zum Bildjournalismus

AUSSTELLUNG 24.05 – 28.07.96

Otto Umbehr, genannt Umbo (1902-1980), gilt neben Laszlo Moholy-Nagy als einer der großen Fotografen des Weimarer Bauhauses. Bei Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und Johannes Itten schulte er von 1921 bis 1923 seinen Blick für grafische Komposition, serielle Strukturen und Hell-Dunkel-Effekte. Seit 1926 fand er zur Fotografie und profilierte sich mit Porträtaufnahmen der Berliner Bohème und mit alltäglichen Straßenszenen aus der Sicht des Flaneurs als Begründer einer neuen fotografischen Ästhetik, die den Stil der Neuen Sachlichkeit, wie ihn etwa August Sander und Albert Renger-Patzsch vertraten, hinter sich ließ. Umbos poetische Schwarzweiß-Fotografien und Fotocollagen setzten dagegen mit exzentrischen Aufnahmewinkeln, harten Licht-Schatten-Kontrasten und expressiven Nahaufnahmen neue Maßstäbe, die auch den Einfluss des Films erkennen ließen. Leider fiel ein Großteil von Umbos fotografischem Werk 1943 der Zerstörung seines Berliner Ateliers durch einen Bombenangriff zum Opfer, und es bedurfte langwieriger Recherchen, um anhand von Originalaufnahmen den Beitrag dieses Fotografen zu einem neuen Bildjournalismus wieder sichtbar zu machen.

Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Umbo – Vom Bauhaus zum Bildjournalismus, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi

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AUSSTELLUNG

Albert Renger-Patzsch — Retrospektive

01.02 – 13.04.98

Neben August Sander und Karl Blossfeld zählt Albert Renger-Patzsch (1897-1966) zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie in Deutschland. MEHR


AUSSTELLUNG

Brassai — Vom Surrealismus zum Informel.

21.01 – 26.03.95

Die Fotografien von Gyula Halász, der sich Brassai nannte, führen ins Paris der 1930er-Jahre, wo er zunächst als Journalist arbeitete und dann autodidaktisch zur künstlerischen Fotografie fand. MEHR


AUSSTELLUNG

Germaine Krull

22.01 – 12.03.00

Germaine Krull profilierte sich als große Fotografin vor dem Hintergrund einer kosmopolitischen Biografie. Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in Italien, Frankreich und der Schweiz, begann sie 1915 ihre Fotografie-Ausbildung in München. MEHR


AUSSTELLUNG

Richard Prince

15.11.96 – 06.01.97

Richard Prince erzielte erste Erfolge mit "refotografierten" Bildern aus den Medien, die, wie etwa die "Cowboys", Motive der Konsumwelt aufgreifen und zu Mythen stilisieren. MEHR


AUSSTELLUNG

Die Maler am Bauhaus

Die Ausstellung mit 276 Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen und Grafiken richtete das Augenmerk auf jene Maler, die zwischen 1919 und 1933 als Meister am Bauhaus lehrten. MEHR


Essay

Die Bedingungen der Spektralität und des Sehens in den Fotografien von Thomas Ruff

Aufsatz von Okwui Enwezor MEHR


AUSSTELLUNG

Andreas Gursky

17.02 – 13.05.07

Die Bilder des international renommierten Fotografen Andreas Gursky sind keine Darstellungen der Wirklichkeit; sie sind künstlerisch begründete Ideale – von der Zeit losgelöste Momente. MEHR


Video, Gespräch

Thomas Ruff im Interview mit Thomas Weski

16.02.12

Das Werk Thomas Ruffs ist hinsichtlich seiner Vielschichtigkeit und Komplexität in der Geschichte der künstlerischen Fotografie einzigartig. Kurator Thomas Weski befragte den Künstler MEHR


AUSSTELLUNG

Bernd und Hilla Becher

16.06 – 19.09.04

Die Ausstellung in München wurde im Vergleich zum ersten Tourneeort Düsseldorf um ein Viertel erweitert und ist mit über 80 Typologien, der Dokumentation der Zeche Zollern 2 und mit über 50 Aufnahmen von Industrielandschaften die bislang größte Ausstellung des Künstlerpaars zu diesem Thema. MEHR


AUSSTELLUNG

Parrworld

07.05 – 17.08.08

Seit mehr als 30 Jahren dokumentiert der britische Fotograf Martin Parr gesellschaftliches Leben und Alltagskultur vorwiegend in seiner Heimat Großbritannien, darüber hinaus globale Phänomene wie Massentourismus, Konsumverhalten oder Freizeitgestaltung. MEHR


AUSSTELLUNG

William Eggleston

20.02 – 17.05.09

Die umfangreiche Retrospektive des amerikanischen Künstlers folgt seiner künstlerischen Entwicklung von den frühen Schwarz-Weiß-Bildern und dem bahnbrechenden Übergang zur Farbfotografie bis hin zur Gegenwart. MEHR


AUSSTELLUNG

Michael Schmidt

21.05 – 22.08.10

Mit den Arbeiten des Berliner Künstlers Michael Schmidt zeigt das Haus der Kunst eine weitere stilbildende Position der zeitgenössischen Fotografie. "Grau als Farbe" ist die bislang umfangreichste Einzelausstellung des Künstlers. MEHR


Essay

Withholding Images [Über das Zurückhalten von Bildern]

Withholding Images [Über das Zurückhalten von Bildern] MEHR


AUSSTELLUNG

Herlinde Koelbl

16.03 – 14.05.00

Wie verändern sich Menschen, die Minister, Bundeskanzler oder Leiter eines großen Unternehmens werden, unter dem Druck der Verantwortung und der öffentlichen Aufmerksamkeit? MEHR


AUSSTELLUNG

Sammlung Herzog

06.04 – 12.06.05

"Wichtiger als ein berühmter Autorenname ist der Bildinhalt." (Ruth Herzog) Das Haus der Kunst zeigte ausgewählte Werke der Sammlung Ruth und Peter Herzog aus Basel. MEHR


AUSSTELLUNG

Robert Adams

29.06 – 25.09.05

Robert Adams gehört zu den stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seit nunmehr vier Jahrzehnten dokumentiert er die stete Veränderung des noch immer mythosbeladenen Amerikanischen Westens von einer Natur- zu einer Kulturlandschaft. MEHR


AUSSTELLUNG

Lee Friedlander

16.11.05 – 12.02.06

Lee Friedlander gilt als einer der stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts und als Erfinder eines neuen Sehens in der Fotografie. Seine umfangreichen Bildserien der 1960er-Jahre setzen sich mit der "social landscape" Amerikas auseinander. MEHR


AUSSTELLUNG

Click Doubleclick

08.02 – 23.04.06

Die Ausstellung stellt aktuelle Werke von Künstlerinnen und Künstlern vor, bei denen es sich weniger um direkte Darstellungen der Wirklichkeit handelt, als vielmehr um eine künstlerisch begründete, subjektive Vorstellung von Welt. MEHR


AUSSTELLUNG

Thomas Ruff

17.02 – 20.05.12

Die Ausstellung im Haus der Kunst ist die erste umfassende Präsentation der Werke Thomas Ruffs seit über zehn Jahren und vollzieht in chronologischer Reihenfolge seine künstlerische Entwicklung nach. MEHR


AUSSTELLUNG

Ernst Wilhelm Nay — Bilder und Dokumente

26.07 – 21.09.80

Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) gilt wegen der abstrakten Bildsprache und der Auffassung vom "Gestaltwert der Farbe" als führender Vertreter der Nachkriegsmoderne. MEHR