"Blah Blah Blah. Mel Bochner In His Own Words" — Film von Lizbeth Marano (2012, 55 min)

Filmscreening 06.06.13

Einführung: Ulrich Wilmes, Hauptkurator Haus der Kunst

Mel Bochner gehört zu einer Künstlergeneration, die zu Beginn der 1960er-Jahre die Vorrangstellung der Malerei in der Kunst radikal aufgebrochen hat. Bochner bezeichnete den proklamierten "Tod der Malerei" als ein "Verbrechen aus Leidenschaft", denn sein künstlerisches Selbstverständnis blieb immer das eines Malers. 
Bochners Werkentwicklung vollzog sich von den analytischen Konzepten der 1960er- und frühen 1970er-Jahre über die Wandmalerei und Revision der Tafelbilder in den 1980er- und 1990er-Jahren bis zu seinen aktuellen Gemälden, die uneingeschränkt auf die formalen Mittel der Malerei zurückgreifen. 
Der Film von Lizbeth Marano zeigt Mel Bochner in seinem Studio und beim Ausstellungsaufbau zu "If the Color Changes". In den Kommentaren zu seinen Werken folgt er der Frage: Was geschieht, wenn ein Künstler, dessen Werk zur radikalen Veränderung des Kontextes, in dem es sich entwickelte, maßgeblich beigetragen hat und Themen, die ihn zu der Zeit beschäftigt haben, in dem nun veränderten, neuen Kontext wiederaufgreift?
Im Anschluss an das Film screening erörtert Ulrich Wilmes, Kurator der Ausstellung, das Ausstellungskonzept in Beziehung zur Werkentwicklung Mel Bochners.
Veranstaltung in Deutsch und Englisch

Mel Bochner, Blah, Blah, Blah, 2011 (Detail) © Mel Bochner, Foto Douglas Volle

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