Free Music Production / FMP: The Living Music – Konzerte

Konzert 06.05.17, 19 Uhr

Free Music Production/ FMP: The living Music

Konzerte
Fr 5. Mai, 20 – 23 Uhr (mit Pause) Einlass/ Westflügel: 19.30 Uhr
Sa 6. Mai, 19 – 23 Uhr (mit Pause) Einlass/ Westflügel: 18.30 Uhr

"Brötzmann plus …"
Peter Brötzmann – Holzblasinstrumente
mit Toshinori Kondo – elektrische Trompete; Joe McPhee – Trompete und Saxophon; Heather Leigh – Steel Guitar; Marino Pliakas – Bass; Alexander von Schlippenbach – Klavier; Michael Wertmüller – Schlagzeug; Han Bennink –  Schlagzeug

Die Musiker werden sich als Solisten sowie in unterschiedlichen Kombinationen vorstellen. Auftrittsplanungen werrden jeweils vor den Konzerten von den Musikern selbst getroffen.

Eintritt:
Freitag 15 Euro / Samstag 15 Euro
Freitag und Samstag 25 Euro

Im Rahmen der Ausstellung "Free Music Production / FMP: The Living Music" hat das Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit Peter Brötzmann zwei Tage kuratiert, die im Sinne des Total Music Meeting und des Workshop Freie Musik gestaltet sind. Mit diesen Formaten gelang es der FMP ab 1968 in der Akademie der Künste, dem Quasimodo und anderen Spielstätten in Berlin, eine neue Art Konzertsituation zu etablieren. "Ab 1970", erinnert sich Jost Gebers, Mitgründer und langjähriger Betreiber der Free Music Production, "machten wir beim Workshop mit zwei großen Podesten in der Ausstellungshalle ein konsequentes Free Jazz-Programm. Jetzt zeigte sich, dass unser erster Versuch, diese Musik aus dem Konzertsaal und dem Club in offene Räume zu bringen, richtig war. Die Zwänge für Musiker und Publikum konnten so erheblich reduziert werden."

Für den Workshop Freie Musik erfanden Jost Gebers und die anderen FMP-Gründer wie Peter Brötzmann und Alexander von Schlippenbach über drei Jahrzehnte immer wieder neue Formate mit überraschenden Kombinationen von Musikern, Strukturen und Zeitabläufen. Man widmete sich Soloinstrumenten, improvisierenden Orchestern oder kleineren Gruppen, die alle immer wieder zu neuen Kombinationen arrangiert wurden und so für Musiker und Publikum gleichermaßen herausfordernd und unterhaltend waren.

Am 5. und 6. Mai werden die FMP Gründungsväter Peter Brötzmann (Holzblasinstrumente) und Alexander von Schlippenbach (Klavier) in bewährten und ganz neuen Kombinationen auf der Bühne stehen. Brötzmann wie von Schlippenbach prägten wie niemand sonst die Geschichte der internationalen improvisierten Musik. Brötzmann hatte als ehemaliger Assistent von Nam Jun Paik ab Mitte der 1960er Jahre Impulse gesetzt und mit der Gründung seines eigenen Plattenlabels Brö die Free Music Production entscheidend mit vorbereitet und vorangetrieben. Alexander von Schlippenbach legte bereits 1966 mit seiner Einspielung Globe Unity den Grundstein für die wichtigste Großformation der neuen Jazzmusik. Das daraus entstandene Globe Unity Orchestra formiert sich seit 50 Jahren aus dem Who is Who des europäischen Jazz. Zuletzt sorgte von Schlippenbach mit der Gesamteinspielung des Werks von Thelonious Monk und Eric Dolpy international für Aufsehen.

Peter Brötzmanns dienstälteste Weggefährten Joe McPhee (Trompete und Saxophon) aus Chicago und Han Bennink (Schlagzeug) aus Amsterdam werden im Mai ebenfalls dabei sein. Bennink war bereits auf der ersten FMP-Platte European Echoes zu hören und bildete mit Fred Van Hove das erste wichtige Brötzmann-Trio. McPhee spielte jahrelang mit Brötzmann in dessen Chicago Tentett. Er gilt als einer der prägenden Musiker des amerikanischen Free Jazz und ist durch seine intensive Zusammenarbeit mit Pauline Oliveiros entscheidend von ihrem Konzept des Deep Listening beeinflusst. Die Schweizer Marino Pliakas (Bass) und Michael Wertmüller (Schlagzeug) sind seit 2006 Teil der Brötzmann-Formation Full Blast. Wertmüller war bereits im Rahmen von Improvise NOW!!! im Oktober 2016 im Haus der Kunst mit einer Schlagzeug-Solo-Komposition zu hören. In der Kombination mit Marino Pliakas bildet er eine der dynamischsten und abwechslungsreichsten Rhythmusgruppen überhaupt. Heather Leigh (Steel Guitar), gerade von Cameron Jamie im amerikanischen Artforum als eine der bemerkenswertesten Musikentdeckungen von 2016 benannt, spielt seit gut zwei Jahren mit Peter Brötzmann im Duo. Toshinori Kondo (elektrische Trompete) aus Tokio machte seit den späten 1970er Jahre international Karriere, in Japan selbst avancierte er mit seiner Band Kondo IMA zum Superstar. Mit Brötzmann hat er unter anderem im Die Like A Dog Quartett gemeinsam mit William Parker (Bass) und Hamid Drake (Schlagzeug) gespielt.

Die Besucherinnen und Besucher erwarten zwei euphorisierende, dichte Abende und die Chance, spontane Komposition und Improvisation als kommunikativen Prozess zu erleben.

Restkarten an der Abendkasse erhältlich

 

Konzertflügel aus dem Steinway-Haus München

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