Apichatpong Weerasethakul "Primitive"

AUSSTELLUNG 20.02 – 17.05.09

Die Geschichten des mehrfach ausgezeichneten thailändischen Filmemachers Apichatpong Weerasethakul (*1970) beruhen auf Mythen und Erinnerungen. Für sein Projekt "Primitive" bereiste der Künstler den Nordosten Thailands – eine Gegend, in der das Leben der Einwohner animistisch geprägt ist und der Glaube an die Seelenwanderung zwischen Menschen, Pflanzen, Tieren und Geistern fortbesteht. "Primitive" ist ein mehrteiliges Projekt, das von Reinkarnation und Transformation handelt. Im Mittelpunkt steht eines der Dörfer nahe der Grenze zu Laos: Nabua, dessen verdrängte, vergessene Geschichte symbolisch wieder aufscheint. Wie die früheren Filme des Künstlers bewegt sich auch "Primitive" zwischen Dokumentation und Fiktion und zeichnet sich durch ruhige Einstellungen und große Einfachheit aus: Langsam bewegt sich die Kamera über eine von Geisterlicht-Phänomenen gezeichnete Landschaft, nähert sich Bergen, wo Lichter tanzen, sich das Gelände sachte verschiebt und ein Baum von selbst in Flammen aufgeht.
"Primitive" kombiniert die Medien Film und Installation: Die Zuschauer erkunden das Werk auf eigenen Wegen und in eigener Zeiteinteilung.

Als letzter Teil des "Primitive"-Projektes entstand auch der Film "Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives", für den der Künstler 2010 die Goldene Palme  von Cannes erhielt.

"Primitive" wurde in Auftrag gegeben von
Haus der Kunst, München
Fact, Liverpool
Animate Projects, London
produziert von
Illuminations Films, London
Kick the Machine Films, Bangkok

Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films, Foto Chaisiri Jiwarangsan
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films, Foto Chaisiri Jiwarangsan
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, A Letter to Uncle Boonmee, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, A Letter to Uncle Boonmee, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, A Letter to Uncle Boonmee, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, A Letter to Uncle Boonmee, Courtesy Kick the Machine Films
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films, Foto Chaisiri Jiwarangsan
Apichatpong Weerasethakul, Primitive, 2009, Courtesy Kick the Machine Films, Foto Chaisiri Jiwarangsan

Stretch your view


Stretch your view

Bildergalerie


AUSSTELLUNG

Allora & Calzadilla

13.06 – 14.09.08

Das in Puerto Rico lebende Künstlerpaar Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla arbeitet in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien. In der ehemaligen "Ehrenhalle" des Haus der Kunst präsentieren Allora & Calzadilla nun eine Arbeit, die sich mit der Geschichte dieses Raums befasst. MEHR


Publikation

Haegue Yang: Accommodating the Epic Dispersion

09.11.12

Begleitende Publikation zur ersten künstlerischen Auftragsarbeit im Rahmen der Serie "Der Öffentlichkeit — Von den Freunden Haus der Kunst" MEHR


Die Mittelhalle im Haus der Kunst

In der ehemaligen "Ehrenhalle" versammelte sich von 1937 bis 1944 alljährlich die NS-Führungsriege, hier rief Hitler zum "unerbittlichen Säuberungskrieg" gegen die Moderne auf. Nach dem Krieg nutzte man die zentrale Mittelhalle als Ausstellungsfläche und als Experimentierfeld für zeitgenössische Künstler. Seit 2012 bietet sie Raum für die jährlich wechselnde Auftragsarbeit DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST, zu der das Haus der Kunst zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler einlädt. Foto: Installationsansicht der Ausstellung „Geschichten im Konflikt“ MEHR


Filmscreening

Filmprogramm "Eine Geschichte"

Begleitend zur Ausstellung werden jeden Samstag Filme aus der Sammlung des Centre Pompidou gezeigt. MEHR


Filmscreening

Filmprogramm: "Joana Hadjithomas & Khalil Joreige"

Die Ausstellung wird begleitet von einem Filmprogramm, das jeweils samstags von 12-18 Uhr im Auditorium im Haus der Kunst gezeigt wird. MEHR


Filmscreening

DER ÖFFENTLICHKEIT / Haegue Yang: Retrospektive der Filme Marguerite Duras'

26.04 – 26.06.13

In ihren Werken bezieht sich Haegue Yang immer wieder explizit auf die Filmemacherin Marguerite Duras — Anlass für Haus der Kunst und Filmmuseum, eine umfassende Retrospektive zur französischen Regisseurin zu zeigen. MEHR


Filmscreening

Harun Farocki – Filmnacht

Samstag, 22.04, 21 Uhr

Im Rahmen der Haus der Kunst-Ausstellung „Harun Farocki: Counter Music" findet am 22. April 2017 in den Münchner Kammerspielen die Harun Farocki-Filmnacht statt. MEHR


AUSSTELLUNG

Utopia Station

07.10.04 – 16.01.05

"Utopia Station", kuratiert von Molly Nesbit, Hans Ulrich Obrist und Rirkrit Tiravanija, machte in München halt. Über zweihundert Künstler, Architekten, Schriftsteller, Musiker und Performer trugen zur Definition von "Utopia Station" bei – eine raumgreifende Installation in der zentralen Mittelhalle im Haus der Kunst. MEHR


AUSSTELLUNG

Yayoi Kusama

09.02 – 06.05.07

Die Arbeiten der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama sind Besessenheit pur. Ihr Markenzeichen: Netzstrukturen, Kugeln, Spiegel – und vor allem Punkte, die so genannten "Polka Dots", mit denen sie ihre Welt überzieht. MEHR


AUSSTELLUNG

Rupprecht Geiger

25.01 – 08.05.08

Das Haus der Kunst ehrt den Münchner Künstler Rupprecht Geiger zu seinem 100. Geburtstag mit einer Installation in der zentralen Mittelhalle. Neben zwei großen Farbsegeln ist die berühmte "Rote Trombe" zu sehen. MEHR


AUSSTELLUNG

Garin Nugroho

19.09.08 – 11.01.09

Für seinen Film "Opera Jawa" (2006) interpretierte der indonesische Regisseur Garin Nugroho eine Geschichte aus dem indischen Nationalepos "Ramayana" neu. MEHR


AUSSTELLUNG

Amar Kanwar

08.10 – 09.11.08

In dem 19-teiligen Filmessay befasst sich der indische Künstler auf direkte, elliptische und metaphorische Weise mit dem Kampf um eine demokratische Gesellschaftsordnung, mit politischem Exil, Erinnerung und Entfremdung. MEHR


Presseecho

Der Öffentlichkeit: SZ-Artikel zur Kunst im öffentlichen Raum

Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung "Klipp-Klapp, Ritsch-Ratsch" von Evelyn Vogel beschäftigt sich mit der Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum und rückt die Arbeit von Haegue Yang (2012/13) für die Mittelhalle im Haus der Kunst in den Fokus. MEHR