Eröffnung der dritten "Großen Deutschen Kunstausstellung“, 16. Juli 1939 Ansprache Hitlers in der ehemaligen "Ehrenhalle" - Bayerische Staatsbibliothek, München / Fotoarchiv Hoffmann
Bankett in der ehemaligen "Ehrenhalle“, 1956 - Haus der Kunst, Historisches Archiv
Internationale Filmausstellung in der ehemaligen "Ehrenhalle“, 1958 - Haus der Kunst, Historisches Archiv
Ausstellung Utopia Station, in der ehemaligen "Ehrenhalle", 2004, Installationsansicht - Foto Wilfried Petzi
Alexander Kluge, Filmprogramm, 02.12.2007 - Projektion auf die Vorhänge "Shifted Room" von Petra Blaisse - Foto Marion Vogel
Installation "Template" von Ai Weiwei, 2009, in der ehemaligen "Ehrenhalle" - Foto Wilfried Petzi

Eröffnung der dritten "Großen Deutschen Kunstausstellung“, 16. Juli 1939. Ansprache Hitlers in der ehemaligen "Ehrenhalle“ - Bayerische Staatsbibliothek, München / Fotoarchiv Hoffmann

Bankett in der ehemaligen "Ehrenhalle“, 1954 - Haus der Kunst, Historisches Archiv

Internationale Filmausstellung in der ehemaligen "Ehrenhalle“, 1958 - Haus der Kunst, Historisches Archiv

Ausstellung Utopia Station, in der ehemaligen "Ehrenhalle", 2004, Installationsansicht - Foto Wilfried Petzi

Alexander Kluge, Filmprogramm, 02.12.2007 - Projektion auf die Vorhänge „Shifted Room“ von Petra Blaisse - Foto Marion Vogel

Installation "Template" von Ai Weiwei, 2009, in der ehemaligen "Ehrenhalle" - Foto Wilfried Petzi

Ein neuralgischer Punkt
Zur Geschichte der ehemaligen "Ehrenhalle"

truth or dare online chat Hatte Paul Ludwig Troost die zentrale "Ehrenhalle" auch für die Aufstellung von Großplastiken und für die Durchführung von Künstlerfesten vorgesehen, so fanden hier zwischen 1937 und 1944 ausschließlich Ausstellungseröffnungen und Pressekonferenzen statt. In der "Ehrenhalle" versammelte sich alljährlich zu den "Großen Deutschen Kunstausstellungen" die NS-Führungsriege, hier rief Hitler 1937 zum "unerbittlichen Säuberungskrieg" gegen die Moderne auf. Gemäß seiner Bestimmung als repräsentative Empfangshalle wurden Sockel, Wand- und Pfeilerfassungen des dreischiffigen Oberlichtsaals mit blutrotem Tegernseer Marmor verkleidet. Die Omnipräsenz der Farbe Rot, die in der Hakenkreuzfahne der NSDAP dominant zum Ausdruck kommt, sollte die Allgegenwärtigkeit der nationalsozialistischen Weltanschauung beschwören. 

sexy means Als in den 1950er-Jahren mit dem Einzug der Moderne das Gebäude als "entnazifiziert" galt, nahm man im Inneren bauliche Veränderungen vor, die die Erinnerung an das unliebsame Erbe verschwinden lassen sollten. Zu diesem Zweck wurde 1956 ein Wettbewerb zwischen den Münchner Architekten Josef Wiedemann, Ernst Hürlimann und Max Ott ausgeschrieben. Wiedemann, der den Zuschlag erhielt, setzte auf eine ebenso sparsame wie symbolträchtige Lösung: eine "Neutralisierung" durch die Farbe Weiß. So wurden die rote Marmorverkleidung der Säulen und Türrahmen weiß übertüncht, eingezogene Wände und Decken – und zeitweise Vorhänge aus weißem Nessel – verwandelten die monumentale Halle in einen multifunktionalen Raum.
Diese nachträglichen Veränderungen wurden in den 1990er-Jahren, vor allem aber seit 2003 im Rahmen des "Kritischen Rückbaus" sukzessive rückgängig gemacht, um den Blick auf die Ursprünge freizulegen und eine offene Auseinandersetzung mit dem Raum und seiner Geschichte zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde die Mittelhalle immer wieder als Ausstellungsfläche und Experimentierfeld für zeitgenössische Künstler wie Aernout Mik, Paul McCarthy oder Ai Weiwei genutzt. Seit 2012 bietet sie Raum für eine neue Serie von Auftragsarbeiten: DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST.

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