Kuratorische Gespräche. Frances Morris & Kasper König

Diskussion 03.11.16, 19 Uhr

Die Podiumsdiskussion ist die erste in einer Serie mit führenden Kuratoren und Museumsfachleuten, die sich kritisch mit der Geschichte von Nachkriegsausstellungen auseinandersetzen. Die Reihe beginnt mit dem Gespräch der beiden renommierten Kuratoren und Museumsdirektoren Kaspar König und Frances Morris, deren Ausstellungen sich tiefgehend mit dem Thema auseinandersetzten. Im Zentrum stehen die zwei einflussreichen europäischen Ausstellungen der 1980er- und 1990er-Jahre zum Thema Nachkriegskunst: "Westkunst" in den Kölner Messehallen 1981, kuratiert von Kasper König, die sich auf die Entwicklung der westlichen Moderne von 1939 bis 1970 konzentrierte, und "Paris Post War: Art and Existentialism, 1945-55" in der Londoner Tate Gallery 1993, kuratiert von Frances Morris, die Kunst, Literatur und Philosophie in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg erforschte.

Teilnehmer
Kasper König war bereits mit 23 Jahren Kurator der Museumsausstellung "Claes Oldenburg" in Stockholm. Schon während seines Studiums organisierte er weitere Ausstellungen und gab zahlreiche Bücher heraus. Nach mehrjährigem Aufenthalt in New York und Lehrtätigkeit in Halifax, Kanada, wurde König 1985 auf den neu gegründeten Lehrstuhl "Kunst und Öffentlichkeit" an der Kunstakademie Düsseldorf berufen. Drei Jahre später wurde er Professor an der Städelschule Frankfurt, die er ab 1989 als Rektor leitete. Gleichzeitig war er Gründungsdirektor der Ausstellungshalle Portikus. 1977 initiierte er gemeinsam mit Klaus Bußmann die Skulptur Projekte Münster, die seitdem alle zehn Jahre stattfinden. Als Ausstellungsmacher organisierte er zahlreiche Großausstellungen wie "Westkunst" (1981) in den Kölner Messehallen und "Der zerbrochene Spiegel" (1993, Wien, Hamburg). Von 2000 bis 2012 war König Direktor des Museum Ludwig in Köln. 2014 kuratierte er die europäische Wanderbiennale Manifesta 10 in St. Petersburg. Derzeit ist er erneut als künstlerischer Leiter mit der Vorbereitung der Skulptur Projekte Münster 2017 beschäftigt.

Frances Morris hatte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der Tate Modern inne. 1987 wurde sie dort Kuratorin, dann Leiterin der Ausstellungsorganisation (2000–2006) und schließlich Direktorin der Sammlung internationale Kunst, bis sie im April 2016 zur Direktorin bestellt wurde. Sie hat wegweisende, oft große, international angelegte Ausstellungen kuratiert, darunter drei umfassende Retrospektiven von Künstlerinnen: Louise Bourgeois (2007), Yayoi Kusama (2012) und Agnes Martin (2015). 1993 kuratierte Morris "Paris Post War: Art and Existentialism, 1945-55" und erarbeitete 1995 mit Stuart Morgan die Ausstellung "Rites of Passage". Als Expertin für europäische und internationale zeitgenössische Kunst der Nachkriegszeit hat sie umfänglich zu diesem Thema publiziert und mit vielen zeitgenössischen Künstlern aus Großbritannien und dem Ausland Projekte kuratiert, u.a. mit Miroslaw Balka, Chris Burden, Genevieve Cadieux, Sophie Calle, Mark Dion, Luciano Fabro, Paul McCarthy und Nicholas Pope.

Einführung und Moderation: Okwui Enwezor, Direktor Haus der Kunst

Eine Kooperation mit den Münchner Kammerspielen

Alle zwei Monate trifft sich Kasper König, eine der herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt und langjähriger Direktor renommierter Ausstellungsorte, mit ausgewählten Künstlern und Kuratoren zu einem Podiumsgespräch in den Münchner Kammerspielen.

In englischer Sprache

Tickets können auch an der Kasse des Haus der Kunst und der Münchner Kammerspiele gekauft werden.

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5 €

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Kuratorische Gespräche. Frances Morris & Kasper König

03.11.16, 19 Uhr

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