Das zweite Gesicht — Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Mueller

AUSSTELLUNG 14.02 – 27.04.97

Als Sammlung afrikanischer Skulptur dokumentiert die in Genf beheimatete Sammlung Barbier-Mueller den Schwarzen Kontinent in seinem schöpferischen Reichtum so lückenlos wie kaum eine andere. Bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts von Josef Mueller begründet, baute Jean Paul Barbier die Sammlung in dessen Nachfolge mit profunder ethnologischer Sachkenntnis und sammlerischem Geschick zu einem Afrika-Museum von Weltrang aus. 
Das Kernstück bilden die Masken als Inbegriff afrikanischer Kunst schlechthin, die in großer Vielfalt und in allen Typen vertreten sind: Gesichts- oder Vorlegemasken, Stülpmasken, die aus einem Baumstamm gefertigt wurden, dessen Höhlung den ganzen Kopf aufnimmt; Helmmasken; Scheitel- oder Stirnmasken, bei denen sich der Träger weit nach vorne beugen muss, damit das Maskengesicht den Betrachter anblickt; Aufsatzmasken, die auf dem Scheitel des Trägers ruhen und schließlich die spektakulären großen Schultermasken.
Die meisten Masken — überwiegend Werke anonymer Künstler — sind aus einem Stück Holz geschnitzt und verkörpern Geisterwesen aus der mythischen Überlieferung. Ein großer Teil der aus West- und Zentralafrika stammenden Objekte ist für die dortigen Geheimbünde hergestellt worden; die meisten fungierten als Kultobjekt bei rituellen Festlichkeiten, etwa jenen, mit denen der Eintritt in die Pubertät gefeiert wurde. Andere Masken dienten Jägern als Vermummung, um sich dem Wild unauffällig zu nähern. 
In der Sammlung Barbier-Mueller sind alle afrikanischen Regionen, in denen Masken geschnitzt und getragen wurden, mit herausragenden Beispielen vertreten: die Baga und Nalu im westafrikanischen Guinea, die Bamana und Dogon in Mali, die berühmten Fang in Gabun, die Makonde im ostafrikanischen Tansania und schließlich die Yoruba sowie die in ihrer Existenz bedrohten Ogoni aus Nigeria.
Die europäischen Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts waren von den kultischen Plastiken und Masken wegen ihrer formalen Qualitäten fasziniert. Auf der Suche nach Vereinfachung der Form, nach Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit des Ausdrucks ließen sie sich von der archaischen Strenge und expressiven Kraft des afrikanischen Kunsthandwerks zu Werken anregen, die den Aufbruch in die Moderne einleiteten.

Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi
Das zweite Gesicht – Afrikanische Masken aus der Sammlung Barbier-Müller, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1997, Foto Wilfried Petzi

Stretch your view


Stretch your view


AUSSTELLUNG

Hughie O'Donoghue

10.01 – 11.02.97

Wie Francis Bacon, konzentriert sich auch Hughie O'Donoghue auf den menschlichen Körper, seine Fleischlichkeit, Verwundbarkeit und sinnliche Kraft. MEHR


AUSSTELLUNG

Beauty now

10.02 – 01.05.00

Lange Zeit war das Schöne keine Kategorie der modernen Kunst – Mode, Werbung und Massenmedien hatten es für sich beansprucht. Seit einigen Jahren jedoch zeichnet sich die Rückkehr der Schönheit in die Kunst der Gegenwart ab. MEHR


AUSSTELLUNG

Frantisek Kupka und Otto Gutfreund

15.05 – 20.07.97

Die Ausstellung präsentiert über 200 Arbeiten František Kupkas aus sämtlichen Werkphasen. Seinen Werken sind 18 Bronzeskulpturen Otto Gutfreunds gegenübergestellt. MEHR


AUSSTELLUNG

Hand-Arbeit

02.12.00 – 18.03.01

Unter dem mehrdeutigen Titel "Hand-Arbeit" rückt die Ausstellung den Anteil der Hand an Malerei und Bildhauerei in den Mittelpunkt der Kunstbetrachtung. MEHR


AUSSTELLUNG

Kurt Schwitters

09.03 – 27.05.01

Die Ausstellung ist eine umfangreiche Retrospektive des Künstlers und Antikünstlers, des Revolutionärs und Traditionalisten, des Bürgerschrecks und Kleinbürgers Kurt Schwitters. MEHR


AUSSTELLUNG

Cardiff & Miller — Werke aus der Sammlung Goetz

13.04 – 08.07.12

Die Ausstellung zeigt acht Arbeiten des kanadischen Künstler-Duos Janet Cardiff und George Bures Miller, die durch die Kombination von Bild, Ton und nachgebildeten Räumen möglichst viele Sinne des Betrachters ansprechen, um das Geschehen so real wie möglich erscheinen zu lassen. 2012 nahmen Cardiff/Miller an der dOCUMENTA (13) in Kassel teil. MEHR


