Maria Schindelegger: Die Armierung des Blicks

Vortrag 06.09.12

Die Anschläge des 11. September 2001 lenkten die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Bildern und deren Dynamik in den Medien als Austragungsort kriegerischer Auseinandersetzungen. Bilder historischer Konflikte hingegen werden auch heute noch oft als reines Dokument oder Beweisstück angesehen. Anhand von Aufnahmen der amerikanischen Fotografin Margaret Bourke-White, die im Zweiten Weltkrieg als Kriegsberichterstatterin für das populäre Bildmagazin LIFE tätig war, eröffnet der Vortrag eine historische Perspektive, greift aber auch aktuelle Fragestellungen auf, etwa zu Sichtbarkeits- und Machtverhältnissen, Authentifizierungsstrategien, Beziehungen zur zivilen visuellen Kultur oder zur Instrumentalität von Bildern allgemein.
Maria Schindelegger ist Kunsthistorikerin und Kuratorin mit Schwerpunkt Fotografie und Videokunst. Ausstellungsprojekte und Katalogtexte u.a. für das Künstlerhaus Wien, den lothringer13/laden, die Villa Stuck und die Pinakothek der Moderne in München. Seit 2009 betreut sie die internationale Fotosammlung The Walther Collection und promoviert derzeit zur Kriegsfotografie von Margaret Bourke-White.

Vortrag in deutscher Sprache

Maria Schindelegger, Haus der Kunst, 2012, Foto Marion Vogel

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