Gideon Mendel: "A bus stop on the corner of Cavenshish and Rockey Street 1986", 2013

Edition 2013

Die Ausstellung "Aufstieg und Fall der Apartheid" (15.02-26.05.13) wurde von Okwui Enwezor kuratiert und gab einen umfassenden Überblick über die visuelle Repräsentation der Apartheid in Südafrika. Angefangen von der Bürgerrechtsbewegung der 1950er-Jahre über den prägenden Einfluss der Apartheid auf die Identität Südafrikas zwischen 1948 und 1994, bis hin zu Nelson Mandelas Aufstieg und den Nachwirkungen der Rassentrennung auf die Gesellschaft, beleuchtete sie die ästhetische Kraft der dokumentarischen Form: Vom Foto-Essay über die Reportage und sozialdokumentarische Fotografie bis hin zu Fotojournalismus setzte sie sich mit dem Erbe der Apartheid und den Auswirkungen auf das Alltagsleben in Südafrika auseinander.
Die Edition des südafrikanischen Fotografen Gideon Mendel (geb. 1959) gehört zu der Bilderserie "Living in Yeoville", die als Dia-Projektion in der Ausstellung gezeigt wurde. Mendel dokumentiert darin das Leben im Johannesburger Stadtteil Yeoville, der in den 1980er-Jahren zu einem Zentrum der Anti-Apartheitsbewegung wurde und einen liberalen Mikrokosmos darstellte, in dem schwarze und weiße Bürger lebten. Mendels essayistische Bildstrecke ist vor dem Hintergrund zu lesen, dass politischer Protest und Gewalt nach der Erklärung des Ausnahmezustands 1986 nicht mehr fotografiert werden durften. Von diesem Zeitpunkt an widmete sich Mendel mit noch mehr Nachdruck den alltäglichen Begegnungen zwischen Schwarzen und Weißen im öffentlichen Raum von Yeoville. Indem er die kleinen, oft intimen Momente dokumentierte, versuchte er zu erkunden, wie man zwischen den Barrieren der Apartheid sein alltägliches Leben führte.  

Gideon Mendel
"A bus stop on the corner of Cavenshish and Rockey Street 1986", 2013
Silbergelatine Abzug
30.5 x 40.6 cm
Signiert und nummeriert, ungerahmt
Auflage: 60 (20 A.P.)
500 € (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)

Edition bestellen 

Gideon Mendel: "A bus stop on the corner of Cavenshish and Rockey Street 1986", 2013

Stretch your view


Stretch your view


Edition

Thomas Schütte: Edition "Fucking Flowers", 2009

MEHR


Edition

Robin Rhode, Walk Off, 2007

Beim Baseball verlässt das Team unmittelbar nach dem "walk off home run" das Spielfeld. Für Robin Rhode ist der "walk off" das letzte Bild einer Serie oder der letzte Strich einer Zeichnung, die den Ton der gesamten Arbeit angibt. MEHR


Edition

Luc Tuymans: Edition "Wenn der Frühling kommt", 2007

MEHR


Edition

Lawrence Weiner, Rows of Cabbage, 2007

Die Edition bildet den Text von Weiners Sprachskulptur an der Fassade des Haus der Kunst vor der Silhouette des Gebäudes als Siebdruck auf Eisen ab. MEHR


Edition

Thomas Struth

MEHR


Edition

Kendell Geers: Edition "FF.V.II.", 2013

MEHR


Edition

Gilbert & George: "Fingers of Fate" / "Hearts of Plane", 2007

MEHR


Edition

Sarah Sze — Point for Point, 2017

MEHR


Edition

Marlene Dumas: Edition "Frau und Hund", 2010

MEHR


Edition

Georg Baselitz — Willem raucht nicht mehr

MEHR


Edition

Mel Bochner: Edition "Blah, Blah, Blah + Background Noise", 2013

MEHR


Edition

James Casebere — Blue House, 2016

James Caseberes farbige Arbeiten der letzten Jahre, zu der auch die eigens für die Ausstellung entstandene Edition "Blue House" gehört, spüren den Wirkungen jüngster gesellschaftlicher Ereignisse in den USA nach. MEHR


Edition

Thomas Ruff: Edition "ma.r.s.15", 2011/12

MEHR


Werkserie

Sarah Sze — Point for Point, 2017

MEHR


Edition

Ellsworth Kelly: "Black Curves", 2011

MEHR

Edition


Edition

Lorna Simpson: The Read Heads

MEHR


Edition

Anish Kapoor: Svayambh, 2007

Mit der Edition bezieht sich der Künstler auf die für die Ausstellung geschaffenen, gleichnamige Skulptur sowie den damit vebundenen Schaffensprozess. Der Titel "Svayambh", der sich von Sanskrit "Svayambhu(v)" herleitet, bedeutet soviel wie "selbst erzeugt" oder "aus sich selbst geboren". MEHR


Edition

Matt Mullican: Edition "Untitled (Chart)", 2011

MEHR


Ausstellungskatalog

Made in Munich. Editionen von 1968 bis 2008

Mit einem Essay von Julienne Lorz und einem Interview von Chris Dercon mit Laszlo Glozer; Werkliste und Kurzbiografien aller Editoren; Installationsaufnahmen von Wilfried Petzi und Objekt-Fotografien von Jann Averwerser. MEHR