Dear Pyongyang / Filmscreening im Rahmen von Haegue Yangs Installation für die Serie DER ÖFFENTLICHKEIT — VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST

Filmscreening 14.09.13

Einführung: You Jae Lee 

"Dear Pyongyang" handelt von der Wiederannäherung einer Tochter – der Regisseurin selbst – an ihren Vater, eine Beziehung, die durch die politischen Entscheidungen des Vaters abgebrochen worden war. Die Regisseurin gehört zur zweiten Generation von Koreanern in Japan; ihr Vater war mit fünfzehn Jahren von Korea nach Japan emigriert. Unter dem Eindruck seiner Erfahrungen mit der japanischen Kolonialherrschaft über Korea, mit Unabhängigkeit, Krieg und der Teilung Koreas bekannte er sich zur nordkoreanischen Seite und widmete sein Leben der politischen Arbeit für das dort herrschende Regime. Seine drei Söhne siedelten noch im Teenageralter als "Heimkehrer" nach Nordkorea über. Yonghi Yang besuchte ihre Brüder in Pjöngjang und lernte dabei die dortige Lebenswirklichkeit kennen. Sie begann, den Alltag der getrennt lebenden Familienmitglieder aufzuzeichnen, die zur selben Zeit in so verschiedenen Welten leben. 
Einleitend kommentiert You Jae Lee, Juniorprofessorin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Fachbereich Sinologie und Koreanistik), den Film und beleuchtet die Geschichte der koreanischen Immigration in Deutschland.

Japan 2005 – R+B+K: Yonghi Yang
107 min, Original mit englischen Untertiteln 

Weitere Termine
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"Dear Pyongyang", Japan, 2005, Regie: Yonghi Yang (Filmstill)

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