Die Russische Avantgarde — Sammlung Costakis

AUSSTELLUNG 10.05.96 – 04.08.97

Der 1912 in Moskau geborene, griechisch-stämmige George Costakis gehört zu den großen Sammlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns war er zunächst als Mitarbeiter der griechischen und ab 1943 der kanadischen Botschaft in Moskau tätig. Zunächst erwarb Costakis Kunstwerke von verarmten Sammlern; ab 1946 konzentrierte sich seine Sammelleidenschaft auf die russische Avantgarde, die in den Jahren der Revolution um 1917 in Blüte gestanden und auch die Kunstentwicklung in Westeuropa nachhaltig beeinflusst hatte. Seit der Machtübernahme Stalins im Jahr 1927, war die Kunst der Avantgarde verfemt; die Werke wurden nicht mehr öffentlich gezeigt und lagerten vergessen in den Depots der Museen. Auch im Westen waren die Künstler der russischen Avantgarde — bis auf wenige Emigranten wie Kandinsky und Chagall — nahezu unbekannt geblieben. Costakis kaufte Werke der Avantgarde-Künstler auf, wo immer er sie fand, und rettete so viele Kunstwerke vor der Vernichtung. Die Wände seines Museums im Wohnungsformat waren bedeckt mit bedeutenden Gemälden der führenden Künstler der russischen Klassischen Moderne, eine in Qualität und Menge einzigartige Sammlung. Neben den Werken von Wassily Kandinsky und Marc Chagall lässt sich an den Bildern, Plastiken und Objekten der Sammlung Costakis — darunter so berühmte Künstler wie Kasimir Malewitsch, Wladimir Tatlin, Alexander Rodtschenko, Olga Gontscharowa, Ivan Klijun, Gustavs Kluzis, El Lissitzky und Olga Popowa — Russlands Beitrag zum Aufbruch in die Abstraktion unter den Stilbegriffen Konstruktivismus und Suprematismus nachvollziehen. Die Werke vermitteln jene Frische und Intensität des künstlerischen Ausdrucks, mit der die russischen Künstler sich aufmachten, eine neue Welt zu bauen. 1977 beschloss Costakis, die Sowjetunion zu verlassen. Der Preis für die Ausreisebewilligung mit einem Teil der Sammlung war die Schenkung eines größeren Teils an die Tretjakow-Galerie, wo die Werke bis zum Beginn der Demokratisierung in den Depots verblieben. 
In einer Auswahl von mehr als 500 Objekten wurden für die Ausstellung die besten Werke der beiden Sammlungsteile aus Ost und West zusammengeführt. Die umfangreiche Schau wirft in dieser breiten und qualitätvollen Zusammenstellung ein neues Licht auf eine der bedeutendsten Perioden in der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Marc Chagall, Rege, 1911, Staatliche Tretjakow Galerie Moskau
Marc Chagall, Rege, 1911, Staatliche Tretjakow Galerie Moskau
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi
Die Russische Avantgarde – Sammlung Costakis, Installationsansicht, Haus der Kunst, 1996, Foto Wilfried Petzi

Stretch your view


Stretch your view


AUSSTELLUNG

Elan Vital oder Das Auge des Eros.

20.05 – 14.08.94

Entsprechend der Vorstellung vom Leben als einheitlichem, aber verzweigten Strom verfolgt die Ausstellung das Phänomen der organischen Abstraktion bei Kandinsky, Klee, Arp, Miró und Calder zwischen 1920 und 1945. MEHR


AUSSTELLUNG

Michail Wrubel

08.05 – 20.07.97

Michail Wrubel gilt als Schlüsselfigur des russischen Symbolismus, dessen Ringen mit sich und dem eigenen Werk ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden ließ. MEHR


AUSSTELLUNG

Kurt Schwitters

09.03 – 27.05.01

Die Ausstellung ist eine umfangreiche Retrospektive des Künstlers und Antikünstlers, des Revolutionärs und Traditionalisten, des Bürgerschrecks und Kleinbürgers Kurt Schwitters. MEHR


AUSSTELLUNG

Krieg und Frieden

09.11.01 – 10.02.02

Das Zarenschloss Pawlowsk mit seinem weitläufigen Parkensemble, etwa 30 km südlich von St. Petersburg gelegen, kann als Schöpfung einer deutschen Prinzessin gelten, der russischen Großfürstin, Zarin und Zarenwitwe Maria Fjodorowna, einer geborenen Prinzessin Sophie Dorothée von Württemberg. MEHR


AUSSTELLUNG

Entartete Kunst — Bildersturm vor 25 Jahren

Die Ausstellung erinnerte an die von Adolf Hitler angeordnete Femeausstellung "Entartete Kunst", die 1937 parallel zur pompösen Eröffnung des "Hauses der Deutschen Kunst" stattfand. MEHR


