Marguerite Duras: Nathalie Granger

Filmscreening 27.04.13

Einführung: Julienne Lorz, Kuratorin Haus der Kunst
Zu Gast: Haegue Yang, Künstlerin

Jonathan Rosenbaum über Duras' Film "Nathalie Granger": "Eine minimalistische feministische Komödie in schwarz/weiß über Anwesenheit und Abwesenheit, strukturiert durch flüssige Kameraschwenks und komplexen Soundeinsatz. Es geht um zwei Frauen und ihre größtenteils abwesenden kleinen Mädchen – eine von ihnen heißt Nathalie Granger – in einem Landhaus. Zu hören sind Radiosendungen über die Polizeifahndung nach zwei jungen Mördern und Kidnappern in der Gegend." Der Druck des Schulsystems auf Nathalie, der Mord, den Jugendliche in der Umgebung verübt haben, und die drohende Ausweisung Nathalies portugiesischer Mutter bilden eine unsichtbare Außenwelt, die nicht dargestellt und nicht erzählt wird, jedoch das Geschehen im Haus bestimmt. Gesellschaftliche Gewalt wird nicht gezeigt und ist dennoch stets präsent. 
Frankreich 1972
Buch und Regie: Marguerite Duras
Kamera: Ghislain Cloquet
Darsteller: Lucia Bosé, Jeanne Moreau, Gérard Depardieu, Dionys Mascolo, Nathalie Bourgeois
83 min, Original mit englischen Untertiteln

Filmreihe zur Installation von Haegue Yang im Rahmen der Serie "Der Öffentlichkeit"
In Kooperation mit dem Filmmuseum München 
Mit freundlicher Unterstützung des Institut français

 
 
 
 
 
 
 
 

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