Marguerite Duras: Détruire dit-elle [Zerstören, sagt sie]

Filmscreening 26.04.13

Einführung: Barbara Vinken, Kulturwissenschaftlerin

In einem Hotel am Waldrand: einzelne Gäste, die sich nicht kennen, Stille. Die Gäste beginnen, sich gegenseitig anzusehen und zu beobachten. "Eine schwache, ermattete, aber offene Elisabeth und die harte, schöne, unbarmherzige, sinnliche, um die geltenden Anstandsregeln wenig bekümmerte Alissa – beide dem Anschein nach sehr weit voneinander entfernt, in Wirklichkeit aber wie Zwillingsschwestern. Max Thor und Stein, zwei Intellektuelle, Voyeure, Jäger, Zerstörer. Jeder verliert sich im Begehren des anderen. … Duras lernt das Filmemachen in actu. Die Luft erzittert, der Film, der sich aus sechzig Einstellungen zusammensetzt, wechselt zwischen starren Einstellungen und Großaufnahmen der Gesichter, die eine indiskrete Kamera, auf der Jagd nach Spuren von Ermattung, Ekel, Angst und Erwartung, genau erforscht. Duras spickt die Wortwechsel mit politischen Anspielungen." (Laure Adler)
Frankreich 1969
Buch und Regie: Marguerite Duras
Kamera: Jean Penzer
Darsteller: Catherine Sellers, Michael Lonsdale, Henry Garcin, Nicole Hiss, Daniel Gélin
90 min, Original mit englischen Untertiteln

Filmreihe zur Installation von Haegue Yang im Rahmen der Serie "Der Öffentlichkeit"
In Kooperation mit dem Filmmuseum München 
Mit freundlicher Unterstützung des Institut français

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