Deutscher Bundestag beschließt 20 Millionen Euro Fördermittel für die Renovierung des Haus der Kunst

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie das Haus der Kunst freuen sich über die Entscheidung des Deutschen Bundestages, die bevorstehende Renovierung des Haus der Kunst mit €20 Millionen zu unterstützen. Die historische Architektur des unter den Nationalsozialisten als „Haus der Deutschen Kunst“ eröffneten Museums stammt von 1937.
Die Mittel aus dem Bundeshaushalt ergänzen die €58 Millionen, die die bayerische Regierung schon 2012 bereitgestellt hat, sodass nun insgesamt €78 Millionen an öffentlichen Geldern für die Renovierungsarbeiten zur Verfügung stehen. Das gemeinsame Engagement von Bund und Freistaat stellt eine kraftvolle Bestätigung der entscheidenden und wichtigen Rolle des Haus der Kunst als öffentliche Einrichtung höchsten Niveaus dar, die sich dem Dienst an einem breitgefächerten Publikum für zeitgenössische Kunst und Kultur weltweit verschrieben hat.

Rüdiger Kruse MdB (CDU), Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages: „Das Haus der Kunst hat das Potenzial, weit über Bayern hinaus auszustrahlen. Darum wollen wir mit der Förderung durch das Parlament diese Exzellenz stärken und einen Ort moderner kultureller Vermittlung fördern. Gesellschaftspolitische Prozesse brauchen Orte, an denen sie offen verhandelt werden können. In Berlin ist dies definitiv das Haus der Kulturen der Welt. Im Haus der Kunst in München sehe ich einen weiteren solchen Ort. Wir sind – zum Glück – kein zentralistisches Land. Um so zu bleiben, müssen wir Zentren der Exzellenz überall im Lande schaffen.“

“Die umfassende Renovierung des Haus der Kunst, die nach aktuellem Planungsstand Ende 2017 beginnen soll, steht für das nachhaltige Engagement der bayerischen Staatsregierung für die Förderung, den Erhalt und die Weiterentwicklung herausragender Einrichtungen von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Das Haus der Kunst gilt weltweit als Leuchtturm der zeitgenössischen Kunstlandschaft. Okwui Enwezor und sein Team am Haus der Kunst haben immer wieder neue, international anerkannte Maßstäbe in der bildenden Kunst gesetzt. Ich bin hoch erfreut, dass es auch mit Förderung des Bundes möglich sein wird, diese Erfolgsgeschichte in den kommenden Jahren fortzuschreiben. Ich blicke gespannt den nächsten Höhepunkten der Arbeit des Haus der Kunst entgegen, die noch während der Renovierungsplanungen und -arbeiten stattfinden werden“, so Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Der Direktor des Haus der Kunst, Okwui Enwezor, kommentiert: „Im Namen aller Mitarbeiter des Haus der Kunst möchte ich dem Deutschen Bundestag für die mutige und großzügige Entscheidung herzlich danken. Damit wird unsere Kernaufgabe im Dienst der Öffentlichkeit bestätigt und gestärkt, für das bestehende Publikum sowie für neue Besuchergruppen ein lebendiges Forum und einen offenen Zugang zur Kunst und Ideenwelt zeitgenössischer Künstler verschiedener Generationen aus aller Welt zu schaffen.

Die Renovierung des Gebäudes markiert ein spannendes neues Kapitel und einen tiefgreifenden Wandel in der Geschichte der Institution. Zum ersten Mal seit 1946 wird es möglich sein, das Gebäude unter einer künstlerischen Leitung als zusammenhängendes Ganzes zu bespielen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit David Chipperfield Architects im Rahmen des Konzepts einer Universalbühne, das nach Abschluss der Renovierung künstlerische Disziplinen aus aller Welt vereinen wird. Im Sinne des Leitspruchs Renovate\Innovate werden im Zuge der verschiedenen Bauphasen und der Wiedereröffnung die Rahmenbedingungen neu definiert und die Möglichkeiten für die inhaltliche Arbeit erweitert. So entsteht ein offenes Zentrum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Ideen, das den internationalen Besuchern und unserem nationalen wie lokalen Publikum einen Raum bietet, in dem sich Disziplinen überschneiden, Gespräche entstehen, und Bildungsangebote entwickelt werden können.“

Pressemitteilung des Deutschen Bundestages

Foto Maximilian Geuter

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