Archiv – Architektur – Gedächtnis

Symposium Dienstag, 18.07, 14.30 Uhr

Symposium und Buchpräsentation 
Anlässlich des 80. Jahrestages veranstaltet das Haus der Kunst ein halbtägiges Symposium, das den zeitgenössischen Umgang mit historischer Architektur im Allgemeinen und insbesondere mit dem Haus der Kunst aus verschiedenen Perspektiven untersuchen und diskutieren wird. Eingeladen sind Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler, die sich aktiv an diesem Diskurs beteiligt haben. Das Symposium wird sich auf zwei Hauptfragen konzentrieren, auf die Idee der Institution als Archiv und ihrer Funktion als Zeugnis, um das historische Denken in der Gegenwart zu stärken. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch die neue Publikation "Geschichten im Konflikt. Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955" präsentiert werden. Mit Beiträgen von international renommierten Autoren und umfangreichem Archivmaterial zeichnet sie, ein weitgefächertes Bild der ersten 18 Jahre der Geschichte des Haus der Kunst.

Programm

14.30 Uhr
Buchpräsentation "Geschichten im Konflikt. Das Haus der Kunst und der ideologische Gebrauch von Kunst 1937-1955"
Haus der Kunst, Terrassensaal
mit anschließendem Sektempfang

16.00 Uhr
Symposium
Haus der Kunst, Auditorium

Begrüßung 
Okwui Enwezor, Direktor Haus der Kunst (ca. 10 Minuten) 
Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ca. 10 Minuten)  

16.20 Uhr
Interventionen in die Architektur
Beate Passow, Künstlerin, München
Sabine Brantl, Kuratorin Archiv, Haus der Kunst
Ulrich Wilmes, Hauptkurator, Haus der Kunst

17.30 Uhr
Das Archiv ausstellen
Martin Schmidl, Künstler und Kulturwissenschaftler, Akademie der Bildenden Künste, München
Christian Philipp Müller; Künstler, Berlin
Moderation: Ulrich Wilmes und Sabine Brantl, Haus der Kunst

19.00 Uhr
Zum Umgang mit Architektur als Zeitzeugnis: Das Beispiel Paul Ludwig Troost in München
Referentin: Iris Lauterbach, Zentralinstitut für Kunstgeschichte 

Die Publikation und das Symposium werden gefördert von der Gesellschaft der Freunde Haus der Kunst e.V. 

Archiv Galerie 2017/18
Die neue Präsentation der Archiv Galerie ist als "Reading Room" konzipiert. Im Fokus steht der Sommer 1937 in München, als das neuerrichtete Haus der Deutschen Kunst mit der ersten "Großen Deutschen Kunstausstellung" und die Femeschau "Entartete Kunst" im Galeriegebäude am nahegelegenen Hofgarten eröffnet wurden. Historische Filmdokumente, Publikationen sowie Materialien zur Bau- und Ausstellungsgeschichte des Hauses der Deutschen Kunst werfen Schlaglichter auf diese Ereignisse, die eine tiefe Zäsur im kulturellen Klima in Deutschland markierten. Während die Femeschau bis 1942 in verschiedenen Städten Deutschlands gezeigt wurde, fand die "Große Deutsche Kunstausstellung" jährlich bis 1944 als wichtigste Werk-und Verkaufsschau "deutscher" Kunst statt. Über 9.000 Maler, Bildhauer und Graphiker reichten Arbeiten ein. Die Künstlerkartei des Hauses der Deutschen Kunst, in der jeder Bewerber ab 1938 registriert wurde, wird im Rahmen der Präsentation erstmals öffentlich digital zugänglich sein.

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