Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio De Chirico – Max Ernst.

AUSSTELLUNG 06.02 – 03.05.98

München ist der Ort, an dem die Fäden der Künstlerbiografien und die Linien der Werkentwicklung von Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico und Max Ernst zusammenlaufen. Nicht von ungefähr spielen die Bögen der Münchner Hofgartenarkaden in den "metaphysisch" gestimmten Bildern des Italieners de Chirico eine zentrale Rolle. In Form einer gemalten Wanddekoration schmückten diese Arkaden auch das Münchner Atelier von Böcklin, der von 1858-60 und von 1871-74 in der Stadt lebte und arbeitete. Hier stieß de Chirico während seines Studiums an der Akademie in den Jahren 1906 bis 1909 auf das Werk des Schweizer Spätromantikers und Symbolisten. Die intensive Auseinandersetzung, deren Schauplatz vor allem die Schack-Galerie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus der Kunst war, führte zu einer lebenslang währenden Beschäftigung de Chiricos mit den mythologischen Themen Böcklins.
Ein Jahrzehnt nach dem imaginären Zusammentreffen der beiden Künstler in München fand die gleichfalls über Bilder vermittelte Begegnung zwischen de Chirico und Max Ernst statt. Ernsts Schaffen veränderte sich ab diesem Zeitpunkt und führte zu einer Bildsprache, die später in Paris als surrealistisch bezeichnet wurde. Den drei Reisenden in die Welt der Mythen und Träume, in die Weiten des Luftraums und der Meerestiefen, in die Kinderzimmer und Ruinenstätten flößt die "Reise ins Ungewisse" keine Furcht ein. Ihre Entdeckungen aktivieren vielmehr verdrängte Triebkräfte und legen verschüttete Sehnsüchte frei, wobei die Melancholie und bisweilen auch die Ekstase ständige Wegbegleiter sind. Die Motive und Themen von Böcklin, de Chirico und Max Ernst sind verwandt und bilden ein großes Reich der "letzten Dinge": Liebe und Tod, Erwartung und Erfüllung, Vereinigung und Vereinsamung, Gewalt und Spiel. Die Münchner Hofgartenarkaden bilden dabei das Tor, durch das der Weg von der deutschen Romantik über den Symbolismus und die "Pittura metafisica" bis zum Surrealismus führt. 

Giorgio de Chirico, Die Freuden des Dichters, 1913, Privatsammlung
Giorgio de Chirico, Die Freuden des Dichters, 1913, Privatsammlung
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi
Eine Reise ins Ungewisse. Arnold Böcklin – Giorgio de Chirico – Max Ernst, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1998, Foto Wilfried Petzi

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AUSSTELLUNG

Joel Shapiro

24.10.97 – 18.01.98

Joel Shapiro zählt zu den wichtigsten amerikanischen Bildhauern der Gegenwart. Die Ausstellung zeigt elf Werke, die seine künstlerische Entwicklung der Jahre 1993-1997 erkennen lassen. MEHR


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Emil Schumacher — Retrospektive

08.05 – 12.07.98

Die Bilder Emil Schumachers (1912-1999) gelten als Inbegriff der deutschen Nachkriegskunst. MEHR


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Michail Wrubel

08.05 – 20.07.97

Michail Wrubel gilt als Schlüsselfigur des russischen Symbolismus, dessen Ringen mit sich und dem eigenen Werk ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließ. MEHR


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Die Münchner Schule 1850–1914

28.07 – 07.10.79

Die von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen organisierte Ausstellung widmete sich einer umfassenden Darstellung der Münchner Malerei zwischen 1850 und 1914. MEHR


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Max Ernst — Die Retrospektive

12.06 – 12.09.99

Max Ernst zählt zu den schillerndsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Retrospektive steht die Rolle Max Ernsts als Medien-Künstler. MEHR


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Wege zur Abstraktion

12.08 – 09.10.88

Anstelle der wiederholten Präsentation berühmter Werke der Alten Kunst konzentrierte man sich in der Ausstellung auf "80 Meisterwerke" der Klassischen Moderne aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza, um an ihnen die "Wege zur Abstraktion" exemplarisch nachzuvollziehen. MEHR


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Internationale Plakate 1871–1971

09.10.71 – 02.01.72

Hundert Jahre nach dem Plakat Fred Walkers "Woman in White" (1871) und in einer Zeit, in der sich Andy Warhol im Rahmen der Pop Art die Darstellung von Konsumprodukten zu eigen machte, machte sich die Ausstellung daran, die Kunstgeschichte des Plakats nachzuzeichnen. MEHR


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Elan Vital oder Das Auge des Eros.