AUSSTELLUNG

Klang und Stille – Sammlung Goetz im Haus der Kunst

13.04 – 09.09.12

Die akustische Wahrnehmung von bewegten Bildern im Raum ist eine der großen Möglichkeiten der Videokunst, die dadurch unserer Alltagswahrnehmung besonders nahe kommt. Andererseits können Bilder und Töne auch anders interpretiert und neu gelesen werden, speziell durch den starken Einfluss von Klängen auf unseren Gemütszustand. MEHR


AUSSTELLUNG

Julião Sarmento

24.10.97 – 18.01.98

Julião Sarmento gilt als einer der bedeutendsten portugiesischen Künstler der Gegenwart. Mit rund 80 Gemälden bietet die Ausstellung im Haus der Kunst einen Überblick über sein bisheriges Schaffen. MEHR


AUSSTELLUNG

Mythos Weimar

15.05 – 27.06.99

Anlässlich des 250. Geburtstags des Dichters Johann Wolfgang von Goethe begab sich die Fotografin Ute Klophaus 1998 in Weimar auf seine Spuren und schuf ein Porträt der Stadt. MEHR


AUSSTELLUNG

Russische Avantgarde

10.05.96 – 04.08.97

Zunächst erwarb George Costakis Kunstwerke von verarmten Sammlern; ab 1946 konzentrierte er sich auf die russische Avantgarde, die in den Jahren der Revolution um 1917 in Blüte stand. MEHR


AUSSTELLUNG

Es muss nicht immer Rembrandt sein...

02.07 – 01.08.99

Das 90-jährige Jubiläum des Kunsthistorischen Instituts München bildet den Anlass, seine bedeutende Sammlung von Druckgrafik im Haus der Kunst zu präsentieren. MEHR


AUSSTELLUNG

Imi Knoebel

23.08 – 20.10.96

Imi Knoebel zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Generation nach Joseph Beuys. Die Ausstellung stellt als erste große Retrospektive dieses Künstlers sämtliche Werkphasen vor. MEHR


AUSSTELLUNG

Ernst Wilhelm Nay — Bilder und Dokumente

26.07 – 21.09.80

Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) gilt wegen der abstrakten Bildsprache und der Auffassung vom "Gestaltwert der Farbe" als führender Vertreter der Nachkriegsmoderne. MEHR


AUSSTELLUNG

Amerikanische Malerei 1930-1980

14.11.81 – 31.01.82

Tom Armstrong bot dem deutschen Publikum einen repräsentativen Überblick über die Entwicklung der "Amerikanischen Malerei 1930-1980" – jene Epoche also, in der erstmals in der Kunstgeschichte die maßgeblichen Impulse nicht von Europa, sondern von Amerika ausgingen. MEHR


AUSSTELLUNG

Der Glanz der Farnese — Kunst und Sammelleidenschaft in der Renaissance.

02.06 – 27.08.95

Der Aufstieg der italienischen Adelsfamilie Farnese begann 1493 mit der Ernennung Alessandro Farneses zum Kardinal und späteren Papst Paul III. MEHR


AUSSTELLUNG

Picasso 1900–1955

Die Ausstellung vollzog die künstlerische Entwicklung Pablo Picassos anhand von insgesamt 256 Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und Keramiken nach. MEHR


AUSSTELLUNG

Edvard Munch

Mit einer umfangreichen Retrospektive ehrten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie in Oslo den großen norwegischen Maler Edvard Munch (1863–1944). MEHR


AUSSTELLUNG

Internationale Plakate 1871–1971

09.10.71 – 02.01.72

Hundert Jahre nach dem Plakat Fred Walkers "Woman in White" (1871) und in einer Zeit, in der sich Andy Warhol im Rahmen der Pop Art die Darstellung von Konsumprodukten zu eigen machte, machte sich die Ausstellung daran, die Kunstgeschichte des Plakats nachzuzeichnen. MEHR


AUSSTELLUNG

Der Surrealismus 1922–1942

11.03 – 07.05.72

Rund 50 Jahre nach der Entstehung des Surrealismus in Paris rückte die Ausstellung jene Künstler in den Mittelpunkt der Betrachtung, die für diese Zeit prägend gewesen waren. MEHR


AUSSTELLUNG

Die Kunst der Naiven. Themen und Beziehungen

01.11.74 – 12.01.75

Zu Beginn der 1970er-Jahre ging eine Welle der Begeisterung für "Die Kunst der Naiven" durchs Land – figurativ-bunte Bilder in stark vereinfachter Darstellung aus der Hand von Laien. MEHR