Von da nach dort, fern von zuhause – Exil und Migration

19.01.17, 10 Uhr

Workshop für Schüler und Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe

Exil und Migration sind Erfahrungen, die Menschen nicht nur in unserer Zeit machen. So sind die Biografien der Künstler, die in der Ausstellung "Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965" vertreten sind, oftmals von Aus- und Einwanderung, Exil und Vertreibung geprägt. Die Künstler veränderten – aus unterschiedlichen Gründen – ihren Lebensmittelpunkt und überschritten geografische, kulturelle und politische Grenzen. Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg sowie die massiven Umwälzungen nach 1945 hatten einen der größten und umfassendsten kulturellen Brüche und künstlerischen Migrationsbewegungen nach sich gezogen.

Grundlage des Workshops sind Recherche, Wissensproduktion und Vermittlung sowie ein genaues Hinsehen, um die Basis für eine Auseinandersetzung mit Exil- und Migrationserfahrung im künstlerischen Kontext zu schaffen und eine Sensibilisierung für gegenwärtige transkulturelle Prozesse anzustoßen. Warum verließen Künstler ihre Heimat? Wie prägten Exil und Migration ihr Leben und ihr Schaffen? Wie lässt sich an ihrem Werk ihr kulturelles Gepäck ablesen? Welchen Einfluss haben Migrations- und Fluchtbewegungen generell auf künstlerische Produktionen? Wie schafft Migration kosmopolitische Netzwerke und Diaspora-Gemeinschaften? Zur Diskussion stehen nicht nur die dunklen Seiten, sondern auch Chancen und Möglichkeiten von Exil und Migration, sowie die Assoziationen und Interpretationen der Teilnehmer.

Leitung: Sabine Brantl, Kuratorin Archiv, Haus der Kunst

Das Mitbringen von Smartphones und Tablets (zum Recherchieren) ist ausdrücklich erwünscht.
Material zum Werk und biografischen Hintergrund der Künstler wird vom Haus der Kunst gestellt.
Fächer für alle weiterführenden Schulen: Kunst, Geschichte, Deutsch, Sozialkunde, Ethik

Termine
Donnerstag, 17.11.16, 10 Uhr
Donnerstag, 19.01.17, 10 Uhr
Dauer: 2 Stunden

Weitere Termine können auf Anfrage gebucht werden.
Der Workshop kann auch mit einem künstlerisch-praktischen Teil (zusätzlich 1 Stunde) gebucht werden.
Ein Studienraum zur Nachbereitung und Diskussion kann im Haus der Kunst auf Anfrage reserviert werden.

Tickets
2 € (inkl. Ausstellungticket)
Informationen und Anmeldung: archiv@hausderkunst.de

Francis Newton Souza, Degenerates, 1957, Courtesy of Aicon Gallery © Estate of FN Souza. All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Video

Postwar / Ausstellungsfilm

Der Ausstellungsfilm erlaubt einen Blick auf die Werke in der Ausstellung, kommentiert von den drei Ko-Kuratoren Okwui Enwezor, Katy Siegel und Ulrich Wilmes. MEHR


Video

Postwar / Trailer

Der Trailer gibt einen Einblick in global ausgerichtete Ausstellung, die den Besucher in acht Kapiteln durch die ersten 20 Jahre nach dem Krieg führt. MEHR

Bildergalerie


Filmscreening

Filmprogramm — "Postwar"

14.10 – 27.11.16

Kuratiert von dem renommierten Wissenschaftler und Kurator Mark Nash wird in dieser Spielzeit eine Serie von Filmen vorgeführt, die innovative Filmemacher aus unterschiedlichen Ländern vorstellen. MEHR


Begleitheft für Lehrer zur Ausstellung "Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965"

Hier finden Sie das Begleitheft für Lehrer zur Ausstellung "Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965" MEHR


Konferenz

"Nachkriegskunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965"

21.05 – 24.05.14

In Zusammenarbeit mit der Tate Modern wird vom 21. bis 24. Mai 2014 im Haus der Kunst eine Konferenz zum Thema "Nachkriegskunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965" stattfinden mit dem Ziel, die beiden Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg neu zu bedenken und zu analysieren. MEHR