AUSSTELLUNG

Klang und Stille – Sammlung Goetz im Haus der Kunst

13.04 – 09.09.12

Die akustische Wahrnehmung von bewegten Bildern im Raum ist eine der großen Möglichkeiten der Videokunst, die dadurch unserer Alltagswahrnehmung besonders nahe kommt. Andererseits können Bilder und Töne auch anders interpretiert und neu gelesen werden, speziell durch den starken Einfluss von Klängen auf unseren Gemütszustand. MEHR


AUSSTELLUNG

Werke Europäischer Plastik

Die Ausstellung rückte nicht nur die Gattung Bildhauerei in den Mittelpunkt, sondern auch deren Interpretation durch Künstler in europäischen Ländern. MEHR


AUSSTELLUNG

Picasso 1900–1955

Die Ausstellung vollzog die künstlerische Entwicklung Pablo Picassos anhand von insgesamt 256 Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und Keramiken nach. MEHR


AUSSTELLUNG

Vincent van Gogh 1853–1890

Als einem der populärsten Maler in Deutschland und als Wegbereiter der Moderne widmete das Haus der Kunst Vincent van Gogh 1956 eine Retrospektive mit einer Auswahl von 166 Werken. MEHR


AUSSTELLUNG

Emil Nolde — Gedächtnisausstellung

Mit rund 550 Werken gedachte die Ausstellung des Künstlers Emil Nolde (1867–1956) ein Jahr nach seinem Tod. MEHR


AUSSTELLUNG

Wilhelm Lehmbruck

Die Ausstellung rückte 46 Skulpturen des Künstlers in den Mittelpunkt, lenkte den Blick aber auch auf eine Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen und Grafiken und brachte damit eine weitgehend unbekannte Seite des Künstlers zum Vorschein. MEHR


AUSSTELLUNG

Max Beckmann

Mit einer Retrospektive ehrte das Haus der Kunst im Jahr 1968 Max Beckmann (1884–1950) als einen der größten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. MEHR


AUSSTELLUNG

Joan Miró

Anhand von 238 Objekten – neben 118 Gemälden eine Vielzahl von Gouachen, Collagen, Druckgrafiken, Skulpturen, Keramiken und illustrierten Büchern – umriss die Ausstellung die Etappen von Mirós bis dato fünfzigjährigem Schaffen. MEHR


AUSSTELLUNG

Aristide Maillol

Anlässlich der Wiederkehr des 100. Geburtstags von Aristide Maillol zeigte das Musée d'Art Moderne in Paris eine Ausstellung mit 180 Objekten des plastischen, malerischen, grafischen und kunsthandwerklichen Lebenswerks des großen Künstlers. MEHR


AUSSTELLUNG

Edvard Munch

Mit einer umfangreichen Retrospektive ehrten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie in Oslo den großen norwegischen Maler Edvard Munch (1863–1944). MEHR


AUSSTELLUNG

Paul Cézanne 1839–1906

Der 50. Todestag Cézannes bot im Jahr 1956 Gelegenheit, zu Ehren des Malers eine Retrospektive auszurichten und mit ihr die Reihe von Ausstellungen wegweisender Künstlerpersönlichkeiten der Moderne fortzusetzen. MEHR


AUSSTELLUNG

Europäischer Expressionismus

07.03 – 10.05.70

Ziel der Ausstellung, die rund 300 Ölgemälde und Druckgrafiken zeigte, war es, "diesem Lebensgefühl und seinen Auswirkungen in bestimmten Phasen der europäischen Kunst in unserem Jahrhundert nachzuspüren." MEHR


AUSSTELLUNG

Lyonel Feininger 1871–1956

24.03 – 13.05.73

Mit rund 100 Gemälden bot die Ausstellung einen malerischen Querschnitt durch alle Schaffensphasen des Künstlers. MEHR


AUSSTELLUNG

Wege zur Abstraktion

12.08 – 09.10.88

Anstelle der wiederholten Präsentation berühmter Werke der Alten Kunst konzentrierte man sich in der Ausstellung auf "80 Meisterwerke" der Klassischen Moderne aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza, um an ihnen die "Wege zur Abstraktion" exemplarisch nachzuvollziehen. MEHR


AUSSTELLUNG

Barnes Collection

23.06 – 22.10.95

Die Ausstellung zeigt die legendäre Sammlung moderner Kunst, die Alfred C. Barnes zusammengetragen hat. Gezeigt werden berühmte Schlüsselwerke der rund 2000 Werke umfassenden Sammlung. MEHR