Claire Bishop "Déjà Vu: Contemporary Art and the Ghosts of Modernism" / Annual Lecture im Rahmen von DER ÖFFENTLICHKEIT ― VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST

Vortrag 09.06.16

DER ÖFFENTLICHKEIT - VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST ist eine Serie von künstlerischen Auftragsarbeiten, die speziell für die zentrale Mittelhalle im Haus der Kunst entwickelt werden. In dieser frei zugänglichen Plaza laufen die unterschiedlichen Programmangebote des Hauses zusammen. Als Verbindungspunkt zwischen Stadt und Englischem Garten ist sie der geeignete Ort, um über Kunst im öffentlichen Raum und die Rolle von Künstlern in globalen Debatten nachzudenken - und damit Ausgangspunkt für die "Annual Lectures", die jährliche Vortragsreihe zur Weiterführung dieses Diskurses.

Eines der zentralen Themen in der zeitgenössischen Kunst, das seit den frühen 1990er-Jahren zunehmender Weise behandelt wurde, ist das der "zerstörten Moderne" oder der "gescheiterten Utopie". Anders ausgedrückt, eine Kunst, die ikonische Beispiele von Architektur und Design des 20. Jahrhunderts in den Genres Malerei, Plastik, Fotografie, Video, Diashows, Archivinstallationen etc. neu formatiert. In ihrem Vortrag widmet sich Claire Bishop solchen historisierenden Tendenzen und stellt die Frage, wie wir uns - auch verstärkt in politischer Art und Weise - mit der Moderne des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen können.

Claire Bishop ist Professorin im PhD-Programm für Kunstgeschichte am Graduate Center, City University of New York. Sie veröffentlichte die Bücher "Installation Art: A Critical History" (2005) und "Artificial Hells: Participatory Art and the Politics of Spectatorship" (2012), für das sie 2013 den Frank Jewett Mather Preis erhielt, sowie "Radical Museology, or, What's Contemporary in Museums of Contemporary Art?" (2013). Sie schreibt regelmäßig für Artforum; ihre Aufsätze und Bücher wurden in achtzehn Sprachen übersetzt. Ihre aktuelle Forschung befasst sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf zeitgenössische Kunst und Performance seit 1989.

Foto Douglas Coupland

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