20.05 – 14.08.94

Entsprechend der Vorstellung vom Leben als einheitlichem, aber verzweigten Strom verfolgt die Ausstellung das Phänomen der organischen Abstraktion bei Kandinsky, Klee, Arp, Miró und Calder zwischen 1920 und 1945. MEHR


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Barnes Collection

23.06 – 22.10.95

Die Ausstellung zeigt die legendäre Sammlung moderner Kunst, die Alfred C. Barnes zusammengetragen hat. Gezeigt werden berühmte Schlüsselwerke der rund 2000 Werke umfassenden Sammlung. MEHR


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Pierrot — Melancholie und Maske.

15.09 – 03.12.95

Die melancholische Komödiantenfigur des Pierrot fasziniert seit rund 400 Jahren die Künstler. Als facettenreiche Figur steht sie im Mittelpunkt dieser Ausstellung und belegt ihre bis heute anhaltende Aktualität. MEHR


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Frantisek Kupka und Otto Gutfreund

15.05 – 20.07.97

Die Ausstellung präsentiert über 200 Arbeiten František Kupkas aus sämtlichen Werkphasen. Seinen Werken sind 18 Bronzeskulpturen Otto Gutfreunds gegenübergestellt. MEHR


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Ellsworth Kelly. Retrospektive.

17.10.97 – 20.01.98

Ellsworth Kelly gehört zur Generation derer, die in den 1950er-Jahren den Abstrakten Expressionismus überwanden und eine neuartige Bildsprache entwickelten. MEHR


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Albert Renger-Patzsch — Retrospektive

01.02 – 13.04.98

Neben August Sander und Karl Blossfeld zählt Albert Renger-Patzsch (1897-1966) zu den bedeutendsten Vertretern der Fotografie in Deutschland. MEHR


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Kunst über Grenzen

07.03 – 30.05.99

Die Ausstellung charakterisiert die Sammlung des Schweizers Josef Müller, die zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt gehörte. MEHR


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Paul Klee — In der Maske des Mythos

01.10.99 – 09.01.00

Die Ausstellung präsentiert das Gesamtwerk Paul Klees im Überblick und bietet eine neue Sicht auf Klees Methode, mythologische Wesen darzustellen und sich zugleich selbst dahinter zu verbergen – wie hinter einer Maske. MEHR


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Germaine Krull

22.01 – 12.03.00

Germaine Krull profilierte sich als große Fotografin vor dem Hintergrund einer kosmopolitischen Biografie. Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in Italien, Frankreich und der Schweiz, begann sie 1915 ihre Fotografie-Ausbildung in München. MEHR


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Richard Lindner

07.02 – 27.04.97

Richard Lindner floh 1933 vor der Nazi-Diktatur aus Deutschland. In den 1940er-Jahren entwickelte er – avantgardistischen Trends diametral entgegengesetzt – sein verstörendes Oeuvre. MEHR


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Der Surrealismus 1922–1942

11.03 – 07.05.72

Rund 50 Jahre nach der Entstehung des Surrealismus in Paris rückte die Ausstellung jene Künstler in den Mittelpunkt der Betrachtung, die für diese Zeit prägend gewesen waren. MEHR


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Beauty now

10.02 – 01.05.00

Lange Zeit war das Schöne keine Kategorie der modernen Kunst – Mode, Werbung und Massenmedien hatten es für sich beansprucht. Seit einigen Jahren jedoch zeichnet sich die Rückkehr der Schönheit in die Kunst der Gegenwart ab. MEHR


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Kurt Schwitters

09.03 – 27.05.01

Die Ausstellung ist eine umfangreiche Retrospektive des Künstlers und Antikünstlers, des Revolutionärs und Traditionalisten, des Bürgerschrecks und Kleinbürgers Kurt Schwitters. MEHR