Odysseus — Mythos und Erinnerung

AUSSTELLUNG 01.10.99 – 23.01.00

Zum Jahrtausendwechsel zeigt das Haus der Kunst vier Ausstellungen, die den Bogen von der Antike über die Renaissance bis in die Moderne und die Gegenwart spannen. Die aus der antiken Mythologie bekannte Gestalt des Odysseus dient als Leitmotiv des Programms. Seine als "Odyssee" bekannt gewordene abenteuerliche Reise im Zuge der Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg steht metaphorisch für das Leben als ein Prozess der Erkenntnis.
Thema der archäologischen Ausstellung "Odysseus – Mythos und Erinnerung" ist die Gestalt des Odysseus als Prototyp menschlicher Existenz. Seit die ältesten europäischen Dichtungen, die "Ilias" von Homer, die "Odyssee" und die "Kyklischen Epen" (8.-7. Jh. v. Chr.) das Bild des Helden entworfen haben, hat er nichts von seiner Faszination verloren. Sein Erkundungsgeist, seine Klugheit und Entschlossenheit, sein Durchhaltevermögen und Einfallsreichtum sind zum beliebten Gegenstand der bildenden Kunst geworden. Die Ausstellung führt die bedeutendsten antiken Kunstwerke aus aller Welt zusammen, die Episoden aus dem Odysseus-Mythos aufgegriffen haben.
Im Zentrum der Ausstellung steht die legendäre "Odyssee in Marmor" aus der Grotte des Tiberius in Sperlonga, ein epochales Hauptwerk hellenistischer Kultur. Das exemplarische Werk einer antiken Gruppenschöpfung ist durch die 1996 rekonstruierte "Skyllagruppe" sowie eine Rekonstruktion der "Polyphemgruppe" vervollständigt, welche das berühmte Haupt des Odysseus als Inbegriff des Heldenbildes enthält. Das Haus der Kunst hat die Originalfragmente aus dem Nationalmuseum von Sperlonga sachgerecht restaurieren lassen, sodass sie neben den in Kunstmarmor ausgeführten Rekonstruktionen einen besonderen Kunstgenuss ermöglichen.

Ein Katalog, herausgegeben von Prof. Bernard Andreae, ehemaliger Erster Direktor des Archäologischen Instituts in Rom, begleitet die Ausstellung.

Rekonstruktion in Kunstmarmor der Polyphemgruppe von Sperlonga von Heinrich Schroeteler und Silvano Bertolin nach Angaben von B. Andreae, Bochum, Kunstsammlung der Ruhr-Universität
Rekonstruktion in Kunstmarmor der Polyphemgruppe von Sperlonga von Heinrich Schroeteler und Silvano Bertolin nach Angaben von B. Andreae, Bochum, Kunstsammlung der Ruhr-Universität
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
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Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
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Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
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Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi
Odysseus – Mythos und Erinnerung, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1999, Foto Wilfried Petzi

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München ist der Ort, an dem die Fäden der Künstlerbiografien und die Linien der Werkentwicklung von Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico und Max Ernst zusammenlaufen. MEHR


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Shift I: Der Traum vom Ich

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