Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center.

AUSSTELLUNG 11.10.04 – 09.01.05

Das Haus der Kunst hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Brüssel hier in München die visualisierte Vorstellung des neuen Europas von Koolhaas präsentiert. In drei Räumen wurde je ein Thema vorgestellt: die Geschichte Europas, die Geschichte der Europäischen Union und die Geschichte des Marshallplans. Die Wände der Ausstellungsräume wurden bis zu einer Höhe von fünf Metern mit Texten und Bildmotiven von Rem Koolhaas bestückt, auf eine semitransparente Weltkugel wurden aktuelle Nachrichten aus aller Welt projiziert und auf der Wandfläche des Treppenhauses erschienen Filmspots, die das AMO für die EU produziert hat.
Die Neuordnung nach dem totalen Chaos, das der Zweite Weltkrieg hinterlassen hat, enthielt eine Vorstellung, Utopie von einer neuen, freien und gerechten Struktur im heterogenen Europa.
War die Geschichte eher ein Gegeneinander als ein Miteinander, so wollte man nun die Chance ergreifen, etwas Gemeinsames zu erschaffen.
Mit dem Marshallplan wurde 1947 der Grundstein für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft gelegt - damals eine Utopie. Und heute? Von 16 Staaten auf 25 Staaten angewachsen, ist die EU einer der wichtigsten Wirtschaftsplätze der Welt. Wie aber präsentiert sich dieses Staatengebilde visuell, gibt es eine gemeinsame Bildsprache?
Diese Frage versucht der niederländische, international arbeitende Architekt Rem Koolhaas zu beantworten. Mit seinem Büro AMO, das interdisziplinär ausgerichtet ist, will er architektonisches Denken auf andere Bereiche übertragen. Dabei beschäftigt er sich mit Soziologie, Technologie, Geschichte und Branding mit Medien und Politik. AMO stellt das "geistige Gegenstück" zu OMA (Office for Metropolitan Architecture) dar, in dem die architektonischen Projekte realisiert werden.
Die Eingliederung zehn neuer Mitglieder stellt für die EU eine große Herausforderung dar. Das gilt auch für ihre Repräsentation und symbolische Präsenz. Rem Koolhaas ist der Meinung, dass Europa bisher keine überzeugende Bildsprache gefunden hat. Die Ausstellung führte dieses Defizit vor und zeigte, wie Europa von innen und außen wahrgenommen wird. Dabei war die Kritik sowohl humoristisch als auch harsch. Sie führte zu der Erkenntnis, dass das Defizit an überzeugenden Bildern auch ein Defizit an überzeugenden Handlungen ist.

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Brüssel

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreiches der Niederlande

Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi
Installationsansicht Das Bild Europas. AMO / Rem Koolhaas und Foreign Policy Center, Haus der Kunst, 2004, Foto Wilfried Petzi

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